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Microsoft und Github
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ChrisJumper
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Joined: 12 Mar 2005
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PostPosted: Mon Jun 04, 2018 3:49 pm    Post subject: Microsoft und Github Reply with quote

Nachdem Microsoft github übernommen hat, stellt sich mir die Frage ob ich Code der von einem git(HUB) Depot anders bewerten sollte.

Wenn ich jetzt die Wahl hab würde ich lieber auf Quellcode und Overlays verzichten die dort gehosted werden. Vielleicht ziehen ja einige zu Gitlab um...

Werde am Wochenende mal ein paar E-Mails versenden mit der bitte/Anregung zu Migration.

Edit:Hatte Githup statt Github geschrieben :oops:


Last edited by ChrisJumper on Tue Jun 05, 2018 8:16 pm; edited 3 times in total
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mv
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Joined: 20 Apr 2005
Posts: 6184

PostPosted: Mon Jun 04, 2018 8:47 pm    Post subject: Reply with quote

Ich zögere noch aus verschiedenen Gründen:
  1. Vor Jahren hatte ich die Wahl zwischen Gitlab und Github. Damals hatte Gitlab einen Nachteil, der es für Gentoo unbrauchbar machte: Es gab keine reproduzierbaren Tarballs für Tags, d.h. man konnte nur Live-Ebuilds machen. ("Normale" Ebuilds brauchen einen Tarball mit einer festen Adresse und unveränderlichem Inhalt wegen der Checksumme.) Man hätte also zusätzlich noch die Source-Tarballs irgendwo anders hosten müssen.
  2. Bei Paketen mit Autotools enthält die Release normalerweise Files, die man nicht im Repository speichern möchte (z.B. ./configure). Dies ist ebenfalls ein Problem, das ein separates Hosten des Tarballs notwendig macht. Bei Github kamen irgendwann echte "Releases" dazu, für die man beliebige Dateien (also insbesondere Release-Tarballs sowie ggf. gpg-Unterschrift) hochladen konnte.
  3. Inzwischen weiß ich es auch zu schätzen, dass man bei Github auch alpha-Versionen als Tarballs herunterladen kann, also anhand der SHA1 ohne dass man dafür extra taggen muss. Das erlaubt so ein Zwischending aus "normalem" und "live"-Ebuild, etwa für schnelle Bugfixes, ohne dass man gleich offiziell releasen muss.
  4. Von gitlab speziell habe ich auch viele Bedenken wegen des proprietären Codes gehört.
Wie ist da der aktuelle Stand bei Gitlab oder anderen Alternativen?
Vor allem die ersten 2-3 Punkte sind m.E. sehr wichtig: Wenn man die Tarballs sowieso woanders hosten muss, ist das Ganze für Gentoo-bezogene Projekte inpraktikabel. Gerade diese ersten Punkte werden auf dem Vergleich bei gitea nicht angesprochen, was kein gutes Zeichen ist.

Edit: Bemerkung zum früheren Betreff entfernt


Last edited by mv on Wed Jun 06, 2018 11:48 am; edited 1 time in total
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schmidicom
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Joined: 09 Mar 2006
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PostPosted: Tue Jun 05, 2018 8:06 am    Post subject: Reply with quote

Die Beispiele der Vergangenheit (Skype und Nokia um mal nur zwei zu nennen) zeigen ja wie sich die meisten Projekte/Unternehmen/Produkte nach einer Übernahme durch Microsoft "entwickelt" haben. Und dann wäre da auch noch, unabhängig von Microsoft, der Vorfall mit SourceForge welcher ebenfalls ziemlich deutlich zeigt wie sowas enden kann.
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Yamakuzure
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Joined: 21 Jun 2006
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PostPosted: Tue Jun 05, 2018 8:52 am    Post subject: Reply with quote

Ich bin da enstpannt. GitHub wollte verkaufen, und lieber Microsoft als Oracle. Microsoft hat selbst allein 1.800 Repos auf GitHub für sich, und über 800 allein für Azure. Und nochmal hunderte für andere Accounts.
Seit Steve Balmer weg ist, hat sich bei Microsoft viel getan. Es ist immer noch Microsoft, aber die Welt wird nicht gleich untergehen.

Ich werde ersteinmal bei GitHub bleiben und schauen, wie sich das entwickelt. Solange sie mir keinen (kostenpflichtigen) Azure-Account aufzwingen wollen, ist alles gut.

(Werden sie auch nicht. Die wissen ganz genau wie einfach es wäre woanders hin umzuziehen.)
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l3u
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Joined: 26 Jan 2005
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PostPosted: Tue Jun 05, 2018 5:56 pm    Post subject: Reply with quote

Und wenn dann doch die Welt untergehen sollte, dann ist ja netterweise jedes ausgecheckte Repository ein vollständiges und kann immer noch woanders hin umziehen. Außerdem steht es ja jedem frei, seinen eigenen git-Server zu betreiben (so wie ich das z. B. für meine Projekte mache).
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mv
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Joined: 20 Apr 2005
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PostPosted: Wed Jun 06, 2018 11:47 am    Post subject: Reply with quote

l3u wrote:
Außerdem steht es ja jedem frei, seinen eigenen git-Server zu betreiben

Für öfftentliche Repositories brauchst Du dazu einen Rechner, der dauerhaft online ist und musst entsprechend für die Anbindung bezahlen. Oder Du musst einen Rechner mieten und dafür noch mehr bezahlen.
Deswegen fand ich es so wichtig, die tarballs auf github hosten zu können. Freie Möglichkeiten dafür gibt es nämlich wenig: eix beispielsweise ist (aus Protest) von sourceforge nach berliOS umgezogen. Letzteres hat zugemacht. Dann gab es endlich github als nahezu letzte Ausweichmöglichkeit. Und jetzt?
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Yamakuzure
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Joined: 21 Jun 2006
Posts: 2225
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PostPosted: Wed Jun 06, 2018 11:59 am    Post subject: Reply with quote

l3u wrote:
Und wenn dann doch die Welt untergehen sollte, dann ist ja netterweise jedes ausgecheckte Repository ein vollständiges und kann immer noch woanders hin umziehen. Außerdem steht es ja jedem frei, seinen eigenen git-Server zu betreiben (so wie ich das z. B. für meine Projekte mache).
Ich habe sogar git Repositories in meinem Mega-Account für meine Mass Effect 1-3 und SW KotoR 1&2 Spielstände, weil der EA Cloud-Server so kacke ist.

Linus Torvalds hat der Welt mit der Erfindung von git einen immensen Dienst erwiesen.
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l3u
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PostPosted: Sat Jun 09, 2018 9:15 am    Post subject: Reply with quote

Yamakuzure wrote:
Linus Torvalds hat der Welt mit der Erfindung von git einen immensen Dienst erwiesen.

So ist es :-)
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