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für die Nichtraucher :-) (german)
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pablo_supertux
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Joined: 25 Jan 2004
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PostPosted: Mon Mar 27, 2006 10:50 am    Post subject: Reply with quote

himpierre wrote:
Quote:
Vor 2 Wochen habe ich mir ne Knöchel gebrochen und musste vor einer Woche (mit den Schienen, mit denen man nicht richtig laufen kann) in die Klinik. Da ich allein lebe und kein Auto habe, muss ich Bahn fahren. Ich saß da und da kommt ein Typ und fängt mich zuzuqualmen, dann habe ich ihn ganz freundlich darum geboten, dass er seine Kiepe ausmacht, und er wollte mich gleich in die Fresse hauen und als ich ihm mit den Krücken drohte, dann sagte er schließlich, dass wenn's mich stört, sollte ich irgendwo anders hingehen und dort sitzen. Und das habe ich auch getan. Also wer war denn hier tolerant?


Also bitte. Welcher Raucher raucht denn im Nichtraucherabteil? Das habe ich noch nie gesehen. Ich fahre ürbigens IMMER im Nichtraucherabteil (und rauche nicht).

t.


ich hab auf dem Zug gewartet, ich war noch nicht im Zug.
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himpierre
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PostPosted: Mon Mar 27, 2006 10:56 am    Post subject: Reply with quote

Quote:
ich hab auf den Zug gewartet, ich war noch nicht im Zug


Naja, da bist Du aber auf einen unangenehmen Zeitgenossen gestossen, ich hätte mich bereitwillig verkrümelt.

t.
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beejay
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PostPosted: Mon Mar 27, 2006 11:39 am    Post subject: Reply with quote

Leute, diese Diskussion ist hinfällig.

Wenn das Rauchen öffentlich geächtet werden soll, dann muss aber auch der Alkohol geächtet werden, denn dadurch entsteht ein wesentlich grösserer Volkswirtschaftlicher Schaden. Und auch die in letzter Zeit so forciert liberalisierten leichten Drogen wie Mariuhana und der ganze andere Kram gehören dann wieder genauso in die Ächtungsschublade wie das vor 15 Jahren bereits der Fall war.

Ich bin selbst Raucher. Ich frage, wenn ich in einem Lokal sitze, meine Tischnachbarn ob es stört, wenn ich rauche. Es steht jedem frei dann zu sagen "Ja". Wenn dies aber aus Höflichkeit unterbleibt kann dies nicht mein Problem sein. Und wenn ich irgendwo alleine sitze, niemand um mich rum, ich dann rauche und dann erst Nichtraucher kommen, dann finde ich es unverfroren zu sagen, dass der Rauch stört oder - noch schlimmer - ohne Worte aber mit demonstrativem Hüsteln zu protestieren.

Ich weiss, dass Rauchen schädlich ist. Ich will selbst damit aufhören, war dafür sogar in einer Therapie, die von meinem Arbeitgeber kostenlos für Mitarbeiter angeboten wurde. Fakt ist, ich habe es nicht geschafft. Verbote ziehen nicht, das drängt die Raucher nur in eine Nische. Die Folge ist, dass irgendwann niemand mehr über das Rauchen redet und der Aufklärungseffekt für "Noch-Nichtraucher" wie Jugendliche verloren geht.

Es ist einfach frech die Raucher zu verdrängen aber keine offensive Hilfe für Raucher anzubieten, die davon loskommen wollen: Hängt man am Tropf, kann man auf die Fanta-Ranch kommen. Spritzt man sich Domestos, kommt man auch zur Entgiftung. Ist man Raucher hört man nur "Schlechte Angewohnheit - lass es bleiben". Merkt Ihr was? Der Staat verdient zuviel an Rauchern, als dass eine solch offensive Hilfe durchkommen würde. Insofern lehne ich es ab über ein Thema zu diskutieren, bei dem je nach Belieben mit zweierlei Maß gemessen wird.

Mal eine Milchmädchenrechnung:

In Deutschland rauchen ca. 10. Mio Menschen durchschnittlich eine Schachtel am Tag. Von Dieser Schachtel sind - angenommen - 2 Euro Steuer. Das macht eine jährliche Steuereinnahme für den Bund von:

10.000.000 Menschen * 2 Euro Steuern * 365 Tage = 7,3 Mrd. Euro.


Jetzt hätte ich von Euch gerne mal eine Gegenrechnung, wie 7,3 Mrd. (und mehr) Euro für Gesundheitsschäden bei Rauchern ausgegeben werden.
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energyman76b
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PostPosted: Mon Mar 27, 2006 1:54 pm    Post subject: Reply with quote

500.000 Raucherbeine x 1000¤ pro Behandlung = 500Mil ¤ allein an Kosten für Raucherbeine. Günstig gerechnet
500.000 verstopfte Bauchaorten x 10.000¤ pro Behandlung = 5Mrd¤ allein für Bauchaorten.

und da sind die Folgekosten noch nicht drin.
Oder die ganzen Krebserkrankungen.
Und Transplantationen.

Und der Müll durch herumliegende Kippen.

Und die Brände, ausgelöst durch Kippen.

Übrigens stinken 'Tüten' deutlich weniger anhaltend als Zigaretten... und hat schonmal jemanden öffentlich an 'ner Bong saugen gesehen?

Man will ja auch Rauchen nicht verbieten - aber Rauchen in der Öffentlichkeit, damit sollte längst schluß sein!
_________________
AidanJT wrote:

Libertardian denial of reality is wholly unimpressive and unconvincing, and simply serves to demonstrate what a bunch of delusional fools they all are.

Satan's got perfectly toned abs and rocks a c-cup.
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beejay
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PostPosted: Mon Mar 27, 2006 2:33 pm    Post subject: Reply with quote

energyman76b wrote:
500.000 Raucherbeine x 1000¤ pro Behandlung = 500Mil ¤ allein an Kosten für Raucherbeine. Günstig gerechnet
500.000 verstopfte Bauchaorten x 10.000¤ pro Behandlung = 5Mrd¤ allein für Bauchaorten.

Es sind ca. 20.000 Raucherbeine pro Jahr in D (Quelle) und die verstopfte Bauchaorta oder andere Koronalkrankheiten sind nicht nur auf das Rauchen zurückzuführen - wir wollen die Kirche mal im Dorf lassen.
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beejay
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PostPosted: Mon Mar 27, 2006 2:43 pm    Post subject: Reply with quote

Sorry, ich wollte eigentlich auf alles eingehen, habe aber leider zu früh auf "Absenden" gedrückt.

energyman76b wrote:
500.000 Raucherbeine x 1000¤ pro Behandlung = 500Mil ¤ allein an Kosten für Raucherbeine. Günstig gerechnet
500.000 verstopfte Bauchaorten x 10.000¤ pro Behandlung = 5Mrd¤ allein für Bauchaorten.

und da sind die Folgekosten noch nicht drin.
Oder die ganzen Krebserkrankungen.
Und Transplantationen.

...darauf ging ich oben bereits ein.

energyman76b wrote:
Und der Müll durch herumliegende Kippen.

...Bierdosen/-einwegflaschen, Kaugummis, Tempotaschentücher...

energyman76b wrote:
Und die Brände, ausgelöst durch Kippen.

...durch besoffene und bekiffte, durch einfache technische Defekte...

Du reduzierst die Schlechtheit der Welt alleine auf die Raucher -- das ist absurd.

energyman76b wrote:
Übrigens stinken 'Tüten' deutlich weniger anhaltend als Zigaretten... und hat schonmal jemanden öffentlich an 'ner Bong saugen gesehen?

Es geht hier und bei dem Verbot nicht um den Geruch, sondern um den gesundheitlichen Aspekt. Und da steht Gras als potenzielle 'Einstiegsdroge' nunmal an einem Ende der Kette.

energyman76b wrote:
Man will ja auch Rauchen nicht verbieten - aber Rauchen in der Öffentlichkeit, damit sollte längst schluß sein!

OK, kein Problem. Dann müssen konsequenterweise aber auch Alkohol und Koffein in der Öffentlichkeit verboten werden. Und LAN-Spiele in Internetcafes müssen auch verboten werden (schliesslich ist hier auch ein gesundheitsschädigender Suchtfaktor vorhanden).
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energyman76b
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PostPosted: Mon Mar 27, 2006 8:53 pm    Post subject: Reply with quote

Alkohol und Kaffee verpestet aber nicht die Luft und macht alle anderen mitkrank.

Und Lanspielchen noch weniger.

Der Rauch hingegen schädigt deine Mitmenschen und richtet nebenbei auch noch Schäden an Gebäuden und elektronischen Geräten an.

Wenn die Leute rauchen wollen, sollen sie das zu Hause machen. Da gehen sie niemanden auf den Sack. Wenn sie das nicht hinbekommen sollten sie sich mal Gedanken machen.

Und nein, Rauchen ist keine Sucht. Eine schlechte Angewohnheit, ja, Sucht nein. Und hälst du es wirklich nicht ohne Nikotin aus - Schnupftabak. Der qualmt nicht alles voll und ist weniger schädlich. Oder kau das Zeug. Macht häßliche Zähne? Na.. die fallen doch sowieso aus....
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AidanJT wrote:

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beejay
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PostPosted: Mon Mar 27, 2006 9:38 pm    Post subject: Reply with quote

energyman76b wrote:
Alkohol und Kaffee verpestet aber nicht die Luft und macht alle anderen mitkrank.

Und Lanspielchen noch weniger.

Du möchtest Dich über das Thema "Ko-Abhängigkeit" informieren.

energyman76b wrote:
Der Rauch hingegen schädigt deine Mitmenschen und richtet nebenbei auch noch Schäden an Gebäuden und elektronischen Geräten an.

Bitte lies, was ich weiter oben schrieb: Ich frage - wenn niemand widerspricht, dann rauche ich. Und welche Schäden an Gebäuden und Elektronik? Du meinst das vergilben der Wände, die man sowieso alle drei Jahre streichen sollte bzw. Überhitzung durch den Nikotin-/Staubmischmasch, der überhaupt erst dann entsteht, wenn eben Staub (Thema: Reinlichkeit und Saubermachen) dazukommen?

energyman76b wrote:
Wenn die Leute rauchen wollen, sollen sie das zu Hause machen. Da gehen sie niemanden auf den Sack. Wenn sie das nicht hinbekommen sollten sie sich mal Gedanken machen.

Ja genau! Mich regen diese besoffenen Typen und Schnallen in Kneipen auch immer total auf - sollen die sich doch zuhause die Kante geben! :roll:

energyman76b wrote:
Und nein, Rauchen ist keine Sucht. Eine schlechte Angewohnheit, ja, Sucht nein.

Falsch. Es ist eine Sucht, bei der die psychologische Komponente überwiegt - ähnlich zur Spiel- bzw. Kaufsucht.

energyman76b wrote:
Und hälst du es wirklich nicht ohne Nikotin aus - Schnupftabak. Der qualmt nicht alles voll und ist weniger schädlich. Oder kau das Zeug. Macht häßliche Zähne? Na.. die fallen doch sowieso aus....

Um zumindest an den Rand der Nikotinsucht (also der echten physiologischen Komponente) zu gelangen, müsste man 60 Zigaretten pro Tag rauchen. Aber selbst wenn man dies tut ist die Menge noch zu gering, um den Organismus in eine Abhängigkeit zu bringen. Eher wird dieser die Schotten dicht machen und mit Herzrasen und anderen Warnsignalen antworten.
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misterjack
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PostPosted: Mon Mar 27, 2006 10:42 pm    Post subject: Reply with quote

energyman76b wrote:
Und nein, Rauchen ist keine Sucht. Eine schlechte Angewohnheit, ja, Sucht nein.

man sieht, du hast von nix ahnung. rauchen ist eine körperliche sucht, frage deinen arzt wenn du es nicht glauben willst.
im gegensatz ist kiffen nur eine seelische abhängigkeit und man kommt schnell weg. beim alk ist es wieder eine andere sache, da entwickelt es sich zur körperlichen sucht, wenn eine stoffwechselkrankheit einsetzt und der körper den alk als lebensnotwendige nahrung ansieht
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„Meine Meinung steht fest! Bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen.“
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marc
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PostPosted: Tue Mar 28, 2006 7:35 am    Post subject: Reply with quote

Eine Ärztin hat mir das mal in etwa so erklärt, kann es nicht wörtlich und auch wahrscheinlich auch nicht sinngemäß korrekt wiedergeben. Ich versuche es trotzdem mal.

Das in Zigaretten enthaltene Nikotin sorgt dafür das im Gehirn Botenstoffe ausgeschüttet werden die sich Glückshormone nennen. Diese sorgen für eine bessere Stimmung und mildern das Agressionsverhalten. Gut beobachten kann man das wenn man unter Stress steht und sich dann eine Zigarette anmacht, man wird ruhiger. Da dieses 'Gefühl' aber nicht lange anhält, muss man natürlich immer für genug Nachschub sorgen. Tut man das nicht schreit der Körper danach. Die Auswirkungen bei Entzug sind demnach, weniger Glückshormone und dadurch schlechtere Stimmung, erhöhte Aggressivität bis hin zu Depressionen.
Quote:
Ist das nicht toll? Ist das nun stark suchtfördernd oder nicht frage ich mich? Ob man das körperliche Sucht nennen kann/darf ist was anderes.

Das Paradoxe ist natürlich das der Körper von Natur aus (auch sitiuationsbedingt) diese Botenstoffe aussendet, aber in VIEL geringerer Dosis. Man gewöhnt sich aber an die höhere Dosis und braucht eine sehr lange Zeit bis der menschliche Körper wieder mit der 'normalen' Dosis zurecht kommt.

Dazu kommt natürlich noch das sich angewöhnende Verhalten. Nach dem Essen, beim Verzehr von Alkohol, nach dem Duschen (bei mir :)), beim Kaffee trinken ... Auto fahren ... blah blah.

Das beste Ergebnis meiner (mehrmaligen) Selbstversuchsentwöhnung war 6 Monate. Gut schmecken, riechen, atmen. Es war wunderbar.
Kollegen und Freunde die aufgehört haben, sagen mir es dauert Jahre bis man überhaupt schon nicht mehr daran denkt sich eine anzuzünden. Wenn der Fall eintritt dann hat man es geschafft, vorher nicht. Wenn man dauernd daran denkt muss man immer wieder zu sich nein sagen.
Ich persönlich habe schon Depressionen bekommen beim Aufhören und habe ein wenig Angst es wieder (wieder mal) zu versuchen. Die schlechte Laune hat meinen Kollegen und Freunden auch zu schaffen gemacht und ich bekam ein paar warme Worte zu hören. Besser als ein Satz heisse Ohren von dem ich manchmal nicht weit entfernt war, wobei ich es dann auch verdient hätte.

Wenn ich aufhören könnte würde ich es tun, und ich verstehe das Nichtraucher belästigt fühlen. Es ist auch nicht witzig das mehr als 3000 Leute pro Jahr an Passivrauchen sterben, so sagen es verschiedene Statistiken.
Das Geschwätz mit den Krankenkassen kann ich aber nicht so ganz nachvollziehen. Es kostet auch eine Menge Geld wenn man sich ein Bein bricht beim Skifahren, allgemein beim Sport oder sonstwas. Sport verbieten? Keine 2 Treppenstufen auf einmal nehmen, man könnte schneller umknicken? Wo soll das hinführen?

Deutschland war übrigens eines von nur (ich glaube) 2 Ländern in der EU, die sich gegen die EU-Richtlinie "Tabakwerbeverbot" gesträubt haben. Natürlich hat die Tabakindustrie nichts damit zu tun, und die Steuern auch nicht :/

Wenn es eine Methode gäbe bei der man weniger Nebenwirkungen hätte, würde ich sofort aufhören.
Denn immerhin bin ich Drogenabhängig (Zigaretten-Nikotin = Droge).
In meinem Verein hat man sogar einen Nichtrauchertag eingeführt, an dem Tag geh ich halt nicht hin.

So long.
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mc-max
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PostPosted: Tue Mar 28, 2006 8:01 am    Post subject: Reply with quote

beejay wrote:

Ja genau! Mich regen diese besoffenen Typen und Schnallen in Kneipen auch immer total auf - sollen die sich doch zuhause die Kante geben! :roll:


In den Kneipen und Restaurants stehen nun mal Essen und Getränke auf der SPEISEkarte was auch den primären Zweck solcher Einrichtung wiederspiegelt. Und hierher kommen dann eben auch die Leute, die essen, sich vollfressen oder totsaufen wollen. So ein besoffenes, voll gesabbertes Schwein mag unangenehm und widerlich sein, schädigt aber keinesfalls meine Gesundheit. Raucher jedoch schon!

"Gehe doch nicht in eine Kneipe wo geraucht wird" zieht nicht. Wie wäre es wenn die gleichgesinnten Raucher, denen die Besoffenen zu wider sind, sich ein anderes Lokal aufsuchen oder eröffnen, wo nur gequalmt wird und strenge Promillenkontrolle herrscht?

Auch wenn es in Deutschland 10 mio Raucher gibt sind sie gegenüber den restlichen 70 mio Nichtrauchern, die sich von den Rauchern belästigt füllen und sich um ihre Gesundheit sorgen, trotzdem eine Minderheit die eben Rücksicht auf die anderen nehmen sollte.

Und wo wir beim Thema Toleranz wären, die lieben Raucher dürfen heute immer noch rauchen, weil es eben von den 70 mio Nichtrauchern noch so viele tolerante Menschen gibt, die eben aus Höflichkeit einem an dem Nachbartisch das Rauchen erlauben, anstatt ihn zu bitten bei sich zuhause zu Rauchen und dafür zu sorgen, dass Rauchen in der Öffentlichkeit verboten und verpönt wird. Doch das gilt zu ändern!
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Inte
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PostPosted: Tue Mar 28, 2006 9:06 am    Post subject: Reply with quote

Ich gehe bewußt nicht auf die vorangegangene Diskussion ein, reflektiere aber das ein oder andere Statement und lasse sie bewußt in eine Beschreibung meines Verhaltens einfließen. - Comments are welcome.

<- ist Raucher und das schon seit über 14 Jahren.

Warum ich damit angefangen habe, weiß ich nicht mehr. Einerseits verwünsche ich meinen damaligen Leichtsinn überhaupt einen Glimmstengel angefaßt zu haben. Andererseits ist diese schlechte Angewohnheit/Sucht ein Teil von mir, den ich nur ungern missen möchte.

Es gibt zwei grundverschiedene Verhaltensweisen bei meinem Konsum.

Zum einen ist Rauchen ein Stück Lebensqualität für mich. Die bewußt genossene Zigarette zum Kaffee, nach dem Essen, abends zum Sherry oder im gemütlichen Kreis mit Freunden ist mehr als der pure Genuß. Sie entspannt und belebt mich zugleich.

Zum anderen gibt es Momente in denen ich unkontrolliert eine Zigarette nach der Anderen vernichte. Meistens bei Arbeiten am Computer, beim Weg vom/zum Parkplatz, beim spazieren gehen oder im angeheiterten Zustand in der Kneipe. Dann frage ich mir hinterher auch, ob es wirklich notwendig war ein ganzes Päckchen am Tag abzufackeln.

Diese unbewußt gerauchten Zigaretten sind das eigentliche Problem, dass ich mit dem rauchen habe. Jedes Mal wenn ich einen Sargnagel in den Fingern habe, mich frage wann ich ihn eigentlich angemacht habe und halbgeraucht entsorge. Da ärger ich mich jedes Mal über mich selbst und den Nikotinkater. Das würde ich gerne unterbinden, aber leider geht das nicht so einfach.

In unserer Wohnung wird nicht geraucht. Jeder (mich eingeschlossen) hat raus in den Hof zu gehen. Meine Freundin ist Nichtraucher und mein vollstes Verständnis, dass sie den Qualm nicht in der Bude haben möchte. Kalten Rauch empfinde selbst ich als Raucher, als sehr unangenehm. Deswegen landen unsere Klamotten nach einer abendlichen Tour durch sie Stadt immer direkt im Wäschesack.

Restaurants in denen exzessiv geraucht wird, werden von uns gemieden. Wenn mir beim essen schon die Augen tränen, ist der Laden für uns gestorben. Meine Freundin sagt immer: "Tabak riecht so gut, aber angezündet ist der Gestank einfach nur zum weglaufen." Das tun wir dann auch.

Am Tisch rauche ich nur eine Zigarette zum Espresso. Falls sich jemand daran stört, weiche ich halt auf die Terasse aus. Soviel Verständnis habe ich dann doch. Am schlimmsten sind die Raucher, denen Verbote und klare Worte egal sind. Da könnte ich jedesmal ausrasten, wenn mir so ein egoistisches Exemplar begegnet.

Meine Gesundheit liegt mir sehr am Herzen. Ich treibe Sport, trinke in Maßen, geh regelmäßig zum Arzt und ernähre mich ausgewogen. Nur die unbewußt gerauchten Zigaretten geben mir zu denken (ca. 90% meines Konsums). Leider führt wohl kein Weg daran vorbei, ganz damit aufzuhören und ich weiß schon jetzt, dass es mir sehr schwer fallen wird.

Es ist ungefähr 6 Jahre her, da habe ich von heute auf morgen keine Lust mehr verspürt zu rauchen. Ein ganzes Jahr lang habe ich nicht einen Gedanken an Zigaretten verschwendet und mich Pudelwohl gefühlt. Dann bin ich umgezogen, neue Bekannte, eine gemütliche Runde und *schwupps* hatte ich zum Kaffee eine Zigarette in der Hand. Ich weiß bis heute nicht warum.

Ihr seht, bisher konnte ich mir meiner Einstellung gut leben, auch wenn ich das eine oder andere gerne ändern würde. Womit ich überhaupt nicht klar komme, sind diese militanten Nicht-/Raucher. Jeder pocht auf sein Recht und würde dem Gegenüber am liebsten an die Gurgel springen. Dafür habe ich NULL Verständnis!

So far,
Euer Inte.

PS.: Wenn am Ende vom Tag noch viel Zeit übrig ist, entspanne ich mich auch gerne bei einer schönen Pfeife. Da gibt es keinen unbewußten Genuß. Die Glut bekommt dann meine volle Aufmerksamkeit und Zuwendung. Ruhe und Entspannung pur. So alle zwei Wochen 'ne gute Stunde abschalten und die Seele baumeln lassen.
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energyman76b
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PostPosted: Tue Mar 28, 2006 3:45 pm    Post subject: Reply with quote

misterjack wrote:
energyman76b wrote:
Und nein, Rauchen ist keine Sucht. Eine schlechte Angewohnheit, ja, Sucht nein.

man sieht, du hast von nix ahnung. rauchen ist eine körperliche sucht, frage deinen arzt wenn du es nicht glauben willst.
im gegensatz ist kiffen nur eine seelische abhängigkeit und man kommt schnell weg. beim alk ist es wieder eine andere sache, da entwickelt es sich zur körperlichen sucht, wenn eine stoffwechselkrankheit einsetzt und der körper den alk als lebensnotwendige nahrung ansieht


habe ich, die Antwort:

rauchen ist eine schlechte Angewohnheit.

Welche Entzugserscheinungen gibt es denn, wenn man mit Rauchen aufhört?
Das bißchen Nikotin-jieper? Und das soll Sucht sein? Ich habe auch ab und an Lust auf Schokolade, bin ich deswegen Abhängig?
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misterjack
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PostPosted: Tue Mar 28, 2006 4:07 pm    Post subject: Reply with quote

wenn man keine ahnung hat, einfach mal die fre**e halten sag ich da nur! solltest dich mal in thema sucht weiterbilden, bevor du weiter geistigen dünnschiss dazu ablässt 8)
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energyman76b
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PostPosted: Tue Mar 28, 2006 6:06 pm    Post subject: Reply with quote

@misterjack

Na wenn du so schlau bist, erleuchte uns doch.

Welche Nebenwirkungen gibt es bei Kippenentzug?

Krämpfe?

Schmerzen?

Kreislaufprobleme?

Vernichtungsgefühle?

Bitte, klär mich auf!

Warum ist Rauchen eine 'Sucht'?

Es ist eine schlechte Angewohnheit, mehr nicht.

Und ich habe selbst meinen Nikotinentzug hinter mir, als ich mit Tabakschnupfen aufgehört habe - nach 2 Jahren des täglichen Großkonsums. Ich konnte keine Entzugserscheinungen feststellen, die es wert wären, darüber nachzudenken. 2 Tage nicht wissen, wohin mit den Händen, ist kaum eine Suchterscheinung, oder?
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AidanJT wrote:

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Deever
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PostPosted: Tue Mar 28, 2006 6:15 pm    Post subject: Reply with quote

energyman76b wrote:
2 Tage nicht wissen, wohin mit den Händen, ist kaum eine Suchterscheinung, oder?
Was soll es denn deiner Meinung nach sonst sein?

Gruß,
/dev
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Inte
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PostPosted: Tue Mar 28, 2006 6:23 pm    Post subject: Reply with quote

Jetzt kommt erstmal runter. Mit stumpfer Polemik und ohne den Willen seine eigene Position zu überdenken, eskaliert eure Diskussion doch nur.

@misterjack: Bleib doch mal sachlich. Dauerndes "Ist es nicht! und "Ist es wohl!" bringt doch nix. Wenn du dem guten Mann keine zum Thema gehörigen Informationen eröffnen kannst/willst, dann sei wenigstens mit deinen Formulierungen etwas höflicher.

@energyman76b: Nur weil du keine Entzugserscheinungen hattest, ist es eine Frechheit dies zu verallgemeinern! Mit etwas Eigeninitiative findest du sicherlich auch Informationen im Netz der unbegrenzten Möglichkeiten. Schau mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Nikotinsucht

Ich könnte ausflippen, wenn ich sowas sehe. :evil:
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hoschi
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PostPosted: Tue Mar 28, 2006 7:58 pm    Post subject: Reply with quote

Wo ist die Petition gegen die zuerst genannte Petition?
Nichtraucherfundamentalisten...

Was, es gibt ein Raucherzimmer?Unglauebige!
*boooom*




Ich bin dafuer dass es in jedem Restaurant (wenn moeglich, und dass ist es fast immer irgendwie halbwegs) ein Nichtraucherbereich gibt, und der derzeitige Ansatz dazu ist nicht schlecht. Genauso in Banken oder Amtsraeumen.

Aber wenn man das Rauchen in Bars oder Discos verbieten will, dann ist dass weder sozial noch irgendwie realistisch! Dann sollten wir erstmal den Alkohol verbieten, viel schaedlicher - vor allem, Alkohol kann auch voellig unbeteiligte z.B. im Strassenverkehr toeten. Oder besser noch, die laute Musik, total schaedlich.

Vielleicht ist der deutsche politische Kurs von Lobbyisten gepraegt, aber der Status Q ist 1000xmal besser als die antisemitische Nichtraucherfundmentalismus den man in anderen Laender sieht.

Mein Lebensgrundsatz: Freiheit > Sicherheit
Gilt bei mir Sachgebietsuebergreifend, vom Datenschutz bis Terrorismus zum Rauchen, dazu gehoert aber auch gegenseitige Ruecksicht (von beiden Seiten).
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think4urs11
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PostPosted: Tue Mar 28, 2006 8:37 pm    Post subject: Reply with quote

@hoschi:
spätestens jetzt wird der ganze Threat sehr polemisch und führt absehbar zu keinem irgendwie produktiven Ergebnis mehr ;)

Soll nicht heißen das ich dir nicht bepflichte was Todesfolge mit ursächlich 'irgendwie Alk im Spiel beipflichte.
Trotzdem ist das irgendwo zwischen Äpfel mit Birnen vergleichen und Eulen nach Athen tragen.

Deinem Lebensgrundsatz kann ich zu 100% zustimmen. Aber leider sind wir zwei ein viel zu kleiner Teil der Horde Lemminge äähhh deutschen Bürger...
Dabei ist selber denken sowas feines, strengt kaum an wenn man sich mal dran gewöhnt hat und (wichtig für die Ladies) es verbrennt sehr viele kcal, hält also schlank ;)

@Inte:
Geduld, Verständnis und konstruktive Kritik sind eben nicht jedermans Sache, aber das hattest du ja grade auch geschrieben. Die Welt ist leider voll mit rücksichtslosen Egozentrikern, seien das nun Raucher, Nichtraucher, Bush-Anhänger, NPD-Wähler, religiöse Fundamentalisten die mit Todesstrafe drohen weil jemand den Glauben nicht (mehr) teilt, oder oder oder

... womit ich niemandem der sich hier im Thread geäußert hat auf die Füße treten will. Das ich mehr auf der 'wir sollten uns alle viel mehr lieb haben'-Schiene unterwegs bin sollte bereits klar geworden sein durch meine sonstigen Beiträge im Thread :roll:
_________________
Nothing is secure / Security is always a trade-off with usability / Do not assume anything / Trust no-one, nothing / Paranoia is your friend / Think for yourself


Last edited by think4urs11 on Tue Mar 28, 2006 8:46 pm; edited 1 time in total
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mc-max
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PostPosted: Tue Mar 28, 2006 8:44 pm    Post subject: Reply with quote

hoschi wrote:
Dann sollten wir erstmal den Alkohol verbieten, viel schaedlicher - vor allem, Alkohol kann auch voellig unbeteiligte z.B. im Strassenverkehr toeten.


Alkohol im Strassenverkehr ist auch verboten!

Das Anzünden eine Zigarette auf der Autobahn, wie auch in der Stadt, ist auch nicht weniger gefährlich. In der Zeit wo man sich die Kippe anzündet und mal 1 sec nicht auf die Strasse schaut, brettert man locker 50 Meter auf der Autobahn (und wenn jetzt einer bremst...). Spannend wird es vor allem wenn man noch den Rauch in die Augen bekommt und einem Plötzlich in der Stadt ein Kind vor das Auto springt. Ich war weder angetrunken, noch war ich schnell, noch habe ich geraucht, doch gab es trotzdem ne Beule am Auto. Hätte ich in dem Augenblick ne Kippe angezündet wäre das Kind und später auch ich voll im Ars**

Lassen wir mal die Sache mit dem Alkohol, das ist ein Thema für ein anderes Thread. Dieser hier geht ums Rauchen.
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misterjack
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PostPosted: Tue Mar 28, 2006 9:18 pm    Post subject: Reply with quote

zigarette beim unfall führt öfters zur teischuld. ab 130 und zigarette zahlt keine versicherung mehr, nur so zur info ;)
@inte, sorry hats recht, mir ging das nur auf den keks
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mc-max
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PostPosted: Wed Mar 29, 2006 7:49 am    Post subject: Reply with quote

misterjack wrote:
zigarette beim unfall führt öfters zur teischuld. ab 130 und zigarette zahlt keine versicherung mehr, nur so zur info ;)


Echt? das wußte ich nicht. Aber das ist genau dass was ich gemeint habe.
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oscarwild
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PostPosted: Wed Mar 29, 2006 11:09 am    Post subject: Reply with quote

Moinmoin,

jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazu geben.
Ich selbst habe ca. 10 Jahre lang geraucht (ca. 10 - 20 Zigaretten pro Tag), und bin jetzt seit über 3 Jahren "clean". Ich habe mehrere Versuche unternommen, aufzuhören, geglückt ist mir das, ähnlich wie STiGMaTa_ch, erst mit dem Buch "Endlich Nichtraucher" von Alan Carr.

Angefangen hatte ich damals - ganz klassisch - weil einfach jeder in meiner Clique geraucht hat. Das ist der ganz normale "Gruppenzwang", ein gruppendynamisches Phänomen, mit dem wir rein biologisch vorgeprägt sind.
Bitte nicht missverstehen: niemand hat explizit gesagt: Du musst jetzt rauchen, sonst gehörst Du nicht dazu. Aber man möchte einfach zur Gruppe gehören, und wenn das Rauchen in der Gruppe "normal" ist, möchte man selbst auch so "normal" sein, wie die anderen. Jugendliche ticken so...

Nun wird wohl keiner ernsthaft behaupten wollen, dass Rauchen nicht ungesund sei. Daraus, und der Sucht, die Nikotin und die beigemengten Zusatzstoffe der Zigaretten definitiv erzeugen, ergibt sich für mich die erste Notwendigkeit, das Rauchen deutlich einzuschränken.

Liebe Raucher, die Ihr an Eurer Süchtigkeit zweifelt: bitte kauft Euch das Buch von Alan Carr! Der Inhalt ist nicht der, den ihr vielleicht erwartet - keine Moralpredigt. Euch werden nur die Augen geöffnet. Ihr riskiert für das Buch aktuell 8,- Euro (in Deutschland), und etwas Zeit zum lesen. Und wenn ihr dann immernoch meint, es sei vollkommener Quatsch, reisst die Seiten heraus, und verwendet sie als Papers für Eure Kippen.

Also bitteschön - wer wirklich weiss was er tut, nur zu. Tatsächlich rechnet sich ein Raucher für die Staatskasse, sonst wäre es schon lange verboten, macht Euch da mal keine Sorgen.
Aber: bitte erst ab einem Alter, in dem die Persönlichkeit genug gefestigt ist, um sich aus freien Stücken für oder gegen das Rauchen zu entscheiden, und bitte ohne für jedermann zugängliche Zigarettenautomaten, die nun mal keine Alterskontrolle durchführen können, und an denen sich bereits die zwölfjährigen bedienen!



Das andere ist der Schutz der Nichtraucher. Es ist und bleibt unangenehm, wenn man ein öffentliches Gebäude betritt, in dem geraucht wird. Die Augen beginnen zu brennen, die Klamotten stinken auch am nächsten Tag noch, und auch passivrauchen ist schädlich. Es darf selbstverständlich nicht darum gehen, Raucher zu diskriminieren - Raucher sind keine schlechteren oder gar - wie immer behauptet wird - willensschwache Menschen.

Aber was spricht gegen den Vorschlag, dass in öffentlichen Einrichtungen Rauchverbot herrscht?
Ich denke, es ist jedem Raucher zumutbar, kurz nach draussen zu gehen, um seinen Nikotinbedarf zu decken. Zuhause und auf der Straße kann der Raucher doch qualmen so viel und so lange er möchte!
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slick
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PostPosted: Thu Mar 30, 2006 7:45 am    Post subject: Reply with quote

energyman76b wrote:
Ich habe das zitierte Posting so verstanden, als wolle der Poster, daß man in dne ganzen Zügen rauchen darf, anstatt, wie bisher, nur in den Raucherabteilen (und die gibt es natürlich auch bei 'uns'). Allerdings sind in einigen Wagen, insbesondere aus den 70ern, keine wirkliche Trennungen vorhanden ....

Hast Du falsch verstanden.

Ich habe nur mal erlebt dass ich im Zug brav ins Bistro (die einzige Raucherzone in dem Zug) ging um auf der langen Fahrt mal eine zu rauchen. Da wurde ich dann vollgemotzt von der Bedienung, das ich ja erstens was zu kaufen hätte wenn ich im Bistro bin und außerdem der Rauch da störe. Da denk ich mir doch hey, wie blöd sind "die"? Erstens will ich nichts kaufen nur weil ich anständigerweise von Nichtraucherabteil in die Raucherecke gehe um da meiner Sucht zu fröhnen und zu anderen da ist ausgeschildertes Rauchergebiet, da will ich mich nicht dafür anmachen lassen das ich da rauche.

Klar sehe ich es auch ein das Nichtraucher nicht belästigt werden wollen, andererseits sehe ich nicht ein das ich als Raucher dann nicht toleriert werden soll. Stelle man sich doch nur mal vor ein toller Politiker kommt auf die Idee Alkohol zu erbieten, weils schädlich ist und nurnoch Tee in der Öffentlichkeit getrunken werden darf. Da wäre auch das Geschrei groß. Vielleicht wäre es mir egal und ich vielleicht würde es sogar begrüßen. Und dann versetzt dich mal in die Lage des Biertrinkers der das garnicht verstehen kann. Klar hinkt der Vergleich, aber soll mal als Denkanstoß gelten.

Ich finde Deutschland hat andere Probleme als darüber zu diskutieren ob Rauchen böse ist oder nicht. (Und vielleicht sinken die Raucherzahlen ja automatisch wenn es soziale Sicherheit und ausreichend Arbeitsplätze gibt ... ) ;-)

Ach und eins noch, was ich mir nicht verkneifen kann ;-) Bei den aktuellen Preisen ist Rauchen einfach Luxus. Ich kanns mir leisten ... :-P ;-)
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Ruad
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PostPosted: Thu Mar 30, 2006 8:56 am    Post subject: Reply with quote

slick wrote:
Ach und eins noch, was ich mir nicht verkneifen kann ;-) Bei den aktuellen Preisen ist Rauchen einfach Luxus. Ich kanns mir leisten ...


Entweder bist du naiv/doof oder ein anständiger deutscher Bürger (Vielleicht wird das zweite aber eindeutig ins erste abgebildet ;) Aber das soll hier egal sein).

Wenn du ernsthaft günstiger rauchen WILLST, dann hast du einen "Freund" oder einen "Freund, der einen Freund" kennt, der regelmäßig Zigaretten aus Polen oder vom Vietnamesen auf der Straße um die Ecke holen kann. Rauchen schadet der Gesundheit, Zoll umgehen kriminalisiert den "armen" Bürger, der seine Greifer nicht von der Fluppe kriegen kann, Der Staat wird um "gerechte" Einkünfte betrogen und zeigt wunderbar auf, wie ABHÄNGIG im Augenblick der Staat direkt von den Rauchern ist, weil sonst müssten sie ja nicht andauernd die Tabaksteuern erhöhen. Um die Gesundheit der Bürger geht es dabei nur als Vorwand.

Ach ja, die Debatte ist lustig, wenn die einen über den Vorteil von Lungenkrebs mit 40 gegenüber Alzheimer mit 70, die anderen über den Vergleich der Sucht Tabak gegen Alkohol (ist ja auch ne Sucht, macht auch krank, zerstört sogar noch schneller Existenzen und Familien) und eine kleine Minderheit, die sich anscheinend nur in Polemik stürzen kann redet über das eigentliche Ansinnen, dass in der momentanen Gesetzgebung und gelebten Intoleranz Raucher schlicht Körperverletzung begehen, indem sie anderen den Rauch "aufzwingen", die sich auch einfach amüsieren wollen oder schlicht öffentlichen Raum (in geschlossenen Räumen ;) ) mitbenutzen wollen.

Ich schließe mich als Nichtraucher der Debatte um letzteres an, wenn auch lieber auf sachlicher Ebene. Aber da ich in Heidelberg mittlerweile eine hübsche Kneipe/Cafe gefunden habe, dass zwei Lokale, je eines für Raucher und eines für Nichtraucher, hat, komme ich am Wochenende wenigstens nicht mehr nach Rauch sondern nach Bier stinkend nach hause.

ABER WEHE, HIER SAGT JEMAND WAS GEGEN ALKOHOL!!!EINSELF1 (war das ein Ansatz von Plenken, oder wie hieß das? )

Einen schönen Tag noch diesem verhassten und deswegen umsomehr geliebten Land, meinem Land ;)
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