Nö. Ich bin ganz woanderst tätig. LyX habe ich schon vor der Version 1.0 kennengelernt (erstes Semestergiga89 wrote:Hast du zufällig an einem Online-Kurs der Uni Karlsruhe teilgenommen?
Das ist eigentlich inzwischen überholt. Die wohl beste Briefklasse ist scrlettr2. Infos dazu gibt es mitmusv wrote:Dafür gibt's das Paket Dinbrief.
Code: Select all
texdoc scrguideDas Schöne an scrlettr2 - ebenso wie am Rest von KOMA - ist die gute Konfigurierbarkeit. Mit dinbrief hat man i.W. ein standardisiertes Format, mit scrlettr2 hat man alle gebräuchlichen (und bei Bedarf Abwandlungen davon).Knieper wrote:scrlettr2 nutzt doch die hässlichen KOMA-Klassen, ich bevorzuge immer noch dinbrief.
Mich hat xy-pic auch stark beeindruckt. Allerdings ist pstricks vielleicht noch mächtiger.Den Theoretikern unter Euch kann ich nur xy-pic für Grafiken ans Herz legen.
KOMMA(-script) ist keinesfalls hässlich, sonder oft die beste Wahl für Diplomarbeiten oder Dissertationen. Ich kenne niemanden, der das Paket xy-pic benutzt. Richtig mächtig und aktuell ist das Paket TikZ.Knieper wrote:scrlettr2 nutzt doch die hässlichen KOMA-Klassen, ich bevorzuge immer noch dinbrief. Den Theoretikern unter Euch kann ich nur xy-pic für Grafiken ans Herz legen.
Für einige Disziplinen, etwa algebraische Topologen (kommutative Diagramme usw.), ist es wohl immer noch das einfachste Paket (wenn man mal von amscd absieht, das aber für viele Zwecke nicht ausreicht). Es ist vor allem deshalb so beeindruckend, weil es Alles mit TeXs Bordmitteln erreicht, also nicht auf extrerne Programme aufsetzt.EOF wrote:Ich kenne niemanden, der das Paket xy-pic benutzt.
Damit habe ich nur wenig Erfahrung, und ich weiß auch nicht, ob ich es benutzen würde, weil es z.B. fürs Plotten auf externe Programme (gnuplot) aufsetzt, und es daher schwierig sein kann, solche TeX-Files weiterzugeben, da man eine spezielle Installation (vermutlich ein Unix?) und gewisses Know-How benötigt, sie zu übersetzen. In der Mächtigkeit kommt es wohl auch nicht ganz an pstricks heran.Richtig mächtig und aktuell ist das Paket TikZ.
Ich denke es ist unwahrscheinlicher xy-pic installiert zu haben, als GNUplot. Soll ich das so verstehen, dass du mit TeX Bordmitteln arbeitest? GNUplot gibt es natürlich auch für Windows.mv wrote:Für einige Disziplinen, etwa algebraische Topologen (kommutative Diagramme usw.), ist es wohl immer noch das einfachste Paket (wenn man mal von amscd absieht, das aber für viele Zwecke nicht ausreicht). Es ist vor allem deshalb so beeindruckend, weil es Alles mit TeXs Bordmitteln erreicht, also nicht auf extrerne Programme aufsetzt.EOF wrote:Ich kenne niemanden, der das Paket xy-pic benutzt.Damit habe ich nur wenig Erfahrung, und ich weiß auch nicht, ob ich es benutzen würde, weil es z.B. fürs Plotten auf externe Programme (gnuplot) aufsetzt, und es daher schwierig sein kann, solche TeX-Files weiterzugeben, da man eine spezielle Installation (vermutlich ein Unix?) und gewisses Know-How benötigt, sie zu übersetzen. In der Mächtigkeit kommt es wohl auch nicht ganz an pstricks heran.Richtig mächtig und aktuell ist das Paket TikZ.
Kaum: Jede TeX-Distribution, die ich kenne, hatte xy-pic dabei (zumindest optional als Paket nachinstallierbar); antike Sachen wie emtex vielleicht ausgenommen. Gnuplot ist da schon eher etwas für "Freaks".EOF wrote:Ich denke es ist unwahrscheinlicher xy-pic installiert zu haben, als GNUplot.
Schon, aber wie viele haben es installiert? Vor allem muss es ja von TikZ per Shell-Escape aufgerufen werden, und schon Letzteres ist schon aus Sicherheitsgründen selbst unter Linux nur mit speziellem Aufruf von tex möglich, vielleicht nicht einmal bei allen Tex-Systemen. Alternativ muss man es selber aufrufen und dann ein Script oder Makefile drumrumbasteln, was unter dem Plastiksystem aus Redmond dann vermutlich ebenfalls nicht direkt läuft. Ich möchte nicht irgendeinem DAU per Email erklären müssen, wie er es schafft, meinen TeX-Code dann doch noch für ein Journal zu setzen. Sicher kann man sich da irgendwie behelfen (gnuplot-Ausgabe in separatem File mitschicken o.ä.), aber mit xy-pic pder pstricks hat man derlei Probleme halt überhaupt nicht.GNUplot gibt es natürlich auch für Windows.
Daher eignet sich LyX auch nicht, wenn man es später veröffentlichen will (außer man ist selbst Herausgeber).Schau dir mal die Abhängigkeiten von LyX an.
Selbstverständlich habe ich das Handbuch überflogen und auch Seiten gesucht, in denen TikZ und pstricks explizit verglichen werden. Es scheint wohl nichts zu geben, was pstricks nicht auch könnte, während es umgekehrt wohl einige Einschränkungen gibt. Die Lernkurve ist vielleicht weniger steil als bei pstricks, dafür gehen einige Sachen aber nicht oder nicht so leicht, weil TikZ halt keine volle Programmiersprache ist (und auch nicht sein will). Schon bei Funktionsplots merkt man das, denn der Rückgriff auf gnuplot liegt halt daran, dass man keine Funktion "programmieren" kann.Bevor du etwas über die Mächtigkeit von TikZ sagst
Wer will denn den Linux-Kernel abdrucken?EOF wrote:@mv
Nach deiner Philosophie gäbe es kein Linux, den schon der Kernel hat unmengen an Abhängigkeiten.
Für viele Zwecke ist pstricks die Alternative: Dort kann man ja direkt (mathematische) Funktionen eingeben, die dann unmittelbar von postscript ausgewertet werden.Bzgl. GNUplot. Du hast also eine Open Source Alternative zu GNUplot?
Ich habe eher mit Analysis zu tun, und mir reicht normalerweise pstricks. Als ich mal wirklich komplizierte Funktionen brauchte wie bessel-I oder bessel-H, hat auch gnuplot nichts genutzt (dort gibt es nur bessl-J und bessel-Y): Da musste ich dann ohnehin auf Octave ausweichen. Eine weitere Open-Source-Alternative zu gnuplot wäre übrigens auch scilab.[...] Wenn du eher mit Algebra zu tun hast
Stimmt bei Veröffentlichung ist das schon problematisch, da man ja meistens den LaTeX-Quelltext schicken muss. Da würde ich sowieso alles einfach halten. Meist wird man auch mehr oder weniger durch die Layouts der Journale dazu gezwungen. Ich dachte eher an Diplomarbeiten und Dissertationen, für die es vorteilhaft sein kann hübsch auszusehen. Scilab kenne ich auch.mv wrote:Wer will denn den Linux-Kernel abdrucken?EOF wrote:@mv
Nach deiner Philosophie gäbe es kein Linux, den schon der Kernel hat unmengen an Abhängigkeiten.
Spaß beiseite: Es handelt sich nicht um Philosophie, sondern schlichtweg um Erfahrungen, die ich mit dem Veröffentlichen von Arbeiten oder Buchmanuskripten bei verschiedenen Journals und Verlagen gemacht habe: Wenn Du Dich dabei darauf verlässt, dass dort ein bestimmtes System/Programm vorhanden ist (oder gar jemand mit diesem umgehen kann/will), hast Du i.d.R. verloren: Oft kann man nur in einem standardisierten Format einreichen, das dann vollautomatisch durchgenudelt wird - Extra-Würste sind da nicht vorgesehen. LaTeX2e mit "Standard"-Paketen geht meist noch problemlos, pstricks ist schon kritischer (je nach Druckweg), bei gnuplot/xfig/anderes_tool sieht es eher düster aus.Für viele Zwecke ist pstricks die Alternative: Dort kann man ja direkt (mathematische) Funktionen eingeben, die dann unmittelbar von postscript ausgewertet werden.Bzgl. GNUplot. Du hast also eine Open Source Alternative zu GNUplot?Ich habe eher mit Analysis zu tun, und mir reicht normalerweise pstricks. Als ich mal wirklich komplizierte Funktionen brauchte wie bessel-I oder bessel-H, hat auch gnuplot nichts genutzt (dort gibt es nur bessl-J und bessel-Y): Da musste ich dann ohnehin auf Octave ausweichen. Eine weitere Open-Source-Alternative zu gnuplot wäre übrigens auch scilab.[...] Wenn du eher mit Algebra zu tun hast
"Hässlich" ist immer subjektiv und _ich_ mag die nicht und würde sie auch nicht verwenden.EOF wrote:KOMMA(-script) ist keinesfalls hässlich
Doch mich.Ich kenne niemanden, der das Paket xy-pic benutzt.
Das kannte ich bisher nicht, ist ja auch noch ziemlich jung. Ich werde es mir mal ansehen.Richtig mächtig und aktuell ist das Paket TikZ.


Thema gehört wohl eher ins normale Forum.Benutzer2010 wrote:Das Programm Lyx kann ich leider nicht installieren. Das "ebuild" besteht aus zwei Paketen, wovon bei beim ersten Kollisionen auftreten. Kann mir jemand helfen, wie man das Problem lösen kann?
Viele Grüße