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schmidicom
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PostPosted: Thu Feb 28, 2013 7:46 pm    Post subject: Reply with quote

Jean-Paul wrote:
KDE soll soll super modular aufgebaut sein, soll heißen, du kannst sehr detailliert bestimmen was du haben willst ohne 100te von depends mitinstallieren zu müssen die du nicht brauchst.

Da wäre ich aber verdammt vorsichtig!

Meiner persönlichen Erfahrung nach läuft der KDE, sagen wir mal "runder", wenn einige Teile nicht fehlen sondern über die persönlichen Systemeinstellungen deaktiviert werden. Ich bin auch kein Fan von Nepomuk, Strigi, Virtuoso und der gleichen aber scheinbar ist es von den KDE-Devs nicht mehr wirklich vorgesehen ihren DE ohne diese Dinge zu betreiben. Wer also so etwas unter keinen Umständen auch nur in die Nähe seines Linux kommen lassen will sollte sich ernsthaft überlegen ob der KDE auch wirklich das richtige/passende ist.
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Jean-Paul
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PostPosted: Thu Feb 28, 2013 8:42 pm    Post subject: Reply with quote

Oh, so war das gar nicht gemeint - einfach etwas weglassen.

Bei den meisten Distris hast du die Möglicheit ein "KDE-Full" oder ein "KDE-Light" zu installieren. Beim einen hast du Zeug mit drauf, das du (vielleicht) nicht willst, beim anderen fehlt die etwas und wenn du es nach installierst hast du wieder ein KDE-Full.

Bei Chakra soll dies so nicht der Fall sein.
Ich habe es aber selbst nie installiert. Zum einen ist es binär, zum anderen KDE-Only - ich bin aber GTK-fixiert.

Jean-Paul
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musv
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PostPosted: Tue Mar 12, 2013 1:37 pm    Post subject: Reply with quote

So, ich geb mal eine kleine Rückmeldung. Hatte in den letzten Tagen nicht wirklich viel Zeit.

Suse hab ich runtergehauen und Chakra installiert, dabei hab ich die normale HDD noch durch eine SSD ersetzt.

Während Suse mit der integrierten HDD ca. 1 Minute bis zum Desktop brauchte, ist das bei Chakra in weniger als 10 Sekunden erledigt. Der Bootvorgang dauert ca. 2-3 Sekunden. Die restliche Zeit wird für das Starten der SSD benötigt. Runterfahren geht auch in ca. 2 Sekunden.

Für mich schwierig ist noch immer pacman. Muss mich erst mal damit noch etwas auseinandersetzen.

Beispiele:
  • Installiert man irgendwelche Pakete, werden einem optionale Abhängigkeiten angeboten. Dabei hab ich aber keine Ahnung, wie ich die optionalen Pakete als Abhängigkeit zu den explizit installierten Paketen kennzeichne. Soweit ich das bisher mitbekommen hab, gibt's halt nur Abhängigkeiten und explizit installierte Pakete. An der Stelle fehlen mir sowas wie die USE-Flags. D.h. wenn ich ein optionales Paket installier, würde ich auch gern von Pacman eine Nachricht bekommen, dass ich das optionale Paket wieder runterschmeißen kann, sofern das Hauptpaket deinstalliert wurde. Sowas wie /var/lib/portage/world, wo ich auch mal einen direkten Blick reinwerfen kann, fehlt mir an der Stelle auch noch.
  • Eventuell muss ich noch ein paar Repositories hinzufügen. Momentan kann ich eintippen:
    Code:
    pacman -S gimp
    und bekommen eine Meldung, dass es das Paket Gimp nicht gibt. Auch pacman -Ss gimp findet nichts. Selbiges Problem hatte ich mit lshw. An der Stelle fehlt mir bei pacman einfach noch eine bessere Übersicht, welche Pakete es in welchen Rubriken gibt. Bei Gentoo geh ich halt zur Not in /usr/portage/$rubrik rein. Sowas hab ich bei Chakra/Arch noch nicht gefunden.


Insgesamt macht Chakra aber einen ganz passablen Eindruck. Da ich auf Arbeit Arch eh schon seit einiger Zeit in einer VMWare nutz, werd ich wohl bei Chakra bleiben. Dumm bei Arch find ich halt, dass ich bei so ziemlich jeder Pacman-Update-Panne googlen muss. Die Lösungen sind leider häufig nicht aus den Fehlermeldungen herleitbar.
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franzf
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PostPosted: Tue Mar 12, 2013 3:01 pm    Post subject: Reply with quote

musv wrote:
Suse hab ich runtergehauen

Da ich hier auch nen Laptop hab, der mir fürs Gentoopflegen zu langsam wird, überleg ich mir da ne binary distro draufzuhauen. Hatte da eigentlich an Suse gedacht.
War es letztlich der langsame Boot, wegen dem du es runter gehauen hast, oder gab's andere Probleme?
Morgen um die Zeit gibts ja opensuse 12.3 - ich hätte dann direkt das genommen.

Und als kleiner Nebenkriegsschauplatz an alle Erfahrenen:
Meine Internetverbindung ist - aus dem letzten Jahrtausend. Ich bin immer froh wenn ich ein kleines Gentoo minimal Image gezogen bekomme. Große install DVDs schrecken mich immer ab. Vor allem für upgrades alle 6 Monate ist das dann Horror.
Gibt es Distros, die das mittlerweile on-the-fly hinbekommen, also Upgrade OHNE Neuinstallation/neuer install DVD?
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Jean-Paul
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PostPosted: Tue Mar 12, 2013 5:13 pm    Post subject: Reply with quote

Hi,

musv wrote:
Installiert man irgendwelche Pakete, werden einem optionale Abhängigkeiten angeboten. Dabei hab ich aber keine Ahnung, wie ich die optionalen Pakete als Abhängigkeit zu den explizit installierten Paketen kennzeichne. Soweit ich das bisher mitbekommen hab, gibt's halt nur Abhängigkeiten und explizit installierte Pakete. An der Stelle fehlen mir sowas wie die USE-Flags. D.h. wenn ich ein optionales Paket installier, würde ich auch gern von Pacman eine Nachricht bekommen, dass ich das optionale Paket wieder runterschmeißen kann, sofern das Hauptpaket deinstalliert wurde. Sowas wie /var/lib/portage/world, wo ich auch mal einen direkten Blick reinwerfen kann, fehlt mir an der Stelle auch noch.

Da hast du gleich die Schwachstelle erwischt.
Es gibt tatsächlich nur Abhängigkeiten und explizit installierte Pakete. Optionale Pakete musst du separat installieren, eine Zuordnung zum eigentlichen Paket gibt es imho nicht.
Insgesamt ist pacman im Vergleich zu portage fast als primitiv anzusehen. Richtig Spass macht es, wenn du 100 Pakete zum Update bekommst und auch nur eines davon rumzickt - pacman bricht in diesem Fall das komplette Update ab.

musv wrote:
Eventuell muss ich noch ein paar Repositories hinzufügen.

Ja, in der pacman.conf "extra" und "community" freischalten. Denn gimp sollte eigentlich zu finden sein, es sei denn chakra bietet es erst gar nicht an, weil total gtk-verseucht :D

Jean-Paul
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fuchur
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PostPosted: Tue Mar 12, 2013 7:30 pm    Post subject: Reply with quote

Hi
franzf wrote:
...
...
Und als kleiner Nebenkriegsschauplatz an alle Erfahrenen:
Meine Internetverbindung ist - aus dem letzten Jahrtausend. Ich bin immer froh wenn ich ein kleines Gentoo minimal Image gezogen bekomme. Große install DVDs schrecken mich immer ab. Vor allem für upgrades alle 6 Monate ist das dann Horror.
Gibt es Distros, die das mittlerweile on-the-fly hinbekommen, also Upgrade OHNE Neuinstallation/neuer install DVD?

Bei debian hatte ich in diesem Bereich noch nie probleme. Sprich habe hier einen Installation die von damals woody stable kam und
dann auch mit mehreren sprüngen zum jetzigen stable upgedatet wurde.

Suse habe ich in diesem Bereich noch keine Erfahrung habe aber auch dort schon ein bisschen "rumgespielt" bezüglich unterschiedlichem "repos".
Lief eigentlich problemlos. Andersrum kannst du ja dort auch "Tumbleweed" benutzen und hast dann eine rolling releas.
Noch etwas. Bezüglich der bootzeit bei Suse, wenn man seinen eigenen/angepassten Kernel für Suse baut wird sich das Problem auch erledigt haben (habe
es noch nicht ausprobiert ist nur eine Vermutung).

MfG
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musv
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PostPosted: Tue Mar 12, 2013 10:50 pm    Post subject: Reply with quote

Jean-Paul wrote:
Da hast du gleich die Schwachstelle erwischt. Es gibt tatsächlich nur Abhängigkeiten und explizit installierte Pakete. Optionale Pakete musst du separat installieren, eine Zuordnung zum eigentlichen Paket gibt es imho nicht. Insgesamt ist pacman im Vergleich zu portage fast als primitiv anzusehen. Richtig Spass macht es, wenn du 100 Pakete zum Update bekommst und auch nur eines davon rumzickt - pacman bricht in diesem Fall das komplette Update ab.

Ok, dachte ich mir schon fast, als ich dann gestern noch das Pacman-Wiki durchgelesen hab. Wenigstens hab ich eine Option gefunden, mit der man sich sämtliche explizit installierten Pakete anzeigen lassen kann.

franzf wrote:
musv wrote:
Suse hab ich runtergehauen
War es letztlich der langsame Boot, wegen dem du es runter gehauen hast, oder gab's andere Probleme?

Die 12.3. soll angeblich schneller sein. Es war nicht nur die Bootzeit. Auch als ich Firefox starten wollte, brauchte der so 10 Sekunden (konventionelle HDD). Das dürfte trotzdem nicht sein.

Suse bringt auch viele Eigenentwicklungen ein. Bei einem Update siehst du dann 5-10 Pakete in der Updateliste, die da "OpenSuse-Update" heißen. D.h. du entfernst Dich dadurch immer weiter von Standard-GNU/Linux.

Jean-Paul wrote:
Da hast du gleich die Schwachstelle erwischt. Es gibt tatsächlich nur Abhängigkeiten und explizit installierte Pakete. Optionale Pakete musst du separat installieren, eine Zuordnung zum eigentlichen Paket gibt es imho nicht. Insgesamt ist pacman im Vergleich zu portage fast als primitiv anzusehen. Richtig Spass macht es, wenn du 100 Pakete zum Update bekommst und auch nur eines davon rumzickt - pacman bricht in diesem Fall das komplette Update ab.

Ok, dachte ich mir schon fast, als ich dann gestern noch das Pacman-Wiki durchgelesen hab. Wenigstens hab ich eine Option gefunden, mit der man sich sämtliche explizit installierten Pakete anzeigen lassen kann.

Das mit dem Totalabbruch kenn ich schon von Arch. Könnte man durchaus als notwendig erachten, um die Konsistenz des Gesamtsystems garantieren zu können.

fuchur wrote:
Noch etwas. Bezüglich der bootzeit bei Suse, wenn man seinen eigenen/angepassten Kernel für Suse baut wird sich das Problem auch erledigt haben

Hatte ich mal unter Arch ausprobiert. Hatte den Vanilla-Kernel gezogen, konfiguriert und compiliert. Konnte das Arch auch zum Booten bewegen. Die Probleme kamen dann mit den Updates. Wenn irgendwelche Pakete Kernelmodule bauen wollten, fanden sie die Kernel-Sourcen nicht. Um in Arch eigene Kernelsourcen zu integrieren, muss man das halbe System umschreiben. Siehe Arch-Wiki. Das war mir dann schon beim ersten Update zu blöd.
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fuchur
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PostPosted: Wed Mar 13, 2013 10:54 pm    Post subject: Reply with quote

Hi
franzf wrote:
...
...
Und als kleiner Nebenkriegsschauplatz an alle Erfahrenen:
Meine Internetverbindung ist - aus dem letzten Jahrtausend. Ich bin immer froh wenn ich ein kleines Gentoo minimal Image gezogen bekomme. Große install DVDs schrecken mich immer ab. Vor allem für upgrades alle 6 Monate ist das dann Horror.
Gibt es Distros, die das mittlerweile on-the-fly hinbekommen, also Upgrade OHNE Neuinstallation/neuer install DVD?

Suse definitiv nicht. Wie gesagt Installer bei Neuinstallation top aber:
Habe gerade von 12.2 auf 12.3 upgedatet.
1. Mein grub wurde ohne nachfrage durch suses grub2 ersetzt und auch in den MBR geschrieben bzw. davon gebootet.
2. Durchbooten mag er nicht mehr, ich zitiere:
Quote:
Welcom to emergency mode.
Use "systemctl default" or ^D to enter default mode

Kenne das gekasper mit systemctl und irgend welche kryptischen befehlen eingeben von fedora weil das system nicht bootet.
Werde mir natürlich auch nicht die mühe machen das zu untersuche oder zu reparieren. Wofür auch, habe hier mein gentoo und
debian. Und das ein System bei einer binary distro mit Standarte Kernel nicht hochfährt gab es bei mir auch noch nie. Suse werde
ich für mich halt jetzt nach der anfänglichen sehr Positiven Erstinstallation auch nur noch als schort Distro bezeichnen.
[ironie]Oder habe ich mir da eine Virus oder Wurm eingefangen? Auf Linux Systemen ohne systemctl und hatte noch nie bootprobleme
nach upgrades[/ironie]

MfG
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musv
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PostPosted: Thu Mar 14, 2013 12:29 pm    Post subject: Reply with quote

Ein Boot-Problem hatte ich sowohl bei Suse als auch bei Chakra. Der Grund:

Ich hab folgendes Partitionsschema angelegt:
  1. sda1: 2 MiB: bios_grub
  2. sda2: 6 GB BOOT (da soll noch 'ne SysrescueCD und ein Knoppix mit rein)
  3. sda3: 40 GB ROOT

Sowohl Suse als auch Chakra erkannten zwar die GPT und installierten Grub2, kamen dann beim Booten des eigentlichen Systems nicht damit klar. Ich musste noch mal ins Installations-/Rettunssytem, per chroot die Installation mounten und den Grub mit grub-install neu schreiben. Erst dann ging's. Warum die Installer nicht damit klarkommen, weiß ich nicht.

Zu Systemd:
Ich glaub, wir werden uns wohl damit in Zukunft beschäftigen müssen. Das Ding ist schon sauschnell. Nach weniger als 10 Sekunden - inklusive der Wartezeit im Grub - bin ich im KDE. Booten des Kernels und der Initscripte dauert ca. 2-3 Sekunden. Ebenfalls in 2 Sekunden ist der Rechner ausgeschaltet. Ich überleg ernsthaft, irgendwann mal meine Gentoo-Rechner auf systemd umzustellen. Ein etwas mulmiges Gefühl hab ich trotzdem bei dem Teil in Bezug auf die Anpassung diverser Scripte.
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franzf
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PostPosted: Thu Mar 14, 2013 1:44 pm    Post subject: Reply with quote

Ich habs jetzt doch erst mal mit suse probiert, u.A. wg. dem Bericht hier:
http://morice.ipsquad.net/blog/?p=29

Der erste Versuch scheiterte, da er mir ne Warnung um die Ohren haute, eine Installation auf meine bereits formatierte Platte wäre nicht unterstützt (trotz Haken bei "bitte formatieren"). Naja - Abbruch, neu starten -> geht.
Bei der Softwareauswahl kann man nicht wirklich feinstufig auswählen (jedenfalls hab ich derlei nicht entdeckt) WAS ich von dem kde-desktop installieren will. Jetzt bekomm ich grad digikam installiert und ein fettes artwork-Paket, was ich nicht wirklich brauche. Außerdem kamen einige GNOME-Translations - irritiert etwas, wenn man KDE-Umgebung wählt, aber wahrscheinlich ist das für System-Programme.
Ich werde das jetzt mal beobachten (hat angekündigt, 1.2 GB runterzuladen, was mich doch etwas ärgert - mal schaun ob der das bis zum Zapfenstreich schafft...). Trotzdem - der Installer gefällt mir. Seit meinem letzten Kontakt mit suse vor ~10 Jahren hat sich aber nicht SOOO viel geändert (bilde ich mir ein) - bis auf das nicht mehr verwendete qt/kde-theme "Keramik", was default war und mich nach dem Umstieg von windows doch umgehauen hat :D

edit:
OUCH!
Obwohl ich explizit bei Office NICHT INSTALLIEREN angehakt habe, bekomme ich jetzt tonnenweise libreoffice-Kram installiert. ARGH!!!!
Und jetzt auch noch metatheme-adwaita - Hallo, das ist Gnome! WAS IST DA LOS?!?

@systemd:
Ich hatte vor einigen Wochen nen kurzen Ausflug zu Gnome - nachdem GDM 25 Sekunden brauchte, der login in gnome dann nochmal >20 dachte ich es liegt an der Abwesenheit von systemd. Also das System umgekrämpelt - gdm+login haben sich NICHT verkürzt, der boot aber auch nicht wirklich. Extreme disk-IO zu Beginn, Services starteten zögerlich, ab einem gewissen Moment ging die IO zurück und die Services flutschten. Vielleich war das 1 Sekunde schneller, aber es war nicht weltbewegend. Auf HDD, nicht SSD, wohlgemerkt. Die Doku für Gentoo ist nicht gerade umfangreich, man findet viel bei Arch, was allerdings nicht so ohne weiteres für Gentoo funktioniert. Ich wollte z.B. (wg. dem lahmen gdm) autologin umsetzen - Pustekuchen... Ein alsa-service hat auch gefehlt, weshalb ich nach Deinstallation der ganzen Sache (incl. und vor allem von pulseaudio) keinen Sound hatte.
systemd unter Gentoo tu ich mir deshalb erst an, wenn openrc als deprecated markiert ist - oder wenn für mich wichtige Komponenten nicht mehr ohne auskommen und der Support unter Gentoo stimmt.
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Last edited by franzf on Thu Mar 14, 2013 1:54 pm; edited 1 time in total
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fuchur
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PostPosted: Thu Mar 14, 2013 1:50 pm    Post subject: Reply with quote

Hi
musv wrote:
...
Zu Systemd:
Ich glaub, wir werden uns wohl damit in Zukunft beschäftigen müssen. Das Ding ist schon sauschnell. Nach weniger als 10 Sekunden - inklusive der Wartezeit im Grub - bin ich im KDE. Booten des Kernels und der Initscripte dauert ca. 2-3 Sekunden. Ebenfalls in 2 Sekunden ist der Rechner ausgeschaltet. Ich überleg ernsthaft, irgendwann mal meine Gentoo-Rechner auf systemd umzustellen. Ein etwas mulmiges Gefühl hab ich trotzdem bei dem Teil in Bezug auf die Anpassung diverser Scripte.

Ich kenne das von Fedora 15 oder 16. Da fing es an das ich probleme hatte beim booten (bezüglich systemctl usw.).
Was meinst du was es mich interessiert ob mein PC oder auch ein Laptop in 5 oder 10 Sekunden gebootet ist. Anders
Beispiel, bis Suse (oder fedora) den Standard Kernel entpackt hat hat mein gentoo oder aber auch mein debian mit selbsterstellten Kernel schon bis zum Loginmanager
gebootet (entpacken oder was auch immer dauert bei 12.3 bei suse noch genau so lange wie bei 12.2). Wenn die kürzere Bootzeiten
habe wollen hätte man dort ansetzen können. Auf eine Telefon mach es wohl wichtig sein das es schnell bootet (und der Kernel ist auch
wesentlich kleine). Des weiteren ist systemd intransparent (keine fehlermeldungen beim booten und das das System nicht hochkommt weil ein
bootdienst nicht startet gab es bei mir auch noch nicht.) Vernünftige "sysvinit" gaben einen Fehler aus wenn was im init.d nicht ok war und liefen dann weiter.
Wer bei klarem Verstand ist und Server betreut wir mit Sicherheit nicht auf systemd setzen. Ich gehe davon aus das es immer eine
funktionierende alternative zu systemd gibt (oder hoffe es zu mindestens). Warte erst mal ab was noch weiter kommt, es wurde gerade
ein neues wettrennen gestartet wer den besten X server fürs Telefon baut (wird dann wohl auch so zusammengerödelt das es auf andern Systeme läuft).

Auf eine Server ist Linux top und ansonsten mit grafischer Benutzeroberfläche wird oder ist Linux in grössten Teilen eine Telefon Software
die so zurecht gebogen wird das die diese auch auf einem PC oder Laptop installieren kannst. Wer damit zurecht kommt oder damit
zufrieden ist schön. Ich brauche das nicht. Und wie immer nur meine Meinung, also nichts wichtiges.

MfG
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franzf
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PostPosted: Thu Mar 14, 2013 5:13 pm    Post subject: Reply with quote

3 Stunden Downloadorgie - naja... Aufwand eines Gentoo kde-updates ist wohl ähnlich.
Warum wird eigentlich zu Beginn der Installation geprüft, welche Hardware da ist, nur um dann ALLE xf86-video-X-Pakete zu installieren?
systemd ist immer noch langsam. Auf der schwachen Kiste war openrc schneller...
Ich muss wohl mehr Zeit investieren, um nicht benötigte Dienste aufzustöbern und zu deaktivieren.
Bugs die ich mir schon alle selber rausgepatcht hatte :/ (mit upstream patches, die also jedermann zur Verfügung standen...)
Mal schauen wie lange es dauert bis hier wieder Gentoo läuft. Debian ist dann auch keine Alternative, da das Runterladen der .debs auch Ewigkeiten dauern wird, das kde ist mir auch etwas zu alt.

Ansonsten ist deutlich zu spüren, was sich seit dem letzten Update auf dieser Kiste getan hat (kde-4.7.0, xf86-video-intel-2.16.irgendwas) - desktop läuft spürbar flüssiger! Auch das Suse-Plasma-theme gefällt mir besser als Air.
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mv
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PostPosted: Thu Mar 14, 2013 6:25 pm    Post subject: Reply with quote

franzf wrote:
Bei der Softwareauswahl kann man nicht wirklich feinstufig auswählen

Früher war es so, dass SuSE bei der Installation nur ein paar grobe "Blöcke" auswählen ließ. Die Feinabstimmung konnte man dann allerdings später machen. Daher meine Empfehlung bei SuSE: Bei der Erstinstallation minimal auswählen und später nachinstallieren, was Du haben willst (außer, Dir ist redundanter Download egal).
Quote:
Obwohl ich explizit bei Office NICHT INSTALLIEREN angehakt habe, bekomme ich jetzt tonnenweise libreoffice-Kram installiert. ARGH!!!!
Und jetzt auch noch metatheme-adwaita - Hallo, das ist Gnome! WAS IST DA LOS?!?

Das mit den Dependencies ist halt so 'ne Sache, wenn man keine Useflags hat: Wenn Du unter Gentoo Pakete immer mit vollem Support für Gnome, KDE und Office-Anwendungen installierst, wirst Du auch sehr schnell ein komplettes Gnome+KDE+Office auf der Platte haben, selbst wenn Du kein Einziges davon im world-File hast.

Ich schreibe hier übrigens gerade von einem Ubuntu-Laptop (bei dem ich nicht über das System entscheiden durfte). Für einen Laptop ist der ganze Bloat - insbesondere Network-Manager - natürlich ganz praktisch. Und von dem *-kit-Bloat abgesehen, ist das System auch erstaunlich schlank, und zum aktuell halten müssen erstaunlich wenige Daten heruntergeladen werden. Gefällt mir deutlich besser als seinerzeit SuSE - das ich allerdings das letzte mal vor etlichen Jahren benutzt hatte.
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musv
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PostPosted: Fri Mar 15, 2013 1:34 pm    Post subject: Reply with quote

fuchur wrote:
Wer bei klarem Verstand ist und Server betreut wir mit Sicherheit nicht auf systemd setzen. Ich gehe davon aus das es immer eine
funktionierende alternative zu systemd gibt (oder hoffe es zu mindestens).

Tja, da weiß ich nicht, wie lange dieser Zustand noch gilt. Suse 12.2 benutzte Systemd, Chakra ebenfalls. Und beim Arch ersetzte Systemd schon vor mehr als einem halben Jahr den Systemd. Logischerweise wird alles RedHat-Basierte Systemd einsetzen, da der Poettering ja für die arbeitet. Wie's bei Debian-basierten Distris aussieht, weiß ich nicht. Aber spätestens, wenn Debian Systemd standardmäßig einsetzt, wird man bei Gentoo vermutlich auch irgendwann mal umsteigen müssen. -> http://en.wikipedia.org/wiki/Systemd#Adoption

Das distributionsübergreifende Pushen von Poetterings Werken gab's ja schon bei seinen früheren Daemons. Bisher konnte ich noch Zeroconf, Avahi und Pulseaudio von meinen Installationen fernhalten. Bei Systemd wird sich der Umstieg irgendwann nicht mehr vermeiden lassen.

Chakra:
So, bei meinem Chakra zu Hause wollte ich jetzt mal das Touchpad und die Nvidia-Graka zum Laufen bringen. Also hab ich nvidia installiert (ist falsch, man brauch die Bumblebee-Libs aus dem AUR) und eine xorg.conf + entsprechende evdev-Dateien installiert.

Systemd startet, das X bricht ab, weil die nvidia-Graka nicht gefunden wird (nur die i915). Netzwerk hab ich aber auch nicht. Aus irgendeinem dummen Grund tritt beim Start des Networkmanagers im Systemd ein Fehler auf. Kommt man bis ins X, dann funktioniert das Netz. Tja, jetzt hab ich erst mal kein Wlan und kein X.

Aber so kenn ich das auch von anderen Distris. Funktionieren nach der Installation erst mal klasse. Aber sobald man am System etwas rumschraubt, stolpert man von einem Problem ins nächste. Irgendwie ist Gentoo doch am einfachsten.
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musv
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PostPosted: Mon Mar 18, 2013 11:17 pm    Post subject: Reply with quote

Mal wieder 'n Update zum Chakra:

Eigentlich ist's ja ganz nett. Aber eine Sache fängt mich jetzt an richtig zu nerven. Chakra ist, wie wir alle wissen, KDE-orientiert. Das ist toll, und das wollte ich auch so. Aber wenn man dann halt doch mal eine GTK-App braucht, muss man sich mit so genannten Bundles begnügen. Da wird das GTK-Programm mit sämtlichen Abhängigkeiten nur für einen User installiert. Man hat also als Installationskommandos:

  • pacman (Arch-Standard)
  • yaourt (Zugriff auf AUR - ebenfalls von Arch)
  • ccr (Installation Bundles, die nicht im offiziellen Chakra-Pacman drin sind)


Momentan compiliert grad webkit-gtk mit dem Ziel, Gimp dann in ein insich geschlossenes Bundle für eben nur einen User zu installieren.

Da ich eh nur im Arch-Wiki les, überleg ich jetzt schon fast, auch gleich Arch da drüberzubügeln. Meine Begeisterung für Chakra ist irgendwie geschrumpft.

Ach noch was:
Weiß nicht, ob das nur Chakra betrifft. Zumindest wollte ich das System mal ausmisten, um später teuren UMTS-Update-Traffic zu sparen. Also hab ich versucht, Samba zu deinstallieren. Das lässt Chakra allerdings nicht zu. Kriegt man dieses Zeug irgendwie vom System runter, ohne das System zu zerstören?
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Jean-Paul
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PostPosted: Tue Mar 19, 2013 6:52 pm    Post subject: Reply with quote

Normalerweise mit
Quote:
pacman -Rsn samba

Was meinst du mit "Chakra läßt das nicht zu" ?

Jean-Paul
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franzf
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PostPosted: Sat Mar 23, 2013 8:58 am    Post subject: Reply with quote

Ich war schon kurz davor wieder Gentoo zu installieren... deshalb:
https://forums.gentoo.org/viewtopic-t-820352.html
Hab meine /usr/lib/pm-utils/power.d/harddrive ins opensuse-system kopiert und nach dem Neustart waren die "KLACKS" meiner WD Caviar Green weg - kamen aber nach nem Resume wieder. Keine Ahnung was da los ist...

Lösung (nach einigem Googlen):
https://bugzilla.novell.com/show_bug.cgi?id=386555
-> Paket "storage-fixup" installieren. Da meine HDD/system vendor (Thinkpad SL510) noch nicht in der config standen gabs erstmal wieder "KLACKS". Anpassen war aber easy.

Und jetzt bin ich eigentlich auch recht zufrieden mit dem System.
Updates (dank RPM-diffs - gibts das eigentlich schon immer?) sind richtig flott.
Der nicht so schnelle systemd-Start ist mir wurscht, da das Ding eh immer nur schlafen gelegt wird und das Aufwachen ist in wenigen Sekunden erledigt.
Und funktionieren tut auch alles.
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nikaya
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PostPosted: Sat Mar 23, 2013 2:54 pm    Post subject: Reply with quote

franzf wrote:
Updates (dank RPM-diffs - gibts das eigentlich schon immer?) sind richtig flott.

Bei meinem ersten Kontakt mit damals SuSE 9.2 gab es schon .drpm. Ein schönes Feature, wenn es auch bei den heutigen schnellen Internetverbindungen eher nicht mehr entscheidend ist. Denn der Bau des neuen rpm aus dem delta rpm braucht auch eine gewisse Zeit. Ob da jetzt der Download eines komplett neuen .rpm oder der Neubau mittels .drpm schneller ist hängt wohl von diversen Faktoren ab.
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PostPosted: Sat Mar 23, 2013 3:24 pm    Post subject: Reply with quote

Jean-Paul wrote:
Normalerweise mit
Quote:
pacman -Rsn samba

Was meinst du mit "Chakra läßt das nicht zu" ?

Ganz einfach. Chakra meint beim Deinstallationsversuch, dass dann ca. 10 Pakete, die Samba als Abhängigkeit haben, nicht mehr funktionieren würden. Und diese 10 Pakete stellen wiederum eine Abhängigkeit für zig andere Pakete dar.

Bin jetzt auf ein normales Arch gewechselt. Fühlt sich genauso schnell wie Chakra an, ist aber angenehmer in der Installation. Um das o.g. Problem mit den explizit installierten Abhängigkeiten zu handhaben, hab ich 'ne Datei angelegt, in der ich jede Abhängigkeit eintrag, die ich manuell installiert hab, also z.B. xf86-video-nouveau als Abhängigkeit von xorg. Ist zwar mühsam, bringt aber durchaus einen gewissen Überblick.
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Jean-Paul
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PostPosted: Sat Mar 23, 2013 5:40 pm    Post subject: Reply with quote

Ich hatte auch mal Arch laufen, ist nun aber schon fast 5 Jahre her.
Aber dass pacman Abhängigkeiten entfernen will die von anderen Paketen noch gebraucht werden, ist mir so nicht bekannt.

Ähm, das mit der Datei kann aber leicht stressig werden :D
Vielleicht solltest du Arch nicht wie Gentoo nutzen :wink: das ist es nämlich nicht und wird es auch nie werden.
Der Punkt ist hier, unter Arch installierst du nouveau ganz einfach separat - als explizit installiertes Paket.

Welche Abhängigkeiten ein Paket hat, kannst du z.B. hier sehen
https://www.archlinux.de/?page=PackageDetails;repo=extra;arch=x86_64;pkgname=xorg-server

Jean-Paul
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Beelzebub_
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PostPosted: Sun Mar 24, 2013 2:48 am    Post subject: Funtoo eine alternative Gentoo-version Reply with quote

Ich habe mir jetzt mal Funtoo aufgesetzt und muss sagen ich bin stark überrascht und sehr zufrieden. ;-)
Da Funtoo ja eigl. nur eine Version von Gentoo ist, verändert sich nicht so viel offensichtliches.
Jedoch merkt man im Betrieb, dass es dem KISS Prinzip näher kommt, außerdem habe ich das Gefühl das Portage schneller ist..
..ich kann nur sagen selbst ein Bild von Funtoo machen. =)
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