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schmidicom
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PostPosted: Tue Jun 18, 2013 5:44 am    Post subject: Reply with quote

@fuchur
Ich habe den Artikel nochmal gründlich gelesen inklusive der beiden Updates und auch wenn systemd oder journald die Quelle des Problems sind so lässt sich das Problem dennoch temporär umgehen (Workaround) wenn neben journald kein weiterer Loger aktiv ist.
Hier wird wieder mal aus aus einer Mücke ein Elefant gemacht wie man so schön sagt, denn man kann wohl kaum erwarten das eine Software von solchem Umfang 100% fehlerfrei ist. Nicht mal die alte Geschichte mit init und OpenRC war immer zu 100% fehlerfrei also ist es wohl nicht zu viel verlangt hier etwas Verständnis aufzubringen und den Devs etwas Zeit zu geben um das Problem zu lösen.
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mrsteven
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PostPosted: Tue Jun 18, 2013 3:02 pm    Post subject: Reply with quote

schmidicom wrote:
Hier wird wieder mal aus aus einer Mücke ein Elefant gemacht wie man so schön sagt, denn man kann wohl kaum erwarten das eine Software von solchem Umfang 100% fehlerfrei ist.


Der Umfang ist ja das eigentliche Problem. Ich weiß nicht, warum mir ein Init-System einen eigenen Logger aufzwängen muss. Da passiert dann genau so etwas.
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fuchur
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PostPosted: Tue Jun 18, 2013 5:06 pm    Post subject: Reply with quote

Hi
mrsteven wrote:

Der Umfang ist ja das eigentliche Problem. Ich weiß nicht, warum mir ein Init-System einen eigenen Logger aufzwängen muss. Da passiert dann genau so etwas.

Genau so sehe ich das auch.
schmidicom wrote:

... denn man kann wohl kaum erwarten das eine Software von solchem Umfang 100% fehlerfrei ist. Nicht mal die alte Geschichte mit init und OpenRC war immer zu 100% fehlerfrei also ist es wohl nicht zu viel verlangt hier etwas Verständnis aufzubringen und den Devs etwas Zeit zu geben um das Problem zu lösen.

Erste einmal ob OpenRC oder andere gut getestete init alte Geschichten sind wird die Zukunft zeigen. Richtig andere init haben bugs, genauso wie Logger und
Displaymanager usw. und werden sie auch zukünftig habe. Wieso man das alles in ein Programm packen muss damit der eine das andere "mitreist" wenn eines nicht
funktioniert oder bugy ist ist grossen quatsch. Ein init hat schlank zu sein und dienst zu starten und nicht mehr.
Und das booten abzubrechen wenn mal ein Dienst nicht starte oder etwas bugy ist macht natürlich auch sehr viel Freude auf fern gewarteten Systemen ....

Wollte die die systemd benutzen mit dem Link auch nur auf das Problem aufmerksam machen diskutieren wollte ich systemd eigentlich nicht und klinke mich auch wider
aus.

MfG
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schmidicom
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PostPosted: Wed Feb 12, 2014 7:49 am    Post subject: Reply with quote

Auch auf die Gefahr hin das ich hier jetzt was lostrete aber mich wundert es irgendwie das sich hier über das folgend verlinkte Thema noch keiner beschwert/ausgelassen hat, oder ist das einfach an mir vorbeigegangen?
http://www.golem.de/news/init-dienst-systemd-macht-kernel-vt-ueberfluessig-1311-103016.html
http://www.pro-linux.de/news/1/20526/patch-fuer-systemd-soll-kernel-vt-ueberfluessig-machen.html
Blogeintrag von David Herrmann selbst: http://dvdhrm.wordpress.com/2012/08/12/killing-off-config_vt/

EDIT:
Gut das Gentoo noch nicht ohne ein VT auf Kernelbasis auskommen muss denn die in Portage enthaltene Version 7 von kmscon stolpert noch über den Bug 98. ;)
https://bugs.gentoo.org/show_bug.cgi?id=490798
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musv
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PostPosted: Thu Feb 13, 2014 12:35 pm    Post subject: Reply with quote

Der Herr Herrmann mag ja mit allem Recht haben, was er als Argumente so anführt.

Aber noch eine Komponente ins Systemd zu verlagern, kommt mir irgendwie bald so vor, als hätten wir 2 Kernel. Warten wir erst mal ab, was dabei rauskommt.

Ich hoffe nur, die lassen da irgendwas drin, wo man eine Art Notfallkonsole hat, auf die man kommt, wenn das X grad mal wieder meckert. Hatte mal ein zerschrottetes Arch-Linux zum Testen, bei dem ich es irgendwie hinbekommen hab, dass mit dem Start von X die Konsolen nicht mehr erreichbar waren. Tja, wenn dann mal X noch hängt, hat man damit ein ernstes Problem.
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schmidicom
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PostPosted: Thu Feb 13, 2014 1:22 pm    Post subject: Reply with quote

musv wrote:
Aber noch eine Komponente ins Systemd zu verlagern, kommt mir irgendwie bald so vor, als hätten wir 2 Kernel. Warten wir erst mal ab, was dabei rauskommt.

Nun es könnte ja auch jemand agetty so erweitern das ähnlich wie kmscon ohne VT's aus dem Kernelspace in der Lage ist ein Terminal anzubieten. Dieses agetty könnte man dann auch in ein initrd packen falls ein Terminal vor dem Zugriff auf die HD unbedingt erforderlich ist. Aber vermutlich werden einige Devs, jetzt wo die Umsetzung dieser Idee als erstes bei systemd einfließt, eine solche Erweiterung von agetty aus Protest und Trotz ablehnen.
Das zumindest ist meine Befürchtung.
musv wrote:
Ich hoffe nur, die lassen da irgendwas drin, wo man eine Art Notfallkonsole hat, auf die man kommt, wenn das X grad mal wieder meckert. Hatte mal ein zerschrottetes Arch-Linux zum Testen, bei dem ich es irgendwie hinbekommen hab, dass mit dem Start von X die Konsolen nicht mehr erreichbar waren. Tja, wenn dann mal X noch hängt, hat man damit ein ernstes Problem.

Wäre in so einem Fall der Zugriff über COM nicht die bessere Wahl, so wie es Herrman selbst auch vorschlägt?
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Jean-Paul
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PostPosted: Thu Feb 13, 2014 4:31 pm    Post subject: Reply with quote

schmidicom wrote:
... das sich hier über das folgend verlinkte Thema noch keiner beschwert/ausgelassen hat, ...

Weil es mittlerweile zu spät ist sich über irgendetwas zu beschweren.

musv wrote:
Warten wir erst mal ab, was dabei rauskommt.

Das war und ist das Problem. Eine handvoll "Upstream-Dev's" und 2-3 Distris haben sich praktisch Linux unter den Nagel gerissen indem sie Fakten schaffen und der Rest wartet mal ab, was so passiert. Und das jetzt schon seit mehr als 3 Jahren. Dabei ist doch sonnenklar was passiert.

Ich warte eigentlich auch ab: bis mir Gentoo sagt ich muss es jetzt installieren - das unaussprechliche Ding mit dem "d" am Schluss.
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cryptosteve
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PostPosted: Thu Feb 13, 2014 4:44 pm    Post subject: Reply with quote

Was sollte man als Nicht-Entwickler auch tun als stillschweigend daneben zu stehen und abzuwarten? Selbst wenn ich persönlich etwas anderes nutze und versuche, mein ganzes Umfeld zu missionieren, so wird das nichts aufhalten. Und schon gar nichts, was technisch unterm Strich ja sogar ganz passabel tut.

Leid tun mir vor allem die Jungs drüben bei BSD ...
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musv
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PostPosted: Thu Feb 13, 2014 6:01 pm    Post subject: Reply with quote

cryptosteve wrote:
Leid tun mir vor allem die Jungs drüben bei BSD ...

Wobei da ja nicht Systemd die Schuld hat. Vielmehr sehe ich das Problem da bei Projekten wie Gnome, die halt Systemd zur zwingenden Voraussetzung deklarieren.
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Jean-Paul
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PostPosted: Thu Feb 13, 2014 6:24 pm    Post subject: Reply with quote

cryptosteve wrote:
Was sollte man als Nicht-Entwickler auch tun als stillschweigend daneben zu stehen und abzuwarten?

Na ich weiß nicht, ob man da so machtlos ist wie allgemein angenommen.
Das Einzige was eine Distri wirklich braucht, sind User. Ohne User, keine Distri. Man kann z.B. als Nicht-Entwickler eine Distri konsequent meiden.
Zu viele User konsumieren einfach nur (noch). Alles wird hingenommen, alles ist egal - es wir schon irgendwer, irgendwas machen und funktionieren tut ja auch alles.

Ja, und genau das passiert.

cryptosteve wrote:
Leid tun mir vor allem die Jungs drüben bei BSD ...

Ja BSD ist so eine Sache. Wegen systemd tun sie mir nicht leid. *BSD und Linux sind verschieden und die Init-Systeme müssen nicht zwingend kompatibel sein.
Dass ihnen bei mehr und mehr Projekten (Gnome, bald KDE?, ...) praktisch das Wasser abgegraben wird, weil dort nur noch Linux-Only entwickelt wird ist schlicht eine Schweinerei.

Aber ich befürchte, auch hier wird die Erkenntnis dann zu spät kommen.
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Jean-Paul
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PostPosted: Thu Feb 13, 2014 6:30 pm    Post subject: Reply with quote

musv wrote:
Wobei da ja nicht Systemd die Schuld hat.

Ja das hat er schön eingefädelt, der Herr Pöttering. Bei allen möglichen und unmöglichen Anlässen erzählt er, dass systemd gut ist, dass (bisher nicht vorhandene) Probleme nur aufgezeigt werden und dass systemd ganz bestimmt an nichts die Schuld hat.

Der Einzige schuldige IST systemd. Kein systemd, keine Linux-Only Entwicklung, keine Probleme.
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cryptosteve
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PostPosted: Thu Feb 13, 2014 6:50 pm    Post subject: Reply with quote

musv wrote:
cryptosteve wrote:
Leid tun mir vor allem die Jungs drüben bei BSD ...

Wobei da ja nicht Systemd die Schuld hat.

Mir fehlt leider das Detailwissen um beurteilen zu können, ob man das nicht von Anfang an auch entsprechend portabel hätte bauen können. Es gab Zeiten, zu denen Portabilität mal ein Qualitätsmerkmal freier Software war.
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ulenrich
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PostPosted: Thu Feb 13, 2014 9:59 pm    Post subject: Reply with quote

Apropos "portabel"
Wer von euch (ge)braucht BSD? Andersrum wird ein Schuh:
Wer hat sich nicht schon gewundert über die tausend Möglichkeiten des Linux Kernels. Aber auf der Benutzerseite kommt sowenig davon an, dass Windows immer noch überlegen ist? Portabilität führt halt dazu, dass nur der kleinste gemeinsame Nenner an Möglichkeiten eingesetzt werden kann. Wenn Linux gegenüber Windows und OsX glänzen soll, darf man keine Rücksichten auf das langsame Bsd nehmen, dass doch auch ganz andere Ziele hat?

Apropos "Einheitsbrei"
"Lsb" ist der Versuch eine kleinste gemeinsame Grundlage zu schaffen, auf der sich kommerzielle Hersteller bewegen können. LP schafft mit systemd eine breitere und performantere kleinste (hier vielleicht sogar größte) gemeinsame Grundlage. Das ist der Grund, warum Automotive und andere embedded Branchen auf den Zug springen.

Apropos "vertikalen Integration"
Vor genau einem Jahr war das Hauptargument gegen systemd sein Versuch der vertikalen Integration, was gegen die Unix Philosophie gerichtet sei. Es war hier im englischen Forum gemeint als Todesurteil gegen systemd. Ich aber sagte, dass diese Integration, die mit einer effektiven Erweiterung der kleinsten gemeinsamen Grundlage einhergeht, der Zündfunke sein wird für die allgemeine Annahme und Benutzung durch Anwendungsentwickler. Und diese bestimmen, wann systemd zwingend wird.

Apropos "Sicherheit"
Moniert wird die Vergrößerung der Angriffsfläche durch ein aufgeblähtes Initsystem. Dies ist aber eine Verkennung der Tatsache, dass heutige Linuxsysteme meist genauso große Angriffsflächen bieten, weil sie ähnliche Systemfunktionalitäten anbieten. Meist sind sie dann auch noch schlecht verkonfiguriert. Das soll sich durch systemd verbessern. Spannend wird es aber ab Mitte des Jahres 2014, wenn der Linux Kernel kdbus anbieten wird: die nötigen policies, die die erweiterten Einfallstore schließen sollen, sind noch nicht geschrieben!

Apropos "Technik"
Die technischen Meriten von systemd seien gar keine, weil man doch alles was systemd erreicht auch mit herkömmlichen Methoden bewerkstelligen könne. Der Debian Entscheidungsprozess hat festgestellt, dass es kein anderes Gpl Service System gibt, was systemd technisch überragt. Die Hauptargumente für Canonicals upstart waren nur von der Art "leichtere Pflege", weil es doch schon Ubuntu gibt kann man doch alles ohne viel Portierarbeit übernehmen... Das schlagende Argument für systemd war nicht Gnome. Es war die Möglichkeit mittels pthreads den systemd Ablauf debuggen zu können.

Apropos schlechter Entwickler LP
Er hat anscheinend eine steile Lernkurve durchgemacht: Wenn man sich zur Zeit die Beurteilungen seiner "Peers" anschaut, erfährt man, dass er ein hervorragender "engineer" sein soll. Was über LP in unseren Foren steht, interessiert nichtmal eine relevante Minderheit von Gentoo Usern.

LP muss keine Tricks und Taktiken anwenden um systemd "durchzustechen". Zu ihm kommen die Entwickler, die auf systemd aufbauen wollen. Und es kommt der Linus Nachfolger in Spe, um kdbus als neuen Linux ipc Standard zu entwickeln. Auch die ersten Bedenken gegen ein orthogonales cgroups-v1 System im Linux kernel, wurden anscheinend erstmal mit LP besprochen vor einem Jahr. Davor hatten sich Sievers und LP gerade den Faupax geleistet Linus aufzuregen um die Firmware systematischer vom Kernel direkt laden zu lassen. (Gibt es eine höhere Weihe als den Zorn des Linus empfangen zu haben und zwar mit gewolltem Resultat?). Im übrigen hat LP eine noch recht jugendliche Charakteristik seiner Persönlichkeit, die ausbaufähig ist. Seine Verteidigungsversuche erscheinen mir meistens ungeschickt und auch sowieso unnötig. Und wenn diese Verteidigungen auch noch sachlich ganz schräg liegen, ist das für systemd dann eher kontraproduktiv. Da ist sicherlich ein jugendliches Ungestüm am Werke, doch nicht eine allgemeine und ausgefuchste Konspiration.

Opensource ist docracy. Daher ist LP im Moment der King. Und wer gegen den King aufbegehrt ist ein Rebell ?
Der sollte aber im Gentoo Dschungel einen Platz finden !
Viele, die sich als Rebellen gebärden, sind es nur in ihrer Sprech ...
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schmidicom
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PostPosted: Fri Feb 14, 2014 5:19 am    Post subject: Reply with quote

cryptosteve wrote:
Leid tun mir vor allem die Jungs drüben bei BSD ...

Wieso sollte man ausgerechnet mit denen Mitleid haben?

Sie verweigern sich ständig neuen Technologien und blockieren dadurch immer wieder das vorankommen jener Projekte die wegen der Portabilität gezwungen sind ebenfalls darauf zu verzichten. Ich begrüsse es das einige Devs, darunter eben auch LP, da nicht nicht mehr länger mitmachen und diese neuen Technologien, unabhängig davon was die BSD'ler machen oder eben nicht machen, erfolgreich umsetzen.
Ein kleines Beispiel: Würde man immer und überall auf BSD Rücksicht nehmen gäbe es auch keinen Wayland denn der braucht KMS was BSD ja auch nicht hat.
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cryptosteve
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PostPosted: Fri Feb 14, 2014 5:56 am    Post subject: Reply with quote

Hi ulenrich,
na, das war ja mal ab Abriß. Auch wenn ich Deine Einordnung in King und Rebellen nicht so recht nachvollziehen kann (für mich brauchts schon deutlich mehr, bis für mich jemand der King ist und wenn ich mal 'ne andere Meinung vertrete, sehe ich mich noch lange nicht als Rebell), so stimme ich Dir in den meisten Punkten zu.

Die Einschätzung, die BSDler würden sich fortlaufend neuen Technologien verweigern, kann ich hingegen nun gar nicht teilen. Zudem ist dabei auch immer das Problem, dass mit dem Durchsetzen einer neuen Technik nicht nur die neue Technik voranschreitet, sondern der bisherige Standard oft auch komplett verfällt. Ich denke allerdings, dass das Designkonzept von systemd hier nicht aufzuhalten ist und das sich die BSDler mittelfristig von Gnome und KDE auf dem "Desktop" verabschieden können.
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metal1ty
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PostPosted: Fri Feb 14, 2014 1:29 pm    Post subject: Reply with quote

Ich werde mir dieses Monster niemals auf meine Clients installieren. Der Preis meiner Freiheit ist mir in dem Fall egal.
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Jean-Paul
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PostPosted: Fri Feb 14, 2014 3:29 pm    Post subject: Reply with quote

ulenrich wrote:
Daher ist LP im Moment der King.
...und er wird Kranke heilen, übers Wasser laufen und die Fluten teilen. Amen.
Dieser Messias und seine Helfer werden Linux an die Wand fahren.

metal1ty wrote:
Der Preis meiner Freiheit ist mir in dem Fall egal.
dto. Diese Einstellung und Reaktion hätte von viel viel mehr Usern kommen müssen.
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frank9999
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PostPosted: Fri Feb 14, 2014 3:32 pm    Post subject: Jetzt wechselt auch noch Ubuntu zu systemd Reply with quote

http://www.heise.de/open/meldung/Upstart-ade-Linux-Distribution-Ubuntu-wechselt-auf-Systemd-2114268.html

Somit stellt sich die Frage wie lange wir unter Gentoo noch die Möglichkeit haben NICHT auf systemd wechseln zu müssen...
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franzf
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PostPosted: Fri Feb 14, 2014 3:34 pm    Post subject: Reply with quote

schmidicom wrote:
[Ein kleines Beispiel: Würde man immer und überall auf BSD Rücksicht nehmen gäbe es auch keinen Wayland denn der braucht KMS was BSD ja auch nicht hat.

Eine kleine Anwort:
Wayland läuft aktuell auch noch nicht auf Systemen mit proprietärem nvidia-driver. (kein KMS...)
Andererseits hat BSD seit über einem Jahr funktionierende intel-KMS-Treiber, nouveau und radeon wurden mittlerweile ebenfalls portiert. Und das alles (weit) bevor überhaupt ein einziger Desktop ordentlich mit Wayland läuft...
Und was bitte können die BSDs dafür, wenn sich die inux Grafik-Devs was neues einfallen lassen und die Entwickler der Grafiktreiber voll drauf stürzen? Es sind letztere, die nicht portabel programmiert haben...

Und bevor hier noch jemand über die rückschrittlichen, doofen, trolligen BSDs aufregt, sollten alle mal schauen, was auf ihrem Linux an Software läuft, die eigentlich aus dem BSD-Lager kommt... (also - abseits vom kernel).

Wg. KDE: Solange die ihre Abstraktionsschicht(en) (naja, eigentlich ist es ja nur solid...) beibehalten wird es möglich sein alternative Stacks jenseits von systemd zu verwenden.
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PostPosted: Fri Feb 14, 2014 3:57 pm    Post subject: Re: Jetzt wechselt auch noch Ubuntu zu systemd Reply with quote

frank9999 wrote:
http://www.heise.de/open/meldung/Upstart-ade-Linux-Distribution-Ubuntu-wechselt-auf-Systemd-2114268.html

Unglaublich!

Damit dürfte es allen weiteren Debian-Diskussionen dazu auch so ziemlich den Wind aus den Segeln nehmen.
Auch, wenn es mir grundsätzlich nicht passt, so muss man systemd hier doch eine allumfassend führende Rolle zusprechen.

Glückwunsch, LP! :)
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PostPosted: Fri Feb 14, 2014 5:07 pm    Post subject: Reply with quote

metal1ty wrote:
Ich werde mir dieses Monster niemals auf meine Clients installieren. Der Preis meiner Freiheit ist mir in dem Fall egal.

Einerseits: Viele werden die leichtere Verfügbarkeit von erweiterten Linux Fähigkeiten durch systemd als mehr Freiheit empfinden.
Andererseits: Wenn deine Anwendungsentwickler (und Desktop zB das kommende lxqt) auf systemd verzichten, wirst Du nie zu etwas gezwungen sein in Richtung systemd.

... Warum auch - jemals - sollte sich Gentoo als Meta Distribution die Freiheit selbst nehmen auch ohne systemd auskommen zu können. In der Endsumme gibt es durch systemd insgesamt mehr Freiheit, auch wenn von dir persönlich kleinere Freiheiten genommen werden, denn Du musst auf bestimmte Sachen verzichten, die vorher auch ohne systemd möglich waren.
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PostPosted: Fri Feb 14, 2014 5:13 pm    Post subject: Reply with quote

Naja, ein Einsatz ohne systemd ist wohl noch sehr lange möglich. Die Frage ist, wie aufwendig das auf Dauer wird, denn alle anderen Wege werden wohl zunehmend ungewarteter werden, init-Skripte werden fehlen, etc.

Ich bin nicht grundsätzlich Freund von systemd, aber wenn's denn funktioniert und sich durchsetzt, dann stört es mich auch nicht so sehr, dass ich ein Politikum daraus mache.

Sei's drum, ich denke, spätestens mit dem Wechsel von Ubuntu ist der Drops endgültig gelutscht.
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PostPosted: Fri Feb 14, 2014 5:29 pm    Post subject: Reply with quote

cryptosteve wrote:
Hi ulenrich,
na, das war ja mal ab Abriß. Auch wenn ich Deine Einordnung in King und Rebellen nicht so recht nachvollziehen kann (für mich brauchts schon deutlich mehr, bis für mich jemand der King ist und wenn ich mal 'ne andere Meinung vertrete, sehe ich mich noch lange nicht als Rebell), so stimme ich Dir in den meisten Punkten zu.
Ja,
dieses Bild hinkt natürlich wie jedes Bild. Und sowieso ist nicht unser User King gemeint, sondern alles bezieht sich auf die Entwicklergemeinde. Unsere Kings als User, die uns beherrschen, sind natürlich Gentoo Entwickler wie der kürzlich abgetretene ZacMedico, dessen Name wohl aber kaum einem einfachen User bekannt ist.

Quote:
Die Einschätzung, die BSDler würden sich fortlaufend neuen Technologien verweigern, kann ich hingegen nun gar nicht teilen. Zudem ist dabei auch immer das Problem, dass mit dem Durchsetzen einer neuen Technik nicht nur die neue Technik voranschreitet, sondern der bisherige Standard oft auch komplett verfällt. Ich denke allerdings, dass das Designkonzept von systemd hier nicht aufzuhalten ist und das sich die BSDler mittelfristig von Gnome und KDE auf dem "Desktop" verabschieden können.
Vielleicht haben die BSDler auch ganz andere Prioritäten und Ziele. Ich kenne mich mit BSD überhaupt nicht aus, außer dass es sich mehr wie aus einem Guß anfühlen soll, worauf ich neugierig wäre.
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PostPosted: Sat Feb 15, 2014 2:09 pm    Post subject: Reply with quote

franzf wrote:
Wayland läuft aktuell auch noch nicht auf Systemen mit proprietärem nvidia-driver. (kein KMS...)

Muss er auch nicht denn sonst könnte man auch gleich wieder zum X11 zurückkrebsen.
franzf wrote:
Andererseits hat BSD seit über einem Jahr funktionierende intel-KMS-Treiber, nouveau und radeon wurden mittlerweile ebenfalls portiert.

Bist du dir sicher das diese portierten Treiber dem KMS von Linux ähnlich sind? So weit ich weiß läuft die ganze Grafik Geschichte bei BSD fast vollständig im Userspace über X11 ab.
franzf wrote:
Und was bitte können die BSDs dafür, wenn sich die inux Grafik-Devs was neues einfallen lassen und die Entwickler der Grafiktreiber voll drauf stürzen? Es sind letztere, die nicht portabel programmiert haben...

Das ist wohl Ansichtssache.
Ich finde die Entwickler handeln richtig wenn sie diese neuen Möglichkeiten, unabhängig davon ob BSD jetzt mitmacht oder nicht, nutzen. Denn zuviel Portabilität kann auch sehr schnell kontraproduktiv sein/werden.
franzf wrote:
Und bevor hier noch jemand über die rückschrittlichen, doofen, trolligen BSDs aufregt, sollten alle mal schauen, was auf ihrem Linux an Software läuft, die eigentlich aus dem BSD-Lager kommt... (also - abseits vom kernel).

Ich rege mich nicht über BSD auf und sage auch nicht das sie alles komplett falsch machen aber sie dürften gegenüber neuen Ideen und Entwicklungen aus der Linuxwelt etwas offener sein. Nur habe ich das Gefühl das manche von ihnen in Linux nach wie vor nicht anderes sehen als die Raubkopie von UNIX.

EDIT:
Ok scheinbar ist der KMS bei FreeBSD 9 angekommen aber so weit ich lesen konnte nur für Intel, erst ab Version 10 ist da auch Radeon drin. Doch bei den anderen BSD Systemen scheint es mit KMS noch ziemlich düster aus zu sehen, aber zumindest gibt es Hoffnung für sie.
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Last edited by schmidicom on Sat Feb 15, 2014 6:15 pm; edited 1 time in total
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Jean-Paul
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PostPosted: Sat Feb 15, 2014 4:59 pm    Post subject: Reply with quote

Also zunächst mal, Wayland läuft unter BSD.

schmidicom wrote:
Ich finde die Entwickler handeln richtig wenn sie diese neuen Möglichkeiten, unabhängig davon ob BSD jetzt mitmacht oder nicht, nutzen.
Ich finde, Entwickler die glauben dass eine Abhängigkeit zu einem Init-System "neue Möglichkeiten" bedeuten, nicht ganz verstanden haben um was es eigentlich geht. Zu einem Init-System sollte rein gar kein Abhängigkeit bestehen - schon gar nicht, wenn es sich um Grafik-Bibliotheken handelt.

schmidicom wrote:
...aber sie dürften gegenüber neuen Ideen und Entwicklungen aus der Linuxwelt etwas offener sein. Nur habe ich das Gefühl das manche von ihnen in Linux nach wie vor nicht anderes sehen als die Raubkopie von UNIX.
Aber das müssen sie doch gar nicht. systemd muss, soll und wird nicht unter BSD laufen. Die haben ihre eigenen Init-Systeme. Das Einzige was man erwarten kann ist, dass die "Linuxwelt" jetzt nicht anfängt alles, aber auch alles "Linux-Only" zu programmieren, weil es schlicht nicht nötig ist.

Mit deinem letzten Satz gebe ich dir voll Recht. Weil das UNIX in Linux mehr und mehr verschwindet, kann man bestimmt nicht mehr von einer Raubkopie sprechen.
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”Everything should be made as simple as possible, but no simpler.” – Albert Einstein
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