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Der Nachfolger von Windows10 heißt Wiinux.
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Wer glaubt auch daran, dass Microsoft auf Linux umsteigt?
Machen sie.
5%
 5%  [ 1 ]
Machen sie nicht.
94%
 94%  [ 18 ]
Total Votes : 19

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musv
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Joined: 01 Dec 2002
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PostPosted: Wed May 16, 2018 12:05 pm    Post subject: Reply with quote

Mit den Dateirechten hast du sicherlich Recht.

Ich hab dazu hier noch was gefunden. Beim Mountversuch wollte das aber nicht klappen. Die per wsl angelegte Datei hatte die 666. Das ist nicht schön.

Yamakuzure wrote:
Cygwin hat eine eigene libc, basierend auf newlib. Das ist im Grunde genommen schneller als WSL, da alle Programme nativ unter Windows laufen, während bei WSL bei jedem Call ein Layer dazwischen liegt. Allerdings wäre es wirklich mal interessant, ein paar direkte Vergleiche durchzuführen...

Da wäre ich wirklich gespannt drauf. Meine letzten Versuche mit Cygwin liegen schon 3 Jahre zurück. Und z.B. ein find auf das Dateisystem loszulassen, war eine reine Katastrophe.

Yamakuzure wrote:
Ich habe allerdings auch keinerlei Hinweis darauf gefunden, woran die "Cygwin-Leute" denn nun Schuld seien?

Zugegeben, das war etwas provokativ geschrieben. Der Hintergrund ist folgender:

Sowohl das deutsche Tastaturlayout auf der tty als auch im X nutzen in der Deadkeys-Variante die Tilde als Deadkey. Da ich eine Zeit lang auch öfters mal Spanisch und Portugiesisch geschrieben hatte, war das für mich genial. Ohne das Layout umschalten zu müssen, hatte ich Zugriff auf die gebräuchlichsten Sonderzeichen, z.B. ç, ñ usw. Natürlich ergibt sich daraus auch die Gewohnheit, dass man nach der Tilde auf die Leertaste haut, da die Tilde ja ein Deadkey ist. Irgendwann reichten dann die Cygwin-Leute besagte Änderung bei xfreedesktop ein, um das Deadkey-Tastaturlayout an den deutschen Standard und auch an Windows (deren Begründung) anzupassen. Das wurde dann so übernommen und ausgerollt. Recht schnell bemerkte ich mehr durch Zufall die Änderung und fand nach wochenlanger Suche (man vermutet ja den Fehler immer erst bei sich selbst) den oben verlinkten Bugeintrag. Dass ich jetzt in keinem deutschen Tastaturlayout mehr ein ñ tippen konnte, nervte, war aber nicht der ausschlaggebende Punkt. Viel schlimmer war der Unterschied zwischen Konsole (tty) und Terminal im X. Bei komplett identischer Tastatureingabe kann man dann folgende Sachen realisieren:
TTY-Konsole:
rm -rf ~/.config/*

Xterm:
rm -rf ~ /.config/*

Sehr unschön und inkonsistent das Ganze. Nach den zahlreichen immer böser werdenden Beschwerden hatte der Maintainer bei Xfreedesktop dann doch ein Einsehen und akzeptierte dann einen Patch für ein zusätzliches Tastaturlayout, was er dann "legacy" nannte. Da der Name nicht sehr aussagekräftig war, wurde das unter weiterem Druck zum Glück einige Monate später in "deadtilde" umbenannt.

Yamakuzure wrote:
Für alles was mit X zu tun hat, muss man das WSL mit Extraschritten quasi "pimpen".

Kommt darauf an, was du mit "pimpen" meinst. Ich musste nur Xming installieren und starten. Danach konnte ich grafische Anwendungen in der Bash einfach so starten. Den X-Server brauchst du aber in Cygwin genauso. Ich erinnere mich dunkel, dass ich da bei Cygwin so einige Probleme hatte.

Yamakuzure wrote:
…Win10 Prof. nur 64bit, nicht-implementierte Kernelfunktionen, direkter HW-Zugriff

alles korrekt. Das mit den Kernelfunktionen und der Hardware dürfte auch auf Cygwin zutreffen.

Yamakuzure wrote:
Tja, und bei mir ist die Erfahrung eben genau anders herum... Cygwin läuft bei mir absolut rund und flüssig. Dank Cygwin habe ich unter Windows syslog-ng, postfix, sshd und dbus. Als ich WSL (mit Gentoo Stage3) ausprobiert habe, war ich ... nunja... wenig begeistert. Eine Bash in einer CMD ist halt echt schräg.

Das mit der Bash in einer CMD versteh ich nicht. Du klickst auf die bash.exe in c:\Windows\Sytem32. Daraufhin öffnet sich eine Bash, die nichts mit der CMD zu tun hat.

Geht man nach diesem Tutorial, sollte auch das Starten eines Desktops klappen. Das hab ich allerdings nicht getestet, da ich es nicht brauch.

Yamakuzure wrote:
Als ich dann sah, durch wie viele, teils brennende, Reifen ich springen muss, um mit WSL auch GUI Apps wie Konsole zu betreiben, habe ich den Kram wieder weggeworfen.

Siehe oben: Installation Xming. Das war's.

Yamakuzure wrote:
... vielleicht habe ich auch einfach nur zu schnell aufgegeben...

Wenn du mit Cygwin glücklich bist, dann bleib dabei. Der Thread soll keine Missionierung sein. Ich hab mit WSL wesentlich weniger Aufwand und Probleme als damals mit Cygwin. Insbesondere der Updateprozess war bei Cygwin auch immer 'ne Qual. Bei WSL tut's halt ein apt-get update. Es kann selbstverständlich sein, dass für Deinen Anwendungsfall wsl nicht ausreicht. Aber dann würde ich wohl eher eine native Linux-Installation hernehmen.


Last edited by musv on Wed May 16, 2018 5:44 pm; edited 1 time in total
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Yamakuzure
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PostPosted: Wed May 16, 2018 2:03 pm    Post subject: Reply with quote

musv wrote:
Yamakuzure wrote:
Cygwin hat eine eigene libc, basierend auf newlib. Das ist im Grunde genommen schneller als WSL, da alle Programme nativ unter Windows laufen, während bei WSL bei jedem Call ein Layer dazwischen liegt. Allerdings wäre es wirklich mal interessant, ein paar direkte Vergleiche durchzuführen...

Da wäre ich wirklich gespannt drauf. Meine letzten Versuche mit Cygwin liegen schon 3 Jahre zurück. Und z.B. ein find auf das Dateisystem loszulassen, war eine reine Katastrophe.
Also Dinge wie "find" und "grep s -R" brauche ich öfters. Im NTFS Dateisystem von Windows wohlgemerkt, und das geht recht flott.

Aaaaaber WSL gewinnt bei einigen Dingen deutlich in Punkto Geschwindigkeit. Diese beiden Aufrufe habe ich gleichzeitig durchgeführt, während der Rechner unter Last stand: Ich finde den Unterschied schon ziemlich extrem!

  • Cygwin
    Code:
    # (Gentoo) 15:00:16 SEden@CHH0711 ~ >
    time emerge -1 qtcore

    These are the packages that would be merged, in order:

    Calculating dependencies  ... done!
    [ebuild   R   *] dev-qt/qtcore-5.9.5:5/5.9::gentoo_prefix  USE="-debug icu (-systemd) {-test}" 0 KiB

    Total: 1 package (1 reinstall), Size of downloads: 0 KiB

    >>> Verifying ebuild manifests
    >>> Emerging (1 of 1) dev-qt/qtcore-5.9.5::gentoo_prefix
    >>> Installing (1 of 1) dev-qt/qtcore-5.9.5::gentoo_prefix
    >>> Jobs: 1 of 1 complete                           Load avg: 4.30, 7.04, 9.47

     * Messages for package dev-qt/qtcore-5.9.5:
     * Log file: /gentoo/var/log/portage/build/dev-qt/qtcore-5.9.5:20180516-130028.log

     * User patches applied.
    >>> Auto-cleaning packages...

    >>> No outdated packages were found on your system.

     * GNU info directory index is up-to-date.

    real    26m55.904s
    user    13m40.461s
    sys     12m44.222s

    # (Gentoo) 15:27:13 SEden@CHH0711 ~ >

  • WSL
    Code:
    # (Gentoo) 15:00:13 CHH0711 ~ >
    time emerge -1 qtcore

    These are the packages that would be merged, in order:

    Calculating dependencies  ... done!
    [ebuild  N    ~] dev-qt/qtcore-5.9.5:5/5.9::gentoo  USE="-debug icu -systemd {-test}" 0 KiB

    Total: 1 package (1 new), Size of downloads: 0 KiB

    >>> Verifying ebuild manifests
    >>> Emerging (1 of 1) dev-qt/qtcore-5.9.5::gentoo
    >>> Installing (1 of 1) dev-qt/qtcore-5.9.5::gentoo
    >>> Jobs: 1 of 1 complete                           Load avg: 0.52, 0.58, 0.59

     * Messages for package dev-qt/qtcore-5.9.5:
     * Log file: /var/log/portage/build/dev-qt/qtcore-5.9.5:20180516-130019.log

     * Generated gentoo-qconfig.h is empty
    >>> Auto-cleaning packages...

    >>> No outdated packages were found on your system.

     * Regenerating GNU info directory index...
     * Processed 87 info files.

    real    6m32.301s
    user    12m25.469s
    sys     7m18.859s

    # (Gentoo) 15:06:47 CHH0711 ~ >
Cygwin verliert deutlich bei allem, was umfangreiche Konfiguration (cmake, configure) benötigt. WSL kommt mit den den dauernden Forks wohl sehr viel besser klar, als die newlib-cygwin.

(ich habe mal etwas Platz gespart!)
Danke für die Erklärung, jetzt verstehe ich das mit der Tilde.

musv wrote:
Yamakuzure wrote:
Für alles was mit X zu tun hat, muss man das WSL mit Extraschritten quasi "pimpen".

Kommt darauf an, was du mit "pimpen" meinst. Ich musste nur Xming installieren und starten. Danach konnte ich grafische Anwendungen in der Bash einfach so starten. Den X-Server brauchst du aber in Cygwin genauso. Ich erinnere mich dunkel, dass ich da bei Cygwin so einige Probleme hatte.
Ah? Dann müsste das ja rein theoretisch auch mit dem Cygwin X-Server funktionieren. Das werde ich mal testen, jetzt wo ich wieder mit dem WSL rumspiele...

musv wrote:
Yamakuzure wrote:
…Win10 Prof. nur 64bit, nicht-implementierte Kernelfunktionen, direkter HW-Zugriff

alles korrekt. Das mit den Kernelfunktionen und der Hardware dürfte auch auf Cygwin zutreffen.
Natürlich. Es ging mir auch nur darum, dass besagte Obrigkeit schon sehr Wissensbefreit sein muss, um eine native Linuxinstallation mit der Begründung, es gäbe ja Cygwin/WSL, zu unterbinden, wenn man eben sowas benötigt. Cygwin hilft da natürlcih auch nicht weiter.

musv wrote:
Das mit der Bash in einer CMD versteh ich nicht. Du klickst auf die bash.exe in c:\Windows\Sytem32. Daraufhin öffnet sich eine Bash, die nichts mit der CMD zu tun hat.
Die bash.exe ist kein GUI-Programm, sondern ein Konsolenprogramm, welches von der CMD.exe ausgeführt wird.
Klick mal oben links auf das Icon, und dann ganz unten auf Eigenschaften. Dann hast du die CMD-Eigenschaftsseite vor dir.
Das Icon ist übrigens das Standard shell32.dll Icon. ;-)

Naja, wie dem auch sei. Es geht ja, wie du schon schriebst, auch um den Anwendungsfall.

Und ich nutze MinTTY eben um Vieles in meiner tagtäglichen Arbeit von einer Konsole aus zu erledigen, was unter Windows sonst nur per sehr umständlichem rumgeklicke gehen würde.

Heißt: Ich arbeite im Windows-Dateisystem. Und da fühle ich mich mit Cygwin halt halt noch wohler, da dies die Windows-ACLs versteht.

Aber ich werde das mal testen, ob die X-Nutzung jetzt tatsächlich so einfach geht. Das wäre prima! Dann könnte ich vielleicht auch endlich endlich wieder mit kde-apps/konsole arbeiten. Die Version von Cygwin friert nämlich gerne mal ein, was beim durchschauen längerer Logs nicht so praktisch ist.
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Yamakuzure
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PostPosted: Thu May 17, 2018 11:25 am    Post subject: Reply with quote

seufz Ich habe gerade ein blödes Problem in WSL gefunden. Die CPU load average Werte sind hardcodiert.

Portage wollte gerade 23/310 packages mergen, da ich "--load=4.0" in meinen EMERGE_DEFAULT_OPTS habe, aber immer eine Last von 0.52 gemeldet wird.

Es kann also durchaus sein, dass WSL dadurch so viel schneller als Cygwin beim Bauen von qtcore war.
"MAKEOPTS="-j5 -l4"" würde ja das gleiche Problem haben.
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musv
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PostPosted: Thu May 17, 2018 12:59 pm    Post subject: Reply with quote

Yamakuzure wrote:
seufz Ich habe gerade ein blödes Problem in WSL gefunden. Die CPU load average Werte sind hardcodiert.

*lol*

Tja, M$ ist halt noch immer M$.
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Yamakuzure
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PostPosted: Fri May 18, 2018 7:30 am    Post subject: Reply with quote

musv wrote:
Yamakuzure wrote:
seufz Ich habe gerade ein blödes Problem in WSL gefunden. Die CPU load average Werte sind hardcodiert.

*lol*

Tja, M$ ist halt noch immer M$.
Naja... Nüchtern betrachtet bedeutet WSL nicht das Ende des Abendlandes.

Schaut euch das GitHub Projekt "Microsoft/WSL" ruhig mal entspannt an. 944 Issues!

Momentan baue ich gerade llvm-6.0.0-r1 mit gcc-8.1.0 (Das geht auf WSL, unter Cygwin/Prefix ist gcc-6.4 das aktuelle Maximum), danach baue ich unter Cygwin nochmal qtcore, aber ohne Load-Bremse.
Ich schätze, WSL wird wegen der vielen Forks im Build-System immer noch schneller sein, aber sicher nichtmehr um 433%!
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Yamakuzure
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PostPosted: Fri May 18, 2018 10:28 am    Post subject: Reply with quote

Yamakuzure wrote:
danach baue ich unter Cygwin nochmal qtcore, aber ohne Load-Bremse.
Ich schätze, WSL wird wegen der vielen Forks im Build-System immer noch schneller sein, aber sicher nichtmehr um 433%!
Wie ich es mir gedacht habe. Cygwin ist immernoch langsamer, braucht aber "nur" noch 1,75 Minuten länger als WSL:
Code:
# (Gentoo) 12:02:47 SEden@CHH0711 ~ >
time emerge -1 qtcore

These are the packages that would be merged, in order:

Calculating dependencies  ... done!
[ebuild   R   *] dev-qt/qtcore-5.9.5:5/5.9::gentoo_prefix  USE="-debug icu (-systemd) {-test}" 0 KiB

Total: 1 package (1 reinstall), Size of downloads: 0 KiB

>>> Verifying ebuild manifests
>>> Emerging (1 of 1) dev-qt/qtcore-5.9.5::gentoo_prefix
>>> Installing (1 of 1) dev-qt/qtcore-5.9.5::gentoo_prefix
>>> Jobs: 1 of 1 complete                           Load avg: 2.58, 4.58, 6.25

 * Messages for package dev-qt/qtcore-5.9.5:
 * Log file: /gentoo/var/log/portage/build/dev-qt/qtcore-5.9.5:20180518-100301.log

 * User patches applied.
>>> Auto-cleaning packages...

>>> No outdated packages were found on your system.

 * GNU info directory index is up-to-date.

real    8m10.284s
user    11m42.706s
sys     12m13.393s

# (Gentoo) 12:11:05 SEden@CHH0711 ~ >

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LuxJux
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Joined: 01 Mar 2016
Posts: 305

PostPosted: Fri May 18, 2018 9:39 pm    Post subject: Reply with quote

Na, ihr habt Probleme. Bei meinem Windows8.1-update kommt immer nur

Code:
We cannot complete the updates.
Undoing changes.
Restarting


Hoffentlich hab ich die Kurve nicht zu eng genommen.
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ChrisJumper
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Joined: 12 Mar 2005
Posts: 2234
Location: Germany

PostPosted: Sat May 19, 2018 8:41 pm    Post subject: Reply with quote

musv wrote:
Yamakuzure wrote:
seufz Ich habe gerade ein blödes Problem in WSL gefunden. Die CPU load average Werte sind hardcodiert.

*lol*

Tja, M$ ist halt noch immer M$.


:D

Herrlich. Aber ich kann die Software-As-Service Angebote eh nicht mit gutem Gewissen nutzen wenn sie mir angeboten werden. Wenn ich sie anderen anbiete und die Quellen auch Open Source sind natürlich schon.

Microsoft werfe ich Ihr verhalten aber nicht mal vor, es sind die Kunden die es nicht anders verdient haben.

Trotzdem hoffe ich das "unser Linux" die Kommerzialisierung überlebt. Noch haben wir ja keine Distribution, welche die Desktop-Suche, z.B. bei Gnome 3 ins Internet trägt. Dafür bin ich Gentoo jeden Tag dankbar! Aber da ist ja immer noch x11-wm/i3...
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Klaus Meier
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Joined: 18 Apr 2005
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PostPosted: Tue May 07, 2019 1:41 pm    Post subject: Vor über drei Jahren erstellt, ich komme immer wieder drauf Reply with quote

drauf zurück.
https://www.heise.de/developer/meldung/Build-2019-Windows-bekommt-ein-zeitgemaesses-Terminalfenster-4415169.html
https://www.theverge.com/2019/5/6/18534687/microsoft-windows-10-linux-kernel-feature
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musv
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Joined: 01 Dec 2002
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PostPosted: Thu May 09, 2019 10:36 am    Post subject: Reply with quote

Sind schlechte Neuigkeiten.

Da in unserem Unternehmen zur Zeit M$-Brainwashing ziemlich viel Erfolg hat, wäre das ein weiterer Grund, Linux-Server ganz abzuschaffen und die Services nur noch als Docker in Windows laufen zu lassen.

Bei der Virtualisierung geht momentan alles ziemlich stark in Richtung Hyper-V. Und ich kann durchaus sagen, dass Hyper-V die beschissenste Virtualisierungslösung ist, mit der ich in den letzten 20 Jahren zu tun hatte. Aber da die Lizenz- und Hardwarekosten halt günstiger sind als bei den anderen Anbietern, ist unser Chef halt glücklich - im Gegensatz zu uns.
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schmidicom
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Joined: 09 Mar 2006
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Location: Schweiz

PostPosted: Thu May 09, 2019 10:52 am    Post subject: Reply with quote

musv wrote:
Aber da die Lizenz- und Hardwarekosten halt günstiger sind als bei den anderen Anbietern...

Mit welcher Rechenmethode soll das denn günstiger sein?

Die Hardware bleibt ja in jedem Fall sie selbe, egal ob darauf nun Hyper-V(also Windows Server), VMWare oder KVM installiert wird. Und das die Lizenz für einen Windows Server der sich als Hypervisor eignet (müsste ja fast die "Datacenter" Edition oder so sein) günstiger sein soll als die Lizenzen bei VMWare bezweifle ich ebenfalls.
_________________
GPG: 0x3FC78AEE51E5FB95
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Klaus Meier
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Joined: 18 Apr 2005
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PostPosted: Mon May 13, 2019 8:30 am    Post subject: Reply with quote

Die Frage ist doch, was passiert bei Microsoft und wie sehen sie sich? Fakt ist, dass Windows für das Geschäft immer unbedeutender wird. Die verdienen mehr mit ihren Cloud-Diensten. Die Weiterentwicklung von Windows ist aber nicht ganz billig. Und aktuell hat man Win10 so verkackt, da müsste eigentlich eine komplette Neuentwicklung her. Wenn man sieht, wie schon fast jedes Securityupdate Probleme bereitet. Aber die Krönung sind doch die halbjährlichen Featureupdates. Das letzte nannte sich 1809 und wurde dann im Februar wirklich an alle ausgeliefert. Das Teil (ich habe es gleich installiert, bevor es zurückgezoen wurde) hat bei mir die Platte umpartitioniert. Aus sda4 wurde sda5, aus sda5 wurde sda6 usw. Oh was war ich begeistert. 1903 wurde dann schon vor der Veröffentlichung auf Ende Mai verschoben. Und was hatte 1809 für neue Features? Ein Clipboard in der Cloud und ein dunkles Theme. Dafür zerschießt man sich das ganze System (also auch die, die nur Windows nutzen).

Muss man ganz klar sagen, Microsoft hat Windows nicht mehr im Griff. Es gibt doch die Insiderversionen zum Testen. Da wurden ja auch Fehler gemeldet, Microsoft hat da aber nicht drauf reagiert und den Schrott so ausgeliefert.

Wie würdet ihr reagieren, wenn ihr ein Produkt habt, welches kaputt ist, viel Aufwand erfordert und immer weniger einbringt wenn man sich woanders einfach bedienen kann? Es ist ja nicht nur, das Windows einen Linuxkernel bekommt, Microsoft ist inzwischen auch sehr stark an der Entwicklung des Linuxkernels beteiligt. Man sieht es ja schon bei der Installation. Ich habe mir Weihnachten einen neuen Rechner gebaut. Windows mit dem MCT installiert. Es wird empfohlen, bei der Installation KEINEN Key einzugeben. Das Teil lief dann ca. 3 Monate, bis Windows mal nach einem Key fragte. Ich hatte noch einen von einem alten Laptop mit Win7, das ich aber mal auf 10 aktualisiert hatte. Der ging ohne Probleme. Ich meine, bei Heise hat mal jemand gesagt, das geht auch mit Schlüsseln, die nie auf 10 aktualisiert wurden. Und ansonsten bekommst du bei Amazon einen Pro-Key für 5,99€. Ok, habe es mir mal angeschaut, diese Keys funktionieren nicht bei der Installation, man muss sie hinterher eingeben, des diese Meldung bei der Installation. Also richtig Geld kommt auf diese Tour nicht ins Haus. Keine Ahnung, was ein OEM so an Microsoft zahlt.
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musv
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Joined: 01 Dec 2002
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PostPosted: Mon May 13, 2019 6:15 pm    Post subject: Reply with quote

Ich kann's nur von unserer Firmenpolitik aus beurteilen.

Wir sind im Linuxbereich praktisch dazu gezwungen, Enterprise-Distributionen zu verwenden. Den eigentlichen Grund dafür vermute ich einfach darin, dass ein Sündenbock zur Verfügung stehen muss, wenn halt was schief geht. Jetzt sollte ich einen NFS-Cluster auf RHEL-Basis installieren. Dazu bietet sich Ceph als Clusterdateisystem an. Redhat stellt das Paket auch zur Verfügung, will aber in der kleinsten Variante 25.000€ / Jahr dafür haben.

Und an dem Punkt wird das immer schwerer. Bei uns verdrängt Hyper-V nach und nach alle anderen Virtualisierungslösungen. Xen wurde bei uns sehr gern verwendet. Aber Xen hat ein Problem, dass NFS als Storage auf dem Hypervisor in voller Geschwindigkeit in der VM aber nur mit sehr niedriger Geschwindigkeit ankommt. Eine Lösung für den Bug haben sie nicht gefunden. Also portieren wir leider immer mehr VMs von Xen auf Hyper-V.

VMWare ist keine Option, da die wesentlich teurer als die anderen Anbieter sind. Das mag von der Qualität her gerechtfertigt sein. Aber die Kostenverantwortlichen entscheiden eben nicht nach Qualität sondern nach den Kosten. Und gespart werden muss bekanntlicherweise immer und überall.

Und ja Klaus hat durchaus Recht damit, dass das Cloudgeschäft der Gewinnbringer für M$ ist. Das hat der Nutella bei seinem Antritt 2014 auch als Strategie verkündet. M$ ist wesentlich open-source-freundlicher geworden. Dabei drängen sie aber massiv in frühere Linux-Bastionen. Und durch ihre Business-Lösungen, für die es im Linuxbereich keine äquivalenten Produkte gibt, verdrängen sie auch Linuxlösungen, die eigentlich wesentlich besser und etablierter waren.

Beispiel: M$-Office ist Quasistandard. Mag man gut finden oder nicht (ich komm mit LO besser klar). Aber an M$-Office kommt man im Firmenbereich nicht vorbei. Zu Outlook mit Exchange gibt's auch wenige Alternativen. Durch Teams (noch im Aufbau) und Skype for Business (Skype ist im Privatbereich tot, im Firmenumfeld aber Standard) ist das ganze Zeug so derart miteinander verzahnt, dass man eigentlich keine Ausweichmöglichkeit auf Alternativen hat.

Das ganze Geraffel muss irgendwo laufen. Entweder betreibt man selbst die Hypervisor oder man bringt das Zeug gleich in die M$-Cloud. Betreibt man das selbst, braucht man logischerweise Window-Server. Und die Serverlizenzen bekommt man kostenlos, wenn man Hyper-V kauft.

Bei uns wird derzeit das ganze Mailsystem und Office (O365) in die M$-Cloud verlagert. Dadurch spart man sich das Patchen, den Installationsaufwand und die Hardware. Günstiger wird's trotzdem nicht, da M$ mit jedem Jahr die Hände weiter aufhält.

Und zu Windows 10: Auch da muss man etwas realistisch bleiben. Egal, wie schlecht Windows 10 ist, Windows 7 erreicht am 14.01.2020 das Supportende. Danach geht das Dilemma wie bei WinXP wieder los. An München, Wien und die niedersächsichen Finanzämtern hat man gesehen, dass man im Verwaltungsbereich schlecht an Windows als Clientsystem vorbeikommt. Wieviele schwarze Koffer da gewandert sein mögen, lassen wir auch mal dahingestellt. Und auch wenn Windows eventuell unbedeutender für M$ wird, sie haben auf dem Desktop damit noch immer das Monopol. Und egal, wie kaputt die Updates sind, sie können es sich erlauben. Sie haben das Monopol.

Die nächste interessante Stufe wird Windows as a Service. Mag im Firmenumfeld funktionieren. Bin mal gespannt, ob das bei den Privatnutzern eine Chance haben wird.
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Klaus Meier
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PostPosted: Mon May 13, 2019 6:34 pm    Post subject: Reply with quote

Hallo Musv, ich habe ja auch nicht behauptet, dass Windows durch Linux abgelöst wird. Die Frage ist nur, wie wird Windows in 5 Jahren aussehen? Das war mein Ansatz. Und das ist meine Meinung, dass sie da immer mehr von außen nehmen, als alles selber zu stemmen. Ich gehe nicht davon aus, dass die Anwender zu Linux wechseln, nur weil Windows kaputt ist. Aber es ist sehr wahrscheinlich, dass Microsoft sich so weit wie möglich woanders bedient. Es deutet vieles darauf hin. Schau dir die Gamer an. Die Performance der Linux-Treiber für Grafikkarten ist aktuell auf Augenhöhe mit Windows. Selbst das ist kein Problem mehr.

Ob das nun gut oder schlecht für Linux oder uns ist, das ist eine ganz andere Frage. Du schreibst es ja selber, je besser Windows wird, um so schlechter wird es für andere. Wenn sie halt genau so etwas anbieten wie Red Hat, dann sind sie in den Unternehmen besser drin. Das wäre dann erst mal schlecht für Red Hat. Aber das Beste daran ist, egal was Microsoft macht, Linux kann man nicht aufkaufen. Wenn einem etwas nicht passt, dann gibt es halt einen Fork. Und bislang hat Microsoft noch jede Software kaputt bekommen, die sie aufgekauft haben.
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ChrisJumper
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Joined: 12 Mar 2005
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PostPosted: Thu May 16, 2019 11:42 pm    Post subject: Reply with quote

Klaus Meier wrote:
Die Frage ist doch, was passiert bei Microsoft und wie sehen sie sich? Fakt ist, dass Windows für das Geschäft immer unbedeutender wird. Die verdienen mehr mit ihren Cloud-Diensten.


Hi Klaus Meier,

die Computerbranche befindet sich im Umbruch. Ich empfehle dir Shoshana Zuboff mit "Im Zeitalter des Überwachungskapitalismus" Hier ein interview. Dann verstehst du warum sich sowohl Google als auch alle anderen großen IT-Unternehmen Anfang der 2000 Jahre neu ausgerichtet haben und womit diese Unternehmen ihr Geld verdienen.

Als ich aufgewachsen bin war ein Computer etwas vertrauliches, ein Gegenstand wie meine eigenen Legosteine und Code ist das auf eine gewisse Art bis heute. Werkzeuge hintergehen einen nicht.

Aber das hat sich verändert. Für einen jungen Menschen schaut dich das Werkzeug an und denkt sich, wie kann es aus dieser Partnerschaft das meiste Geld ziehen. Ein bisschen wie bei dem Affen-Selfie.

Das Problem dabei ist aber nun das nicht nur Produkte darauf ausgerichtet werden. Nein auch die Werkzeuge zur Software-Erstellung richten sich danach aus. Man sieht das schon sehr gut im Smartphone-Universum. Wo ja ein "normaler PC oder normale Software" nie einen Fuß fassen konnten. Auch hat sich in dessen Markt keine vernünftige Software von der Kunden-Evolution profitiert sondern jene die sich selbst, aus Daten der Kunden am schnellsten und effizientesten an die jeweiligen Kunden anpasst. Finanziert wird das durch den Verkauf der Daten des Kunden. Ist ein bisschen so wie der neue Vibrator für Frauen der sich halt schöner Anfühlt wenn er den weiblichen Körper vermisst und alles mit der Cloud teilt.

Das Problem dabei ist nicht das den Nutzern geholfen wird oder die erstmalige zufrieden sind. Das Problem ist die Entwicklung, die Aufgrund der Nutzerumgewöhnung, die sich immer hilfloser fühlen ohne die Führung der Programme. Bequemlichkeit wird da zur Belästigung....

Grüße
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