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LinuxTom
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Joined: 26 Mar 2006
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PostPosted: Tue Jan 24, 2012 7:09 pm    Post subject: Reply with quote

Knieper wrote:
Allerdings bin ich schon die letzten 10 Jahre gut ohne die drei Genannten ausgekommen.

Und welche hast Du?
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Knieper
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Joined: 10 Nov 2005
Posts: 846

PostPosted: Tue Jan 24, 2012 10:45 pm    Post subject: Reply with quote

Eine vom renommierten Hersteller aus Kanada. Beim Rechnerneukauf würde es wohl eine integrierte von Intel werden, obwohl ich normalerweise AMD-Rechner bevorzuge.
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Je dümmer desto Gnome/KDE.
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musv
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PostPosted: Tue Jan 24, 2012 11:58 pm    Post subject: Reply with quote

mv wrote:
Das sind m.W. alles hauptamtliche Angestelle von Redhat und damit vermutlich sehr enge Arbeitskollegen von Poettering

Waaaaah, Der ist tatsächlich für die ganzen Ärgernisse verantwortlich. Wieso hat der soviel Einfluss?
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AmonAmarth
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Joined: 03 Mar 2005
Posts: 707

PostPosted: Wed Jan 25, 2012 12:35 am    Post subject: Reply with quote

musv wrote:
mv wrote:
Das sind m.W. alles hauptamtliche Angestelle von Redhat und damit vermutlich sehr enge Arbeitskollegen von Poettering

Waaaaah, Der ist tatsächlich für die ganzen Ärgernisse verantwortlich. Wieso hat der soviel Einfluss?


Weil er wohl gerne und gut die Klappe aufreisst und rhetorisch andere unterbuttert, die was gegen sein Zeugs sagen wollen. Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=ZTdUmlGxVo0
Das fanden viele wohl letztes jahr unglaublich cool und lustig diese Aktion, ich empfand das eher als unverschämt die ganze Zeit dazwischen zu funken, da der Redner wirklich einen wichtigen Punkt zu sagen hatte.
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schmidicom
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Joined: 09 Mar 2006
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PostPosted: Wed Jan 25, 2012 7:20 am    Post subject: Reply with quote

AmonAmarth wrote:
musv wrote:
mv wrote:
Das sind m.W. alles hauptamtliche Angestelle von Redhat und damit vermutlich sehr enge Arbeitskollegen von Poettering

Waaaaah, Der ist tatsächlich für die ganzen Ärgernisse verantwortlich. Wieso hat der soviel Einfluss?


Weil er wohl gerne und gut die Klappe aufreisst und rhetorisch andere unterbuttert, die was gegen sein Zeugs sagen wollen. Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=ZTdUmlGxVo0
Das fanden viele wohl letztes jahr unglaublich cool und lustig diese Aktion, ich empfand das eher als unverschämt die ganze Zeit dazwischen zu funken, da der Redner wirklich einen wichtigen Punkt zu sagen hatte.

Hmm ich bin verwirrt, wer machte den Vortrag gleich noch Herr Draxinger oder doch Poettering?
Eigentlich gebietet es ja die Höflichkeit das man so was nicht unterbricht und erst zum Schluss oder wenn man gezielt gefragt wird seinen Kommentar abgibt.

Also ich hätte nicht so viel Geduld mit dem Typen gehabt was vermutlich auch der Grund ist warum ich bei uns in der Firma keine Schulungen mehr mache. ;)
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Mich braucht jeder. Zumindest behaupten viele, ich hätte gerade noch gefehlt. ;)
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Max Steel
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PostPosted: Wed Jan 25, 2012 1:26 pm    Post subject: Reply with quote

Zum Thema udisks "ganz aktuell":

Wer udisks installieren möchte braucht dashier in udev:
( ) gudev ( ) Local flag: enable libudev gobject interface (sys-fs/udev)

Und udisks wird vornehmlich von KDE verwendet (allein das Geräte-Plasmoid basiert darauf (glaube ich)
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Heim-PC: AMD Phenom II X4 3,2GHz, 16GB RAM, gentoo-sources-3.10.7, NV GTX 780
Laptop: Intel Celeron 1,7GHz, 512MB Ram, tuxonice-sources-3.7.1, SIS Graphic

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astaecker
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PostPosted: Wed Jan 25, 2012 1:51 pm    Post subject: Reply with quote

Max Steel wrote:
Zum Thema udisks "ganz aktuell":

Wer udisks installieren möchte braucht dashier in udev:
( ) gudev ( ) Local flag: enable libudev gobject interface (sys-fs/udev)

Und udisks wird vornehmlich von KDE verwendet (allein das Geräte-Plasmoid basiert darauf (glaube ich)

Wo liegt das Problem? Das KDE die glib (implementiert gobject) verwendet? Man hätte dafür wohl auch ein C++-Binding verwenden können, aber da solche Middleware meistens zuerst für Gnome geschrieben wird, gibt es halt nur ein glib-Binding. Die Qt- und KDE-Entwickler können damit wohl leben. Und da glib als eine STL für C recht schlank und mittlerweile hochoptimiert ist, verbraucht es wohl auch nicht mehr Resourcen als jede andere Lösung.

Udisks wird mittlerweile in einiger Software verwendet, siehe DEPEND, PDEPEND und RDEPEND.
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astaecker
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PostPosted: Wed Jan 25, 2012 2:14 pm    Post subject: Reply with quote

musv wrote:
Waaaaah, Der ist tatsächlich für die ganzen Ärgernisse verantwortlich. Wieso hat der soviel Einfluss?

Weil er Code schreibt. In den Bereichen hat sich lange nichts getan bzw. nicht das richtige, so dass er mit seiner Software offene Türen einrennt.

AmonAmarth wrote:
Weil er wohl gerne und gut die Klappe aufreisst und rhetorisch andere unterbuttert, die was gegen sein Zeugs sagen wollen. Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=ZTdUmlGxVo0
Das fanden viele wohl letztes jahr unglaublich cool und lustig diese Aktion, ich empfand das eher als unverschämt die ganze Zeit dazwischen zu funken, da der Redner wirklich einen wichtigen Punkt zu sagen hatte.

Sicher war der Redner mit der Kritik überfordert und daher bedauernswert, andererseits wäre es wohl auch nicht richtig und sinnreich gewesen, das Publikum 50 Minuten lang mit falschen Fakten zu füttern. Auch wenn das Thema Leute anspricht und die Aussage für einige Anwendungsfälle richtig ist, so ist der Vortrag schlecht recherchiert und in seinem Anwendungsgebiet beschränkt. All die genannte Software ist notwendig, weil deren Funktionen von einem modernen Desktop erwartet wird. Und den hat Lennart im Blick.
Der Vortrag ist bewusst provokant gemacht und der Redner nach einigen korrekten Einwürfen aus Trotz uneinsichtig, so dass der Redner gegen Lennart, der u.a. seine Software verteidigt, den kürzeren zieht.
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pablo_supertux
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PostPosted: Thu Jan 26, 2012 1:33 am    Post subject: Reply with quote

mv wrote:

Beispiel consolekit und policykit: Für Desktopumgebungen ist es durchaus zweckmäßig, dass der eingeloggte Benutzer "registriert" wird und zusätzliche Rechte bekommt. Dazu gibt es aber vorgehesene Mechanismen: Registrieren sollte in einer Datei in /var/run (oder einen ähnlichen Pfad) passieren, nicht durch einen ständig laufenden Dämon, der permanent Resourcen frisst, und auch sonst nur Nachteile hat.


Aha, das ist also der Grund, warum ich in meinem Arbeitsnotebook (mit Debian 6) mplayer nicht verwenden kann, wenn ich per SSH eingeloggt bin und gleichzeitig kein X läuft.
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Yamakuzure
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PostPosted: Thu Jan 26, 2012 11:50 am    Post subject: Reply with quote

avx wrote:
c) Gentoo-spezifisch, wenn ebuild-Maintainer zu faul sind, wirklich alle optionalen Deps rauszufinden und einfach mal alles im ebuild forcieren, was sie für sinnvoll halten. KA wieviele z.B. Dokumentationssysteme (doxygen, asciidoc, ...) ich allein auf dem System habe, obwohl sie vollkommen unnötig sind.
Ja. Zum Beispiel habe ich gconf auf meinem KDE-Rechner, weil ich für Code::Blocks wxGTK benötige, und das benötigt gconf wenn gstreamer verwendet wird. Nur das gstreamer mitlerweile Pflicht ist, da KDE sich von Xine verabschiedet hat. Aber _wofür_ brauchts dann gconf? (Wofür braucht wxGTK bei mir gstreamer? Ich glaub ich schmeiß das raus aus den USE-Flags...)

Aber wie auch immer, ich bin nicht so unbedingt heiß drauf jedes nötige Byte zu sparen, da moderne Hardware genug Resourcen hat. Mein Akku hält 5-6 Stunden, ich brauche aber nie mehr als 1-2. Man kann auch auf hohem Niveau jammern.

Das Einzige, was ich wirklich wirklich dringend in /etc/portage/package.mask benötige sind diese Zeilen:
Code:
# Alles an GTK3 hat hier Hausverbot:
>=gnome-base/gvfs-1.10.1
>=sys-apps/gnome-disk-utility-3.0.0
x11-libs/gtk+:3
x11-libs/vte:2.90
Mehr brauche ich (zum Glück) nicht um GTK3 fern zu halten.

Aber schauen wir mal nach den Hauptakteuren des allgemeinen Aufregens:
  1. gconf
    Ich weiß nicht warum es da ist, warum es benötigt wird, und wofür das gut sein soll. Na gut, eigentlich ist es mal einen Versuch wert, es runterzuwerfen, vielleicht gelingt mir das ja?
  2. gvfs
    Das ist eine harte Abhängigkeit von libgnome. Das befindet sich wegen libgnomeui auf meinem Rechner, welches von libgnome-python (hart) benötigt wird. Letzteres kam dank egg-python auf mein system, was zwingend von phctool verwendet wird, was ich mal installiert habe um phc-intel zu testen.
    Oh! Ich kanns runterschmeißen. Yippieh! (testen ist ja lange beendet!)
  3. *kit und u*
    Finde ich nicht schlimm. Macht alles, zumindest aus Sicht eines KDE4-Anwenders, recht einfach. Ich kann aber jeden Nicht-KDE-Nutzer verstehen, der sich von den (nicht gerade wenigen) Programmen angenervt ist.
  4. SystemD
    Die Grundidee finde ich garnicht so schlecht. Ich habe mal spaßeshalber eine VM mit Arch und systemd aufgesetzt (geht ja schnell), und der Boot-Prozess ist ... nunja ... wow. Für die übrigen "Vorteile", die systemd bringen soll, ist glaube ich noch abzuwarten, wie sich der ganze Rotz entwickelt.
  5. PulseAudio
    Ja. Ein g-e-n-i-a-l-e-s System wenn man einen Headless Media-Server für seine Wohnung bauen will. Für ein Laptop ist das ungefähr so, als ob man sein Fahrrad stehen lässt, und die 50 Meter zum Bäcker im Leopard 2 zurücklegt... (Dafür bekommt man die Schrippen zwei cent günstiger. ;))
  6. Poettering
    Der hat schon was drauf. Auch wenn so einige komische Ideen dabei sind, finde ich es nicht richtig seine Arbeit als Ganzes daran zu bewerten, dass er ein ziemlich unsympathischer Fatzke ist.

_________________
I *do* know that I easily aggravate people due to my condensed writing. Rule of thumb: If I wrote anything that can be understood in two different ways, and one way offends you, then I meant the other! ;)
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Knieper
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PostPosted: Thu Jan 26, 2012 5:25 pm    Post subject: Reply with quote

Yamakuzure wrote:
Poettering
Der hat schon was drauf. Auch wenn so einige komische Ideen dabei sind, finde ich es nicht richtig seine Arbeit als Ganzes daran zu bewerten, dass er ein ziemlich unsympathischer Fatzke ist.

Ich habe kein Problem damit, dass er ein überheblicher Fatzke ist. Ich habe ein Problem damit, dass er Standards vorgeben will die keine Alternativen vorsehen. Systemd soll zukünftig auch Session von DEs verwalten und in allen gängigen Distributionen eingesetzt werden. Die Probleme die er dabei beheben will sind hausgemacht. Wieso booten denn viele Rechner so lahm? Weil sie die ganzen überflüssigen Dämonen der Bloatdesktops starten. Was soll an meinem Rechner schneller parallel laufen, wenn er nur einen Kern hat? Der braucht keine 20s zum Start und belegt danach ~30MB RAM. Mein Router hat auch nur einen Kern und wenn ich ein RaspberryPi in die Finger bekomme, wird die auch nicht mehr Kerne haben. Von seiner ganzen Software habe ich nichts auf dem Rechner, nicht mal dbus weil freedesktop.org und Poettering bei mir inzwischen Vixie-Status :wink: erreicht haben.
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avx
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Joined: 21 Jun 2004
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PostPosted: Thu Jan 26, 2012 5:44 pm    Post subject: Reply with quote

Quote:
Aber wie auch immer, ich bin nicht so unbedingt heiß drauf jedes nötige Byte zu sparen, da moderne Hardware genug Resourcen hat.
Definiere modern? Mein embedded System und mein (hoffentlich zukünftiger) R-Pi laufen von ner MicroSD, da will ich nicht extra mehr Geld ausgeben müssen, nur um unnötiges Zeug drauf zu haben.
Mich frustriert's halt, dass Gentoo ein Baukasten-System ist, in manchen Fällen aber doch nur Playmobil und nicht Lego, weil manche eben doch zu faul sind. Ich kann diese Faulheit ja nachvollziehen, frag mich dann aber, ob man die betroffenen Pakete nicht an engagiertere Leute abgeben sollte.

Zum Thema Poettering, mich nervt, dass alles so um Linux gebaut wird und das nicht optional. Für manche Sachen bevorzug ich dann doch BSD und über kurz oder lang hat das drunter zu leiden.

Auch dieser ganze Mist mit dutzenden, dauernd wechselnden Backends nervt. Erst xine, dann mplayer, dann gstreamer, dann wieder dies und dann morgen ganz was neues. Mir geht's auf die Nüsse, ich bin mplayer-Fan und der spielt bei mir alles ab, dennoch bekomm ich von allen Seiten gstreamer aufgezwängt, der will aber manchmal nicht alles spielen. Opera z.B. konnte eine zeitlang alles via HTML5 spielen, was gstreamer lokal supported hat(z.B. dann doch auch h.264), irgendwann hat Opera, da war man als Linuxer in der komfortablen Position, alles haben zu können und dann kommt Opera daher und beschränkt das wieder künstlich auf Ogg/Theora. Warum dieser Dreck, warum kann HTML5 nicht einfach nen normalen Link raushauen und jeder spielt's mit seinem bevorzugten Backend ab?

Derzeit nervt mich auch nzbget, super Programm für meine Zwecke, aber ich mag die Farbgestaltung nicht bzw. sie passt nicht in mein restliches "Design", anstatt dass da aber wie üblich ne Config da ist oder man via Xressources spielen kann, nein, muss ich wieder den Source von Hand patchen.

Von webkit sollte es mal einen reinen xlib-Port geben, ist nichts draus geworden, jetzt hab ich nur dafür GTK auf der Platte.

Dann gibt's derzeit keinen simplen Loginmanager, auf dem man, ala xdm, Sachen laufen lassen kann(conky z.B.), der es aber auch gleichzeitig erlaubt, einen Default-User zu definieren. GDM/KDM wollen, zumindest laut portage, einen enormen Rattenschwanz, lightdm will auch wieder gtk oder qt, etc.
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musv
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Joined: 01 Dec 2002
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PostPosted: Fri Jan 27, 2012 11:50 am    Post subject: Reply with quote

Yamakuzure wrote:
PulseAudio
Ja. Ein g-e-n-i-a-l-e-s System wenn man einen Headless Media-Server für seine Wohnung bauen will. Für ein Laptop ist das ungefähr so, als ob man sein Fahrrad stehen lässt, und die 50 Meter zum Bäcker im Leopard 2 zurücklegt... (Dafür bekommt man die Schrippen zwei cent günstiger. ;))
Poettering
Der hat schon was drauf. Auch wenn so einige komische Ideen dabei sind, finde ich es nicht richtig seine Arbeit als Ganzes daran zu bewerten, dass er ein ziemlich unsympathischer Fatzke ist.

Ich hab mir mal den obigen Vortrag von Draxinger und Poettering Teilen reingezogen. Also erstmal war der Draxinger extrem oberflächlich. Er strauchelte leider schon bei den ersten Details, während der Poettering mit Detailwissen glänzte. Auch die sprachlichen Niveaus waren durchaus in verschiedenen Welten. Gut Poettering wurde in Guatemala geboren, ist in Rio und Hamburg aufgewachsen. Wenn man Spanisch, Portugiesisch und Deutsch als Muttersprachen hat, wird zu Englisch nicht mehr viel fehlen.

Der ganze Vortrag war auch als ein reiner Angriff auf Poetterings Arbeit zu sehen. Klar, dass der sich sowohl rechtfertigen als auch die ganzen Oberflächlichkeiten und Halbwahrheiten aus der Welt schaffen wollte. Zum Schluss kam Poettering mit dem Argument: "Hey, es ist alles frei. Wenn's euch nicht gefällt, müsst ihr es nicht verwenden. Schreibt 'nen Patch, der die Unterstützung aus den Paketen wieder rausnimmt." Im Grunde genommen hat er damit recht. Aber zum ersten Mal fand ich diesen Satz zum Kotzen, weil es eben für Außenstehende nicht so einfach ist, einfach mal einen Patch zu schreiben.

Avahi
Ich erinnere mich noch an den Spagat, wie ich jahrelang das mDNS/Avahi-Zeux von meinem Rechner ferngehalten hab (etc/portage/package.provided). Ich empfinde das Projekt durchaus als sinnvoll, in meinem Heimnetzbereich hab ich aber keine Anwendung dafür und will es da auch nicht haben.

*kit
Soweit ich mich erinnere (Achtung Halbwissen) braucht udisks auch polkit. Damit hätten wir auch wieder die Abhängigkeit zu Consolekit und auch pam. Leider ist K3B nicht mehr in der Lage, die CD-Laufwerke ohne *kit zu finden. Also musste ich mich geschlagen geben und das Zeug installieren. Den Brenner benutz ich evtl. 1x pro Jahr. Von daher kann man sich schon streiten, ob der permanent laufende Daemon jetzt wirklich notwendig ist. D.h. aufgrund K3b hab ich jetzt zusätzlich: udisks, devicekit, polkit, consolekit, pam.

Faulheitsmäßig anzumerken ist, dass ich dadurch den Usern die Möglichkeit zum Mounten von USB-Datenträgen geb. Da hätte ich mich sonst durchaus erstmal intensiver wieder mit UDEV-Regeln beschäftigen müssen, um z.B. auch das Mounten mit Partitionsnummern hinzubekommen.

Momentan ärger ich mich gerade auf meinem HTPC wieder extrem mit Consolekit rum, da scheinbar die Kombination:
inittab / mingetty AutoLogin -> .bashrc mit startx -> .xinitrc mit xbmc standalone
mir keine aktive Session in Consolekit liefert. D.h. der Sinn von Consolekit/Polkit, dass ich meinen Rechner mit Knopfdruck auf der Fernbedienung runterfahren kann, ist wieder weg. Über den Umweg der Vorschaltung von slim bekomm ich die Session. Nur ist diese Lösung unakzeptabel.

Ob das Mounten von USB-Datenträgern in XBMC jetzt generell oder nur mit *kit geht, weiß ich noch nicht. Muss ich noch intensiver testen.

Pulseaudio
Hab ich oben schon mal erwähnt. Dumm ist halt auch hier der Einfluss. Skype geht ohne Alsa oder Pulseaudio gar nicht mehr, VMWare ebenso. KDE läuft prima mit OSS. Hat man Pulseaudio installiert, wird das allerdings automatisch von KDE gestartet. Und KDE jagt dann auf Teufel komm raus alles über Pulse. Nur brauch ich halt auf einem lokalen Rechner mit einer Soundkarte keinen zwischengeschalteten Soundserver. Ob XBMC "bit perfect" übertragen kann, weiß ich nicht. Google meldet da Widersprüchliches. Ich brauchs auch nicht zwangsweise auf meinem HTPC. Per NFS und MPD kann ich die Funktionalitäten von Ausgabe und Übertragung auch ohne Pulseaudio realisieren.

Btw. der Padevchooser, mit dem man die Soundsignale per GUI auf andere Devices umleiten kann, braucht wieder zwingend das mDNS/Avahi-Gedöns.

Fazit
Ich hab richtig Respekt vor Poettering. Er bewegt etwas, schafft etwas und löst auch einige generelle Probleme in der Linuxwelt. Nur bereiten mir seine Lösungen oft mehr Probleme als Nutzen. Und besonders gearscht ist man, wenn man auf seine Lösungen verzichten will. Denn die sind meist untereinander ziemlich voneinander abhängig und sind auch meist als notwendige Abhängigkeit in den großen Libs mit integriert. Braucht irgendein Paket ein Poettering-Projekt, hat man schnell gleich alle auf dem Rechner und damit 20 Daemons mehr am Laufen.
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franzf
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Joined: 29 Mar 2005
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PostPosted: Fri Jan 27, 2012 2:55 pm    Post subject: Reply with quote

musv wrote:
Der ganze Vortrag war auch als ein reiner Angriff auf Poetterings Arbeit zu sehen. Klar, dass der sich sowohl rechtfertigen als auch die ganzen Oberflächlichkeiten und Halbwahrheiten aus der Welt schaffen wollte.

Aber selber mit Halbwahrheit glänzen:
Gleich zu Beginn behauptet er allen Ernstes, phonon wäre nicht mehr aktuell, wurde mittlerweile durch QtMultimedia ersetzt. Qt hat QtMultimedia eingeführt, um ein umfangreicheres Multimedia-Framework mit Qt mitzuliefern, trotzdem gibt es für die einfachen Fälle weiterhin Phonon, und ich konnte nirgendwo finden, dass phonon (auf Qt-Seite) irgendwann wegfällt. phonon an sich ist weiterhin eine wichtige Basis für kde und wird natürlich aktiv weiter entwickelt.
Ich hab irgendwann nicht mehr weiter geschaut, weil es nervig war. Ich kann Draxingers Position nachempfinden. Ich find es nervig, so viel aufs Auge gedrückt zu bekommen, was dann aber nicht immer so funktioniert (fängt z.B. schon bei dbus an... zickt immer wieder).

Was ich an Poettering problematisch finde, ist die Macht, die er als Schaffer diese Quasi-Standards besitzt. Der Linux-Desktop liegt in seiner Hand. Ein Vorteil von freier Software war eigentlich immer der, dass sich verschiedene Gruppen verschiedene Sachen ausgedacht und umgesetzt haben. Wenns nützlich war, wurde es von vielen eingesetzt.
Dass innerhalb so kurzer Zeit immer neues hinzukam, sachen verworfen wurden (hal) oder umgeschrieben (PolicyKit->polkit), zeigt, dass die Entwicklung wirklich problematisch ist. Er ist nicht der einzige, der Programmieren kann, auch nicht der einzige, der Ideen hat (ob sie gut sind weiß ich nicht).
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"der mac dennoch wesen geil"
Wolfram von Eschenbach, Parzival (Buch 1, Z. 7).
Ein frühes Statement gegen Windows.

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pablo_supertux
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PostPosted: Fri Jan 27, 2012 9:54 pm    Post subject: Reply with quote

musv wrote:

*kit
Soweit ich mich erinnere (Achtung Halbwissen) braucht udisks auch polkit. Damit hätten wir auch wieder die Abhängigkeit zu Consolekit und auch pam. Leider ist K3B nicht mehr in der Lage, die CD-Laufwerke ohne *kit zu finden. Also musste ich mich geschlagen geben und das Zeug installieren. Den Brenner benutz ich evtl. 1x pro Jahr. Von daher kann man sich schon streiten, ob der permanent laufende Daemon jetzt wirklich notwendig ist. D.h. aufgrund K3b hab ich jetzt zusätzlich: udisks, devicekit, polkit, consolekit, pam.



Schon einige Leute beschweren sich hier wegen k3b. Ich hab k3b seit Jahren nicht mehr installiert und mir eigene bash skripte gebastelt: siehe http://sakuranohana.org/linux/tips.html#ISO
Das einzige, was ich nie herausgefunden habe, ist wie man Audio-CDs erstellt. Aber wer braucht denn heute noch Audio-CDs?
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avx
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PostPosted: Fri Jan 27, 2012 11:38 pm    Post subject: Reply with quote

pablo_supertux wrote:

Das einzige, was ich nie herausgefunden habe, ist wie man Audio-CDs erstellt. Aber wer braucht denn heute noch Audio-CDs?
Code:
cdrecord -v -pad speed=1 dev=x,x,x -dao -audio -swab *.wav
?

Jedenfalls ging das früher so, ka ob sich da in der Zwischenzeit groß was dran geändert hat. Die *.wav werden in der Reihenfolge gebrannt, wie sie die Shell zuweist, ev. also händisch 01.,02.,... nennen.
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astaecker
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PostPosted: Sat Jan 28, 2012 8:44 am    Post subject: Reply with quote

franzf wrote:
Aber selber mit Halbwahrheit glänzen:
Gleich zu Beginn behauptet er allen Ernstes, phonon wäre nicht mehr aktuell, wurde mittlerweile durch QtMultimedia ersetzt. Qt hat QtMultimedia eingeführt, um ein umfangreicheres Multimedia-Framework mit Qt mitzuliefern, trotzdem gibt es für die einfachen Fälle weiterhin Phonon, und ich konnte nirgendwo finden, dass phonon (auf Qt-Seite) irgendwann wegfällt. phonon an sich ist weiterhin eine wichtige Basis für kde und wird natürlich aktiv weiter entwickelt.

Genau so war es auch (wohlgemerkt Ende 201), zumindestens von seitens Qt. Phonon wurde von KDE entwickelt, dann von Qt in Qt aufgenommen und später von Qt zugunsten von QtMultimedia fallengelassen. KDE ist nicht auf den QtMultimedia-Zug aufgesprungen und hat Phonon bis heute weiterentwickelt.

franzf wrote:
Was ich an Poettering problematisch finde, ist die Macht, die er als Schaffer diese Quasi-Standards besitzt. Der Linux-Desktop liegt in seiner Hand. Ein Vorteil von freier Software war eigentlich immer der, dass sich verschiedene Gruppen verschiedene Sachen ausgedacht und umgesetzt haben. Wenns nützlich war, wurde es von vielen eingesetzt.
Dass innerhalb so kurzer Zeit immer neues hinzukam, sachen verworfen wurden (hal) oder umgeschrieben (PolicyKit->polkit), zeigt, dass die Entwicklung wirklich problematisch ist. Er ist nicht der einzige, der Programmieren kann, auch nicht der einzige, der Ideen hat (ob sie gut sind weiß ich nicht).

Erstmal hat Poettering nichts mit udev, consolekit, policykit, upower, udisks oder HAL zu tun. Und dann gibt es zu seiner Software Alternativen: OSS4 anstatt PulseAudio, upstart anstatt systemd. Die haben aber auch ihre Probleme, so dass sich die Entwickler aus guten Gründen für PulseAudio und systemd entschieden haben.
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PostPosted: Sat Jan 28, 2012 10:09 am    Post subject: Reply with quote

pablo_supertux wrote:
musv wrote:

*kit
Soweit ich mich erinnere (Achtung Halbwissen) braucht udisks auch polkit. Damit hätten wir auch wieder die Abhängigkeit zu Consolekit und auch pam. Leider ist K3B nicht mehr in der Lage, die CD-Laufwerke ohne *kit zu finden. Also musste ich mich geschlagen geben und das Zeug installieren. Den Brenner benutz ich evtl. 1x pro Jahr. Von daher kann man sich schon streiten, ob der permanent laufende Daemon jetzt wirklich notwendig ist. D.h. aufgrund K3b hab ich jetzt zusätzlich: udisks, devicekit, polkit, consolekit, pam.



Schon einige Leute beschweren sich hier wegen k3b. Ich hab k3b seit Jahren nicht mehr installiert und mir eigene bash skripte gebastelt: siehe http://sakuranohana.org/linux/tips.html#ISO
Das einzige, was ich nie herausgefunden habe, ist wie man Audio-CDs erstellt. Aber wer braucht denn heute noch Audio-CDs?


Man kann auch app-cdr/nero benutzen wenn es mal was kommerzielles sein darf. Ich benutze das Ding nun schon sehr lange und bis jetzt hat es mich nie im Stich gelassen und immer funktioniert.
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PostPosted: Sat Jan 28, 2012 11:03 am    Post subject: Reply with quote

astaecker wrote:
Erstmal hat Poettering nichts mit udev, consolekit, policykit, upower, udisks oder HAL zu tun. Und dann gibt es zu seiner Software Alternativen: OSS4 anstatt PulseAudio, upstart anstatt systemd. Die haben aber auch ihre Probleme, so dass sich die Entwickler aus guten Gründen für PulseAudio und systemd entschieden haben.


Poettering und *kit:
grep -i poettering /var/tmp/portage/sys-auth/consolekit-0.4.5-r2/work/ConsoleKit-0.4.5/ChangeLog | wc -l:

27

http://www.freedesktop.org/wiki/Software/ConsoleKit
Mag sein, dass er nicht der Autor war. Mittlerweile scheint er jedoch bereits am nächsten Schritt zu arbeiten. Consolekit wird nicht mehr aktiv weiterentwickelt sondern soll in Systemd (wie war das mit upstart als Alternative?) integriert werden. Wie oben schon mal erwähnt, hat man dann keine Alternativen mehr - entweder man nimmt das Gesamtpaket oder man fängt an, Unmengen an Software zu patchen.

Dass man keine Alternativen hat, sieht man an diesem Beispiel (XBMC) gerade wieder schön. Das Runterfahren des Rechners per Fernbedienung veranlasst XBMC:
/var/tmp/portage/media-tv/xbmc-11.0_p60/work/opdenkamp-xbmc-6d355cc/xbmc/powermanagement/Powermanagement.cpp:
void CPowerManager::Initialize()
{
#if defined(__APPLE__)
  m_instance = new CCocoaPowerSyscall();
#elif defined(_LINUX) && defined(HAS_DBUS)
  if (CConsoleUPowerSyscall::HasDeviceConsoleKit())
    m_instance = new CConsoleUPowerSyscall();
  else if (CConsoleDeviceKitPowerSyscall::HasDeviceConsoleKit())
    m_instance = new CConsoleDeviceKitPowerSyscall();
#ifdef HAS_HAL
  else
    m_instance = new CHALPowerSyscall();
#endif
#elif defined(_WIN32)
  m_instance = new CWin32PowerSyscall();
#endif

D.h. man hat zur Auswahl:
  • DBUS + Consolekit + UPower
  • DBUS + Consolekit + DeviceKit.Power
  • HAL

D.h. die Alternative zu *kit ist HAL. Toll das. Sowohl bei Sudo als auch bei Polkit benötigt man für die Rechtevergabe Eingriffe in die Config außerhalb von XBMC. Sudo wären 2 Zeilen gewesen (halt + shutdown), Polkit ist da schon komplexer. Tja, die Entwickler von XBMC haben sich für das *kit-Geraffel entschieden.

Alternativen zur Pulseaudio:
Skype gab als letzte OSS-Version die 2.0.0.72 raus. Seitdem gab's nur noch Versionen, bei denen man die Auswahl zwischen Pulseaudio oder Alsa hat
Mozilla-Stuff: Mozilla setzt für die Soundunterstützung in HTML5 libsydneyaudio. Die unterstützt problemlos OSS. Leider sieht die Mozilla-Foundation das etwas anders, unterstützt für BSD OSS, verlangt aber unter Linux explizit Alsa. Firefox und Xulrunner konnte ich noch patchen, d.h. Firefox läuft problemlos mit OSS und HTML5. Bei Seamonkey scheiter ich momentan daran, den Alsa-Check aus dem Configure-Script rauszuschmeißen. Dafür reicht meine Ahnung bezüglich der Autotools nicht aus. Jedenfalls planen die Mozilla-Leute schon seit längerem die Umstellung von libsydneyaudio auf Pulseaudio.
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Knieper
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Joined: 10 Nov 2005
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PostPosted: Sun Jan 29, 2012 10:15 am    Post subject: Reply with quote

pablo_supertux wrote:
Ich hab k3b seit Jahren nicht mehr installiert und mir eigene bash skripte gebastelt: siehe http://sakuranohana.org/linux/tips.html#ISO

Bashburn und cdw sind in Portage...
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Je dümmer desto Gnome/KDE.
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Yamakuzure
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PostPosted: Mon Jan 30, 2012 9:34 am    Post subject: Reply with quote

Also erstmal: Man kann, wie erwähnt, auch auf hohem Niveau jammern.
Denn: Wenn eine Alternative zu Paket X fehlt, ist das dann die Schuld des Autoren dieses Pakets? Hätter er/sie/es warten sollen, bis Alternativprojekte auftauchen? Na also.
Ansonsten verwenden wir hier Gentoo und können jederzeit wählen, sofern der/die Autor(en) einer verwendeten Software das zulassen.
Wenn Package Foo mit Alsa und Pulse zusammenarbeitet, aber nicht mit OSS, dann wähle ich Alsa und freue mich. Wenn jemand nun schimpft, sein geliebtes OSS wird nicht unterstützt, habe ich dafür durchaus Verständnis. Aber vielleicht gibt es gute Gründe? (Zum Thema OSS4 fand ich diesen Artikel ganz interessant.) Vielleicht waren der/die Autor(en) und/oder Package Maintainer nur nicht in der Lage für OSS-Unterstützung zu sorgen? Vielleicht fehlen auch einfach das Interesse oder der sichtbare Bedarf?
Es wird gerne vergessen, dass die meisten Projekte unbezahlt sind und durch Opferung persönlicher Freizeit leben. Ich sehe es persönlich auch nicht ein, warum ich meinem QT-basierten Programmen ein GTK3-Interface spendieren soll, wenn a) QT4 ausgezeichnet funktioniert, ich b) GTK3 nicht verwende, und daher c) auch nicht die vielen Stunden dafür opfern möchte. Auch hierfür habe ich also durchaus Verständnis. (Umgekehrt kann ich keinem GTK-Programmierer abverlangen für ein alternatives QT-Interface zu sorgen.)

@avx: Entschuldige bitte, auch wenn du hier Äpfel mit Birnen vergleichst, ist mir natürlich klar, dass ich daran Schuld bin. Ich habe mich da ganz klar zu undeutlich ausgedrückt. Mit "moderner Hardware" meine ich Hardware im Einsatz für Laptop und Desktop Systeme. Dass du im embedded Bereich ganz andere Anforderungen hast, ist natürlich klar. In diesem Fall lohnt vielleicht ein Blick auf LFS oder DiY-Linux. Damit kann man einen funktionsfähigen Linuxserver mit Apache2 auf unter 8MB zusammenpopeln.
LFS Staff wrote:
A few of us have been working on creating a very small embedded LFS system. We installed a system that was just enough to run the Apache web server; total disk space usage was approximately 8 MB. With further stripping, that can be brought down to 5 MB or less. Try that with a regular distribution.


@franzf: Ja, aber woher hat er denn diese "Macht"? Siehe fehlende Alternative zu Paket X oben. Wenn Distributoren begeistert auf den Zug aufspringen, dann wird sich eben von ihm abhängig gemacht. Die Frage ist dann, wie kritikfähig oder eben beratungsresistent er am Ende ist. Aber das ist wohl noch abzuwarten.

Aber nun zu einem "Wunder": Mein System ist nun gconf- und gvfs-frei. Ich habe die beim letzten Mal erwähnten Änderungen durchgeführt, und "emerge --ask --depclean" belohnte mich mit dem Rauswurf von fast 30 Paketen. Irre. Ich dachte immer das ganze Gnome-Gedöns sei auch wegen gparted auf meinem Rechner (brauche ich beruflich), aber dem ist nicht so. Fein! Es lohnt sich durchaus ein wenig mit equery auf "Spurensuche" zu gehen. :)
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I *do* know that I easily aggravate people due to my condensed writing. Rule of thumb: If I wrote anything that can be understood in two different ways, and one way offends you, then I meant the other! ;)
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