

Klingt erstmal altbacken und Streng aber: "Je mehr Menschen zusammenarbeiten, je mehr Regeln braucht man."schmidicom wrote:Ich habe jetzt einige Tage darüber nachgedacht und finde das sich der Entwickler von bcachefs zurecht gegen das aktuelle System auflehnt. Das ein zwei Wochen langes "Merge Window", welches nur alle 10 bis 11 Wochen zur Verfügung steht, für jemand der so aktiv an einer Software arbeitet wie es hier der Fall ist alles andere als praktikabel ist sollte doch nachvollziehbar sein.
Auf mich wirken die Regeln wie beim Kernel die Entwicklung stattfindet etwas unflexibel.
Die Regeln mögen unter umständen eine Anpassung benötigen. Aber was nicht geht, sich einfach über die bestehenden Regeln hinwegsetzen und dann wenn man darauf hingewiesen wird sich an die Regeln zu halten diese als unpassend zu beschreiben.schmidicom wrote:finde das sich der Entwickler von bcachefs zurecht gegen das aktuelle System auflehnt.

Ich glaub du sitzt da ein Missverständnis auf.schmidicom wrote:OK, inkompatible Änderung sind ja mal was anderes als neue/verbesserte Funktionen und das man die (egal ob es das im Fall von bcachefs gegeben hätte oder nicht) nicht gutheisst kann ich nachvollziehen. Aber das man in einem Entwicklerzweig nur alle 10/11 Wochen ein zwei Wochen grosses Fenster für neue/verbesserte Funktionen offen lässt wirkt für mich nach wie vor etwas seltsam. Würde man zwei Wochen vor der Freigabe einer neuen Version aus dem Entwicklerzweig solche Änderungen ablehnen dann könnte ich das eher nachvollziehen.

Ok, so ergibt das schon mehr Sinn.firefly wrote:Ich glaub du sitzt da ein Missverständnis auf.
Nach meinem Verständnis ist der "linus" branch kein Entwicklerzweig, sondern ein Release zweig. Und es gibt halt ein 2 Wochen fenster wo neue features und andere Änderungen in diesen branch gemerged werden, welche im nächsten release enthalten sein sollen. Und danach gibt es dann ein mehrwöchiges Fenster für bugfixing/Stabilisierung
Die eigentlichen Entwicklung der features/Änderungen erfolgen in separaten branches.

Sehe ich komplett anders. Wenn die Regeln Konsens sind und die Entwicklergemeinde ansonsten damit kein Problem hat, kann nicht ein einzelner daher kommen und sich auflehnen und verlangen, damit durchzukommen. Dann fliegt es zurecht aus dem Kernel, gerade, wenn dieser meint noch gegenüber andere ausfällig werden zu müssen.schmidicom wrote:Ich habe jetzt einige Tage darüber nachgedacht und finde das sich der Entwickler von bcachefs zurecht gegen das aktuelle System auflehnt.
Genau. Die Entwicklung ist dezentral (Dieses System hat die Entstehung von git beeinflusst) und jeder kann in seinem code/branch machen was er will.schmidicom wrote:Ok, so ergibt das schon mehr Sinn.firefly wrote:Ich glaub du sitzt da ein Missverständnis auf.
Nach meinem Verständnis ist der "linus" branch kein Entwicklerzweig, sondern ein Release zweig. Und es gibt halt ein 2 Wochen fenster wo neue features und andere Änderungen in diesen branch gemerged werden, welche im nächsten release enthalten sein sollen. Und danach gibt es dann ein mehrwöchiges Fenster für bugfixing/Stabilisierung
Die eigentlichen Entwicklung der features/Änderungen erfolgen in separaten branches.
Das würde dann ja bedeuten das auch Overstreet seine eigenen branch hat wo er machen kann was er will und wenn dann dieses zweiwöchige Fenster offen ist könnte er alle Änderungen einreichen, richtig?


Ich bin ehrlich... angeblich ist ja btrfs oder zfs schon lange stabil aber irgendwie schätze ich Stabilität zu sehr und setze immernoch ext4 für alles ein... außer ich brauch Win-Kompatibilität, weil Dual-Boot, dann halt ntfs-3g.schmidicom wrote:Hat hier eigentlich mal jemand bcachefs unter Gentoo erfolgreich ausprobiert? Wenn ja was ist das Fazit?
Mein letzter Versuch (der zugegeben schon länger her ist), per rsync ein Systembackup darauf wiederherzustellen, endete mit einem Freeze des Systems.

Mit ext3/ext4 habe ich mehrfach ganz üble Erfahrungen gemacht, es ist mir dort zweimal passiert das alle Dateien ohne ihre Ordnerstruktur in lost+found gelandet sind und die restliche Ordnerstruktur zwar noch vorhanden aber komplett leergefegt war.Max Steel wrote:Ich bin ehrlich... angeblich ist ja btrfs oder zfs schon lange stabil aber irgendwie schätze ich Stabilität zu sehr und setze immernoch ext4 für alles ein... außer ich brauch Win-Kompatibilität, weil Dual-Boot, dann halt ntfs-3g.schmidicom wrote:Hat hier eigentlich mal jemand bcachefs unter Gentoo erfolgreich ausprobiert? Wenn ja was ist das Fazit?
Mein letzter Versuch (der zugegeben schon länger her ist), per rsync ein Systembackup darauf wiederherzustellen, endete mit einem Freeze des Systems.

Interessant. ist mir bislang noch nie in der Form untergekommen. Es gab mal einzelne Daten die mir verloren gingen während ich Stromverlust hatte. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.schmidicom wrote:Mit ext3/ext4 habe ich mehrfach ganz üble Erfahrungen gemacht, es ist mir dort zweimal passiert das alle Dateien ohne ihre Ordnerstruktur in lost+found gelandet sind und die restliche Ordnerstruktur zwar noch vorhanden aber komplett leergefegt war.
Solche Berichte findet man für alle FS, daher ist das eher weniger ein indikator ob ein FS besser wäre als ein anderes.schmidicom wrote: Mit ext3/ext4 habe ich mehrfach ganz üble Erfahrungen gemacht, es ist mir dort zweimal passiert das alle Dateien ohne ihre Ordnerstruktur in lost+found gelandet sind und die restliche Ordnerstruktur zwar noch vorhanden aber komplett leergefegt war.


Wenn das eigene Projekt darunter leidet, dass Fehler in anderer Leute code wie in einem OS Projekt wie der Linux Kernel stecken, dann hat man die zu behebenden Bugs meistens schon weitgehend identifiziert und sollte in der Lage sein, diese entsprechend zu beheben oder wenigstens entsprechende Threads darüber aufzumachen.schmidicom wrote:Ich kann nur, aufgrund eigener Lebenserfahrung, den Frust nachvollziehen der aufkommt wenn das eigene Projekt wegen der Fehler anderer nicht so funktioniert wie man sich das vorstellt oder erhofft hat.


Wie der Heise-Artikel schreibt: „weil er von ihnen betreuten Linux-Kernel-Code ohne adäquate Absprache oder gar hinter deren Rücken veränderte.“ - wäre ich auch angepisst. Overstreet hätte ja schlicht auch wahrgenommene Fehler einfach reporten und Patchvorschläge einreichen können. Wie üblich.schmidicom wrote:Ich kann nur, aufgrund eigener Lebenserfahrung, den Frust nachvollziehen der aufkommt wenn das eigene Projekt wegen der Fehler anderer nicht so funktioniert wie man sich das vorstellt oder erhofft hat.

Naja da wird demnächst halt eine dkms Config und ein ebuild für bcachefs out-of-tree auftauchen und gut ist.schmidicom wrote:Jetzt bleibt im Kernel eine Version von bcachefs liegen bei der keine Weiterentwicklung mehr stattfindet und parallel dazu gibt es eine extern gepflegte Version die unter Umständen inkompatible Änderungen am Dateisystem vornimmt. Also in Zukunft muss jede Person die bcachefs verwendet aufpassen was für ein Kernel auf das eigene Dateisystem losgelassen wird.
Toll...



Ich finde es zwar schade das dieses Dateisystem endgültig aus dem Kernel fliegt aber besser so als zwei Versionen im Umlauf zu haben die in Zukunft zueinander inkompatibel sein können/werden.misterjack wrote:Zu 6.18 fliegt es komplett raus: https://www.linux-magazin.de/news/bcach ... s-zurueck/