Gentoo auf einer SSD? Das läuft ganz hervorragend und schön schnell! Ich kann es nur empfehlen!
Wenn Du genügend RAM hast, kannst Du /var/tmp/portage als tmpfs mounten. Dann ist das Compilieren schneller und die SSD wird nicht mit überflüssigen Schreibzugriffen malträtiert.
Ich nutze Gentoo auch seit einiger Zeit auf SSD, habe aber unter /var/tmp/portage eine Partition von meiner HDD gemountet damit die SSD länger hält wegen der Schreibzugriffe.
Sag das nicht, ich habe 32GB Ram und hatte eine 10GB zram partition für /var/tmp/portage, aber in letzter Zeit gab es bei einigen größeren Paketen Probleme mit dem Speicher (Bei -j16) weshalb ich auf eine HDD Partition umgestiegen bin.
ich habe 32GB Ram und hatte eine 10GB zram partition für /var/tmp/portage, aber in letzter Zeit gab es bei einigen größeren Paketen Probleme mit dem Speicher (Bei -j16) weshalb ich auf eine HDD Partition umgestiegen bin.
Was für Probleme sind denn aufgetreten? War die zram zu klein? Oder der restliche RAM Speicher?
'-j 16' ist schon eine Menge, insbesondere wenn 16 C-Compiler im C++-Modus aufgerufen werden - die brauchen viel RAM... Darf ich fragen? Hast Du 16 richtige Kerne? Oder sind es 8 Kerne + 8 hyperthreading Kerne?
Ist ein Ryzen 7 2700X also 8 Kerne 16 Threads, die Probleme traten bei rust auf, kann nicht mehr genau sagen was für Fehler das waren aber eine HDD Partition hatte das Problem gelöst. Ist auch möglich das einfach nur die 10GB zuwenig waren.
Ich habe auch seit ca. 3-4 Jahren zwei OCZ ARC 100 (240GB) und auf beiden läuft gentoo.
Die alte Möhre mit 2GB RAM swappt beim Surfen sehr viel, mit einer Festplatte war das unglaublich lahm und ruckelig. Seit ich in dem Rechner aber die SSD drin habe, reagiert er während des Auslagerns wieder und es geht innerhalb von ein paar Sekunden zu Ende.
Vorher mit der Festplatte verhielt sich da so, wenn er einmal angefangen hat zu ruckeln, hat er ewig komplett geklemmt.
Auf dem alten System mache ich nicht allzuviel, die SSD dürfte lange leben. In meinem Alltags-Laptop achte ich mittlerweile nicht mehr darauf, was ich mit ihr anstelle. Entpacken, compilieren, ... alles direkt auf der SSD. Nach den 3-4 Jahren seh ich die jetzt als Verbrauchsgegendstand. Die Geschwindigkeitsvorteile (kaum genervtes warten) machen das alles wieder wett, wenn die stirbt.
Als ich die gekauft habe, waren die noch sehr teuer. Ich weiss nicht mehr genau, aber ich glaube ~200€ pro SSD habe ich damals liegen gelassen.
Ein paar Jahre davor ist mir eine 32GB IDE SSD mit gentoo gestorben. Von jetzt auf gleich ausgestiegen. Ich vermute, das lag an den vielen Schreibzugriffen beim compilieren.
Die habe ich aber auch schon gebraucht gekauft...
Wenn du auf Langlebigkeit Wert legst, solltest du, wie die anderen schon gesagt haben, im RAM compilieren. Schneller dürfte das auch noch sein.
PS:
In einem anderen Forum habe ich mal ein Schritt-Für-Schritt Text zum compilieren von einem Programm geschrieben. Hab zwischendrin irgendwo geschrieben: "Uuui geht das auf einer SSD schnell *freu*".
Da kamen dann gleich 3 Kommentare, ich soll meine SSD nicht so behandeln, das tue ja beim Lesen schon weh. Als ich dann von Verbrauchsmaterial geschrieben hab und genau deshalb habe ich eine SSD, kam nur unverständliches Kopfschütteln.
Die 3 User waren alle älter als 50. Ist das vielleicht so ein "Generationen-Ding", dass die einen etwas als Verbrauchsmaterial ansehen und die anderen etwas als schützenswert und fast heilig?
ich habe nun beider gentoo-Versionen (stable und dev) auf SSD überspielt.
Und nun kommt der Hammer:
In einer der auf SSD installierten Linux-Distributionen habe ich VirtualBox laufen.
Vor einer Stunde habe ich einfach mal angefangen, gentoo in VirtualBox zu installieren.
Nach Auswahl des Profils heißt es im WIKI:
emerge --ask --verbose --update --deep --newuse @world
265 Pakete wurden angeboten zur Installation,
eben schaue ich: 206 sind schon installiert.
So schnell habe ich noch nie !!! die Installation von so vielen Paketen erlebt.
8 GB RAM, 6 CPUs für die VM, das ist doch sehr gut.
Aber solch ein Tempo hätte ich nicht erwartet.
Daher danke ich noch einmal ausdrücklich für die Empfehlung, es tatsächlich mit gentoo auf SSD zu probieren.
Das hat sich wirklich gelohnt.
Nun muss ich nicht mehr über Nacht so viele Pakete installieren lassen,
sondern kann dabei sitzen und zuschauen wie es Paket über Paket vorangeht.