Für ein 64Bit-System bitte in diesem Thread weiterlesen.
Diese Anleitung setzt vorraus daß wir die Festplatte neu partitionieren wollen. Ansonsten gäbe es (min.) eine alternative Methode, die ich evt. später hier ergänzen werde.
Erst erstes legen wir uns Zettel und Stift bereit oder öffnen einen Editor unsere Wahl. Es gibt viel zu notieren.
Wir loggen uns im vorkonfigurierten System ein und notieren uns alle benötigten Angaben um das System wieder neu aufsetzen zu können.
Dazu gehören z.B.
- Hostname
- IP
- Netmask
- Broadcast-Adresse
- Kernel-Konfiguration
- lilo.conf (für die Wiederherstellung der Remote-Console)
Wir loggen uns als nächstes mit unseren Zugangsdaten im Kundenservice von Strato ein und reseten unseren Server mit dem Notfallsystem, zu finden unter "Serverkonfiguration" -> "Recoverymanager".
Wir gehen mal Kaffee aufsetzen und/oder rauchen Eine. Der Reboot dauert bis etwa 10 Minuten. Geduld...
Bis das System neu gebootet wurde ist unter "Serverdaten" nur der Hinweis zu finden das das System noch nicht eingerichtet wäre. Erst wenn da wieder die Serverangaben sowie ein Passwort für das Notfallsystem zu finden sind wurde unsere Server neu gestartet.
Wir loggen uns mit den ssh-Daten als root sowie dem Notfallsystem-Passwort über ssh auf unserem Server ein.
Wir partitionieren jetzt mit fdisk die Festplatte neu. Der Autor empfiehlt ggf. vorher auch das Studium vom Gentoo Sicherheitshandbuch
Wir formatieren unsere Partitionen mit dem gewünschten Dateisystem (hier ext3) und formatieren die Swap-Partition. Die Swappartition können wir gleich einbinden.
Code: Select all
mke2fs -j /dev/hda1
mke2fs -j /dev/hda3
mkswap /dev/hda2
swapon /dev/hda2Code: Select all
mkdir /mnt
mount /dev/hda3 /mnt
mkdir /mnt/boot
mount /dev/hda1 /mnt/bootCode: Select all
cd /mnt
wget http://mirrormeinerwahl/pfad/stageX...tar.bz2Da bzip2 auf dem Notfallsystem nicht vorhanden ist und das tar beim entpacken des Stages Fehler macht (speziell in /dev -> bootstrap schlägt bei glibc fehl) folgender Workaround:
Da wir ein lauffähiges Gentoo zuhause haben erzeugen wir ein statisch gelinktes tar sowie ein bzip2.
Code: Select all
# zuhause! #
CFLAGS="-mcpu=i686" ROOT="/tmp" USE="static" emerge -O bzip2 tarbzip2 und tar gehören nach /usr/bin auf dem Notfallsystem, ausserdem müssen selbige als ausführbar markiert sein. Der Autor empfiehlt vorsichtshalber noch einen symbolischen Link von /usr/bin/bunzip2 nach /usr/bin/bzip2. Unter Umständen reicht der Platz auf dem Rettungssystem nicht aus um beide Binarys reinzukopieren. Aber wir haben ja schon unsere Partitionen gemountet und können sie da ablegen. Dann brauchen wir nur je einen symbolischen Link in /usr/bin.
Workaround Ende. Wer andere/bessere Lösungsmöglichkeiten hat bitte Beitrag schreiben.
Nun vergewissern wir uns das wir uns wieder im Verzeichnis /mnt befinden und können unsere stage ganz normal entpacken.
Code: Select all
cd /mnt
tar -xjvpf stageX...tar.bz2Code: Select all
cp /etc/resolv.conf /mnt/etc
mount -o bind /proc /mnt/procDer Autor hat es nicht hinbekommen das System mit lilo zu booten, es wird daher der Einsatz von grub empfohlen. Für die serielle Console unter grub siehe hier: http://forums.gentoo.org/viewtopic.php?t=194546






