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Nutzt jemand glücklich Gnome3?
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mv
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Joined: 20 Apr 2005
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PostPosted: Sun Aug 05, 2012 1:09 pm    Post subject: Reply with quote

ChrisJumper wrote:
Speziell das kann ich sogar nachvollziehen. Denn ursprünglich waren dies so kleine Anwendungen die sich die Community selber geschrieben hat und die dann jeder einzelne zum Download angeboten hat.

Dagegen wäre ja nichts einzuwenden. Das passiert ja bei allen Projekten so.
Quote:
Da ist es für Drittanwender schwerer sich an die Paket-Manager-Maintainer der Distributionen zu wenden und zu fordern: Hier nehmt bitte mein tolle "Desktop-Wetter-Twitter-Uhr" mit auf.

Warum? Und warum sollte es sinnvoller/leichter sein, die Gnome-Paket-Maintainer von dem Paket zu überzeugen, wenn sie es nicht in die Haupt-Distribution aufnehmen wollen? Warum nicht statt dessen ein Paket anbieten, das sauber in bestehende Linux-Distributionen integriert werden kann?

Es gibt ja auch andere Projekte mit "Subprojekten": Emacs, TeX, Perl, Python, Ruby, Firefox fallen mir sofort ein. Die guten Projekte (Perl und Emacs sind hier als vorbildlich zu nennen) versuchen dabei nicht krampfhaft, das Installieren dieser Subprojekte durch die Linux-Paketmanager zu boykottieren, sondern leisten u.U. sogar den Distributionen Hilfestellung, das Erstellen von Paketen für Linux-Paketmanager zu automatisieren oder möglichst einfach zu halten.
Gibt es ein Tool wie app-portage/g-cpan für Gnome-Extensions oder würde das zumindest von Gnome massiv unterstützt?
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mv
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Joined: 20 Apr 2005
Posts: 4001

PostPosted: Sun Aug 05, 2012 1:15 pm    Post subject: Reply with quote

franzf wrote:
Erst wenn es für nicht-RedHat-Angestellte schwer wird, seine Software in den Manager zu bekommen, ist das ein Problem.

Ich würde nicht so lange warten wollen, bis RedHat das Monopol hat, das dann irgendwann zu entscheiden. Wenn im vermeintlich freien Softwaremarkt eine Firme eine solche Macht bekommt, läuft etwas falsch. Ob die Macht derzeit ausgenutzt wird, ist dabei vollkommen unerheblich. (RedHat wären sehr kurzsichtig, wenn sie jetzt schon versuchen würden, die Sache auszunutzen).
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ChrisJumper
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Joined: 12 Mar 2005
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PostPosted: Sun Aug 05, 2012 5:01 pm    Post subject: Reply with quote

mv wrote:
Warum? Und warum sollte es sinnvoller/leichter sein, die Gnome-Paket-Maintainer von dem Paket zu überzeugen, wenn sie es nicht in die Haupt-Distribution aufnehmen wollen? Warum nicht statt dessen ein Paket anbieten, das sauber in bestehende Linux-Distributionen integriert werden kann?


Nun es wäre bestimmt besser wenn diese Software entsprechen gepflegt wird, der Code signiert oder jemand mal drüber schaut. Aber ich dachte eben an Dinge für die es sich nicht lohnt. Wie schon dir von dir genannten Plugins für den Firefox und Co. Wenn die Software diesbezüglich eine einfache Möglichkeit anbietet darauf zuzugreifen ok.

Wahrscheinlich habe ich dich in dem von mir zitierten nur falsch verstanden. Denn ich kann natürlich nicht einschätzen wie es bei den Pakte-Maintainern läuft und selber habe ich mich auch noch nie an das Gnome-Projekt gewendet oder an die Gentoo-Crew die hier die Pakete pflegt. Also unter der Rücksicht ob hier wirklich etwas blockiert wird und strategisch versucht es z.b. den Gentoo-Maintainern schwerer zu machen so das es für ein Pakte das ein oder andere Useflag nicht geben kann etc..

Deswegen legte ich die Betonung ja auf diese kleinen Plugins, Extentions oder wie sie neumodisch heißen Apps. Und z.B. das Ubuntu-Software-Center finde ich eine tolle Idee, nur schade das es sich nicht einfach in jedes Linux bei bedarf installieren ließe.

In Portage gibt es ja gnome-extra/gnome-shell-extensions oder app-admin/eselect-gnome-shell-extensions, und eine direkte Auswahl gibt es bei diesem Paket scheinbar nicht, denn es ist nur eins. Daher vermute ich es handelt sich um ein Pakte das gleich mehrere Installiert. Ich lade bisher bei bedarf immer die aktuelle Version von dem Autor herunter. Auch weil ich nie weiß wie aktuell die Versionen in Portage sind.

Und ein solcher einfacher Update-Mechanismus ist vielleicht einfacher da er Zentral funktioniert anstatt sich an die vielen Projekt-Helfer der Distributionen zu wenden. Aktuell ist es doch so das sich jemand auf einer speziellen Webseite einloggt, da seine Themes, Extentions oder was auch immer anklickt, den ein oder andren Haken zur Kategorie oder Beschreibung setzt und einfach auf "Absenden klickt".

Das schlimme ist das ich Gnome in seiner aktuellen Form eigentlich sehr mag. Zwar kann ich auf den Großteil der "Sozial Media" verzichten. Aber optisch und von der Performance her finde ich es toll. Es wäre schade wenn das Gnome-Projekt sich komplett trennt, auflöst, verwässert oder in Gentoo die Betreuung schwerer wird.
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fuchur
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Joined: 12 Aug 2003
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PostPosted: Sun Aug 05, 2012 6:36 pm    Post subject: Reply with quote

Hi
ChrisJumper wrote:
:/

Ich nutze auch noch glücklich gnome 3. Mir geht aktuell diese Diskussion mit dem andauernden schwarzsehen auf die Nerven. Letztlich ist doch nicht das wichtig was geplant wird oder wohin sich diese Richtung entwickelt sondern wie der Code ausschaut.

Das jenes Gnome-Team nur noch aus zwanzig Personen besteht ist wirklich schade, wenn es denn so ist. Auch das diese für Unternehmen haben die vorrangig ihre eigenen Interessen durchsetzten.
...

Viel schwarzsehen sehe ich in diesem Thread eigentlich nicht. Viele Sachen die hier gepostet wurden sind eigentlich Fakt.
Tatsache ist das schon in Gnome2 viele sinnvolle Patches/Erweiterungen nicht integriert worden sind da zu viele Konfiguration Möglichkeiten
den Benutzer irritieren würde. Ich sehe das so: Fähige Entwickler wohlen mit denen überhaupt nichts zu schaffen haben. Wieso sollte jemand
etwas für Gnome schreiben wenn er von vornherein weiss das dort eine Diktatur herrscht und es sowieso nicht aufgenommen wird. Dann sucht
er sich halt eine Oberfläche wo er die Möglichkeit sieht das seine Entwicklung auch dankbar aufgenommen wird. Fähige Entwickler werden von den
Gnomer sicherlich einen grossen bogen machen, die Leute sind sich sicherlich sehr wohl bewusst was sie können oder schon geleistet habe und
brauchen sich von anderen auch nicht belehren zu lassen was sie eigentlich brauchen oder was nicht.

Auch frag ich mich was die eigentlich unter Entwicklung verstehen? Angekündigt wurde unter anderem das jetzt erst einmal Nautilus für 3.6
hingerichtet werden soll. Es kommt also kaum etwas hinzu sondern es werden viele nützliche Sachen einfach entfernt:
https://live.gnome.org/Nautilus/Roadmap/3.6
Für mich schaut das nach totaler Inkompetenz der Entwickler aus. Einfach Funktionen zu entfernen weil Sie unfähig sind diese in Ihr Bedienkonzept
einzubauen zeigt für mich eigentlich das das Konzept total daneben ist oder Sie es nicht besser könne. Entwicklung schaut für mich anders aus.
Mann kann nur froh sein das die keine Autos entwickeln denn Sachen wie ABS Airbag usw. würden die glatt beim nachfolge Modell weglassen weil sie es
nicht gebacken bekommen es in ihr Nachfolge Modell ein zu bauen.

Quer durch alle Foren liest man überall das gleiche, es gibt kaum welche die sich mit Gnome3 anfreunden könne bzw. die zu Gnome3 gewechselt
sind weil sie das Konzept gut finden. [meinung] Mehr noch, wenn man es so beobachtet sind aber mindestens 70% der gnome2 Benutzer gewechselt und
hinzu gekommen ist kaum jemand [/meinung]. Und wieso so viele Dists (einschliesslich Fedora) so schnell Mate aufnehmen obwohl noch nicht alle Plugins/Applets
oder Erweiterungen von Gnome2 funktionieren wird wohl auch einen Grund haben.

Für mich steht eigentlich fest das der Name Gnome mit Gnome3 von ein paar Mann missbraucht worden ist um sich selbst in Szene zu setzen aber der
Schaden der angerichtet worden ist auch in vielen Jahren nicht repariert werden wird. Gnome3 ist komplett darauf ausgelegt dem Benutzer
zu entmündigen und jegliche konfigurations möglichkeiten zu nehme. Auch sieht man es auch an dem Effekt wenn man unter Gnome3 die Panele
oder Fenstermanager usw. abschiesst. Ein grosser Klumpatsch und nichts Modulares wo eins ohne das andere nicht läuft.

Wie vorher schon gesagt, nur meine Meinung.

MfG
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mv
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Joined: 20 Apr 2005
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PostPosted: Mon Aug 06, 2012 8:39 am    Post subject: Reply with quote

fuchur wrote:
https://live.gnome.org/Nautilus/Roadmap/3.6

Grins. Das ist ja wirklich ein Witz: Die einzigen Modi, in denen Nautilus vernünftig bedienbar war (tree-view, compact mode), werden entfernt.
Ich glaube, es sagt viel über die Organisationsstruktur von Gnome, dass alle Entfernungen auf Betreiben eines einzigen Entwicklers geschehen, der zudem mit Nautilus anscheinend gar nichts zu tun hat. Lustig war auch die Begründung in einem der genannten "Bugs". Sinngemäß: "Schlecht bedienbar" - Nautilus-Hauptentwickler: "Was denn genau soll so schlecht bedienbar sein, begründe das doch bitte genauer" - "Schlecht bedienbar" - "OK, das ist einleuchtend, dann schmeißen wir es heraus."
Klingt sehr demokratisch und wohldurchdacht. :lol:
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Klaus Meier
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PostPosted: Mon Aug 06, 2012 6:55 pm    Post subject: Reply with quote

Da tut sich ja nun wirklich etwas positives...

http://www.pro-linux.de/news/1/18706/nemo-linux-mint-begint-fork-von-nautilus.html

Es hat wohl niemand mehr Lust auf diesen Wahnsinn. Gut, dass da rechtzeitig etwas passiert.
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cryptosteve
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PostPosted: Mon Aug 06, 2012 9:59 pm    Post subject: Reply with quote

Die Frage ist, ob sich so ein Fork auf Dauer hält und ob das Projekt die Manpower aufbringen kann. Wünsche würde ich es mir ja.
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fuchur
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PostPosted: Tue Aug 07, 2012 12:02 am    Post subject: Reply with quote

Hi
mv wrote:
Grins. Das ist ja wirklich ein Witz: Die einzigen Modi, in denen Nautilus vernünftig bedienbar war (tree-view, compact mode), werden entfernt.
Ich glaube, es sagt viel über die Organisationsstruktur von Gnome, dass alle Entfernungen auf Betreiben eines einzigen Entwicklers geschehen, der zudem mit Nautilus anscheinend gar nichts zu tun hat. Lustig war auch die Begründung in einem der genannten "Bugs". Sinngemäß: "Schlecht bedienbar" - Nautilus-Hauptentwickler: "Was denn genau soll so schlecht bedienbar sein, begründe das doch bitte genauer" - "Schlecht bedienbar" - "OK, das ist einleuchtend, dann schmeißen wir es heraus."
Klingt sehr demokratisch und wohldurchdacht. :lol:
So nach dem Motto Ich verwirre dich doch nicht mit Tatsachen, das ist halt so ... :).
cryptohappen wrote:
Die Frage ist, ob sich so ein Fork auf Dauer hält und ob das Projekt die Manpower aufbringen kann. Wünsche würde ich es mir ja.

Genau das ist der Punkt. Wenn die ganzen oder einige der fähigen Entwickler (oder auch Angestellte bei andern Dists) "zurück komme" bzw. dem neuen Projekten
beitreten/mitarbeiten die in den letzten Jahren bei Gnome hingeschmissen haben oder vergrault wurden könnte das etwas werden. Auch muss sich erst noch
herausstellen ob der oder die Projektfounder die nötige Sozialkompetenz haben und nicht wie bei Gnome.

Hinzu kommt aber auch das zu einem guten Produkt ein "Name" gehört, und den hatte sich Gnome nach meiner Meinung in vielen Jahren (besonders in
den Anfängen) gemacht, und den haben jetzt andere "geklaut". Erst einmal sind die Forks für weniger interessierten "Linuxer" neue Projekte ohne History
und das ist sicherlich nicht förderlich.

Was jetzt abläuft ist für den Desktop unter Linux sicherlich nicht förderlich und viele Sachen werden mehrfach entwickelt bzw. hin und her portretiert und
die Zeit hätte sicherlich bei einem Projekt besser genutzt werden könne. Daran sind aber nicht die Leute schuld sind die die Forks in die Welt gehoben haben.
Das finde ich war auch nötig. Mangelware an Entwicklern gibt es eigentlich in jedem Opensource Projekt. Hier wurde der Mangel noch einmal kräftig "erhöht".

Aber immerhin haben die Gnomer die Realität wider gefunden. Sie haben kürzlich bei ihrer Konferenz das Ziel ausgegeben mit Gnome 3/4 20% bei den Linux Desktops
erreichen zu wollen. Ich ja gut das man Ziele hat wenn man überlegt das es mal 40% 50% oder noch mehr wahren (und komm mir jetzt keiner das
die 20% des gesamten Desktops meinen, das kann nur ein Übersetzungsfehler sein, man kann denen ja alles nachsagen aber das die etwas nicht realistisch
einschätzen können, das sicherlich nicht, immerhin wissen die auch ganz genau was ich auf dem Desktop benötige).

MfG
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bell
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Joined: 27 Nov 2007
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PostPosted: Fri Aug 31, 2012 11:51 am    Post subject: Reply with quote

Gerade kam auf Heise: Gnome-Gründer: Warum der Linux-Desktop gescheitert ist

- Entwicklerkultur ist schuld
- Linus ist schuld
- Distributoren sind schuld
- Open-Source-Entwickler sind schuld
- Die Gnome-Entwickler hätten einen guten Job gemacht.

*Gähn*
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schmidicom
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PostPosted: Fri Aug 31, 2012 12:09 pm    Post subject: Reply with quote

Irgendwie kommt mir der Artikel auf Heise vor wie Gejammer auf ganz hohen Niveau.

Über die Treiberschnittstellen im Kernel weiss ich nicht genug um jetzt behaupten zu können das sich diese zu oft verändern würden aber das mit der fehlenden Abwärtskompatibilität bei Programmen glaube ich ihm nicht.
Wenn etwas von Anfang an sauber programmiert wurde läuft das doch sicher noch eine ganze weile lang weiter?
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Mich braucht jeder. Zumindest behaupten viele, ich hätte gerade noch gefehlt. ;)
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cryptosteve
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PostPosted: Fri Aug 31, 2012 12:12 pm    Post subject: Reply with quote

Der Linux-Desktop ist gescheitert?

Meiner nicht ...
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bell
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Joined: 27 Nov 2007
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PostPosted: Fri Aug 31, 2012 12:28 pm    Post subject: Reply with quote

Er setzt als Maßstab für den Desktop-Erfolg, wie gut kommerzielle Anwendungen darauf laufen. Da stimmt es natürlich, wenn ein Hersteller ein Release einer Applikation rausgebracht hat, wird er es später nicht erneut gegen neuere Bibliotheken rekompilieren. Durch die schnelle Open-Source Entwicklung ist das Release dadurch nur begrenzt lauffähig. Und das bedeutet für Ihn "keine Abwärtskompatibilität". Dabei betrachtet er nicht, dass eine schnelle Entwicklung gut ist und dass was er will eigentlich ein Problem ist und nichts anstrebenswertes. Selbst Windows kämpft dagegen: Stichwort "Killbit".

Open-Source Software hat dieses Problem nicht, da jeder Zeit rekompilierbar. Diese wird im Beitrag gar nicht beachtet.

Kurz gesagt: Open-Source != Closed Source.

Es sind zwei Welten für zwei unterschiedliche Zielgruppen. Rein aus der Open-Source Sicht hat keiner ein Interesse daran dass der Linux-Desktop sich "durchsetzt". Jeder hat eigentlich nur das Interesse eine Lösung zu haben mit der er zufrieden ist, und dabei spielt es keine Rolle ob man die Lösung alleine nutzt der ob 1.000.000 Leute es nutzen.

Ich würde den Titel von "Linux Desktop ist gescheitert" nach "Mit Linux Desktop lässt sich kein Geld verdienen" umbenennen. Und mit diesem Fakt kann ich leben.
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franzf
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PostPosted: Fri Aug 31, 2012 12:36 pm    Post subject: Reply with quote

Wie kann man eigentlich "binary compatibility" mit "Treiberschnittstelle" übersetzen?
Ansonsten halten sich der originale Blogpost und die Heise-Meldung recht bedeckt in der Aufführung von Argumenten. Nur dünnes Gewäsch. Andeutungen. Um was für "Inkompatibiltäten" es sich handeln soll, erfahren wir nicht.
Ich kann zwar erahnen, dass ein leichter Seitenhieb auf RedHat mit ihren ständigen Wechseln von hal/udisks/upower und init-systemen mitschwingt. Ansonsten ist es eine nichtssagende Schlechtrednerei (nicht mal auf hohem Niveau) von Linux. Dass er am Ende meint, OS X richtig gern zu haben, heißt für mich, dass er vielleicht bei denen anheuern will und erstmal ordentlich schleimen muss :P

Die Höhe ist aber, dass er das Entfernen von Funktionen anprangert, trotzdem dem Gnome-Projekt eine gute Arbeit beschert. Nautilus, FTW?!?
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Klaus Meier
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PostPosted: Fri Aug 31, 2012 6:04 pm    Post subject: Reply with quote

Nun ja, wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist dieser Herr ja nicht mehr für Gnome zuständig. Stattdessen hat er ja seine Zeit und Energie damit verschwendet, Microsoft in den Arsch zu kriechen. Mono und Moonlight haben wir ja ihm zu verdanken. Haben die dem Linuxdesktop weitergeholfen? Ok, war er abgelenkt, konnte er in der Zeit nicht daran arbeiten, Gnome zu verschlechtern.

Das aktuelle und ehemalige Gnometeam scheint sich ja zur Zeit in einer absoluten Sinnkrise zu befinden. Die Interviews waren so etwas von genial, dass ich hoch und heilig verspreche, es nie wieder nutzen zu werden. Peinlic her geht es nicht mehr.
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Yamakuzure
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PostPosted: Mon Sep 03, 2012 3:54 pm    Post subject: Reply with quote

Och das Mono-Projekt ist schon ganz sinnvoll. (Naja, oder es kann in (geraumer) Zukunft sinnvoll werden.) Und Moonlight wurde zurecht eingestampft.

Ansonsten habt Ihr aber natürlich auch Recht, CS versus OS sind einfach zwei verschiedene Welten. Vergleiche sind unmöglich und "Kooperationen" äußerst schwierig.
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ChrisJumper
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PostPosted: Tue Sep 04, 2012 5:32 pm    Post subject: Reply with quote

Also nach diesen Äußerungen, aber auch den Plänen des Gnome-Teams.. oder war das jetzt ein Ex-Entwickler? Würde ich mir am liebsten auch einen neuen Desktop suchen und Gnome über Board werfen. Aber das mache ich wohl erst wenn die Unterstürzung bei Gentoo erst mal darunter leidet.

Ansonsten stimmt es einfach nicht das sich unter Gnome oder mit Linux kein Geld verdienen lässt. Ich würde die Programm-Entwicklung natürlich kaufen, allerdings mit der Bedingung das der Code anschließend GPL3 wird. Vielleicht gibt es ja mal Kickstarter-Projekte die sich darum bemühen.

Auch würde ich eine Webseite dafür bezahlen das sie ordentliche Dokumentationen erstellt. Das Problem sehe ich eher darin das es für Entwickler oder Einzelpersonen zu unattraktiv ist. Und sie diese Sicherheit nach dem GPL3-Modell nicht mehr haben das ihr Code (später oder in Zukunft) unentgeltlich von dritten verwendet wird.

Es müsste sich nur mal etablieren das jeder der von Linux überzeugt ist jedes Jahr regelmäßig 50 Dollar "spendet" und an die unterschiedlichen Linux und GPL3-Projekte verteilt. Wenn ihr das nicht eh schon macht. Doch was schreibe ich da, die meisten arbeiten wohl fleißig an Linux und bringen sich an der ein oder anderen Stelle mit in ein Projekt ein.

Für mich als Nutzer ist der Linux-Desktop nicht gescheitert. Ich brauch nur ein Auge auf Apple zu werfen und weiß was ich an meinem Linux, Gentoo, Gnome System habe. Eben die Freiheit und Unabhängigkeit es so zu verwenden wie ich es möchte.

Wie war es noch? Apple hat jetzt ein Patent darauf die Kamera von Mobiltelefonen an bestimmten Orten zu deaktivieren. Nutzer können dann einfach keine Bilder machen oder Ton aufzeichnen. -Wohl in erster Linie bei Konzerten. Mir ist aber als erstes die arabische Revolte eingefallen. Oder die Fotos aus Syrien.
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franzf
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Joined: 29 Mar 2005
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PostPosted: Tue Sep 04, 2012 6:10 pm    Post subject: Reply with quote

Bei lilypond kann man sich Features kaufen (war jedenfalls früher so): Entwickler schätzen Aufwand ab und legen einen Preis fest. Die User die das interessiert legen zusammen (oder einer übernimmt alles) und dann wird implementiert.
Dazu muss sich ein Projekt natürlich erstmal etablieren.
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bell
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Joined: 27 Nov 2007
Posts: 418

PostPosted: Tue Sep 04, 2012 6:24 pm    Post subject: Reply with quote

Genau das passierte ja im Gnome-Projekt. Red-Hat (+andere kommerziellen Distris) bezahlt die Features die sie haben wollen und der Rest des Projektes muss es schlucken, egal ob die anderen es wollen oder nicht. Die Balance muss stimmen zwischen kommerziell getrieben und frei gewollt. Sonnst macht die Community das nicht mit.

Aber wie ich den Artikel verstanden ging es eher darum dass "Die Open Source Entwickler halten sich nicht an die Richtlinien der Closed-Source Entwicklung und daher kann man mit Closed-Source auf einer Open-Source Plattform kein Geld verdienen."
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